Schlagwort: gesellschaft

Commons Movement Coins New Phrases

[via OnTheCommons, deutsche Übersetzung unten]

The vocabulary of the commons is expanding as people increasingly realize the practical value of this concept. No longer simply a noun, the commons now is talked about as a verb and adjective.

Commons: What we share. Creations of both nature and society that belong to all of us equally, and should be maintained for future generations.

Commons-based society: A society whose economy, political culture and community life revolve around promoting a diverse variety of commons.

Commons-based solutions: Distinctive innovations and policies that remedy problems by helping people manage resources cooperatively and sustainably.

Commoners: In modern use, the people who use a particular commons; especially those dedicated to reclaiming and restoring the commons.

Commoning: A verb to describe the social practices used by commoners in the course of managing shared resources and reclaiming the commons. Popularized by historian Peter Linebaugh.
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Gesellschaft

Streifzuege Nr. 47/2009Wie in 6300 Zeichen erklären, was Soziolog_innen oft gar nicht mehr kennen wollen — Gesellschaft? Das war die schwierige Aufgabe meiner Kolumne in der neuen Ausgabe der Wiener Zeitschrift »Streifzüge«. Meine versuchte Antwort: Die menschliche Gesellschaft begreift man nur, wenn man auch den gesellschaftlichen Menschen begreift — und umgekehrt. Emanzipatorische Theorie kommt da nicht drumherum. Versucht sie es doch, landet sie in zwei verschiedenen Sümpfen: dem Etatismus (Verabsolutierung der gesellschaftlichen Determination) oder dem Neoliberalismus (Verabsolutierung eines isolierten Individuums). Wie oft bei so schwierigen philosophischen Themen hat mich Annette beraten — danke dafür!

Der Rest der »Streifzüge« mit dem Schwerpunkt »Wohnen« ist übrigens auch sehr interessant 😉

Manifesto »Strengthen the Commons – Now!«

Strenghen the Commons[Deutsche Fassung]

The following manifesto is the result of a one and a half year process, where dozens of participants from politics, unions, sciences, the free culture and software movement, the environmental movement, economy as well as from art and culture discussed about commons and the relevance for humankind. It was developed in the context of the Interdisciplinary political salons of the Heinrich Böll Foundation‘s „Time for commons“.

Below, the entire text of the manifesto is documented, which is also available as a nicely layouted PDF (4 pages) at Commonsblog. (mehr …)

Indidividual Needs and Societal Necessities

This is a reply which I wrote on the english list of the Oekonux project on a mail by Stefan Merten with the subject »Balancing need and Selbstentfaltung by governance?« Since this question has a fundamental meaning, I wrote a more general and philosophical answer. I made a few typo corrections on the original post.

On 2009-11-04 20:22, Stefan Merten wrote:

Recently once again I thought about the problem of balancing need and Selbstentfaltung. I think this is the fundamental question which concepts like Christian are struggling for: How is the societal need balanced with Selbstentfaltung.

From my POV „balancing“ is the wrong term to raise the problem adequately. (mehr …)

Welche Uni?

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Die Besetzung von Hörsälen und Audimaxen, die in Österreich begann, weitet sich auf Unis in Deutschland, Schweiz und anderswo aus. doch welcher Perspektive hat der Protest? Wie geht’s weiter? Mit der Bewegung für eine Solidarische Ökonomie verbinden — ist eine Antwort. Das ist das Thema eines Workshops am Sonntag, der per Live-Stream online verfolgt werden kann. Nachfolgend ein Repost vom Social Innovation Network:

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14 Thesen zum Urheberrecht

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  1. Musiker, Texter, Filmschaffende und andere Kreative sind auf ihr Publikum angewiesen. Ohne ihr Publikum wären sie nichts. Unter kapitalistischen Bedingungen sind sie aber ebenso darauf angewiesen ihr Publikum selektiv auszuschließen, wenn sie von ihrem Schaffen leben wollen – was sie müssen, wenn sie sich ganz auf ihr Schaffen konzentrieren wollen. Dabei handelt es sich um eine grundsätzliche Selbstfeindschaft der professionellen Kreativen, die unter kapitalistischen Bedingungen nicht zu verhindern ist. Diese Selbstfeindschaft ist dem Leben im Kapitalismus generell eigen, doch ist sie selten so unmittelbar wirksam wie bei den professionell Kreativen.

  2. In der industriellen Periode war es die Aufgabe von Verwertungsgesellschaften und Verwertungsindustrien diese Selbstfeindschaft zu organisieren. Der massenhafte Verkauf von Tonträgern und ähnliches ermöglichte es den Kreativen mit der Masse zu kommunizieren und trotzdem zu selektieren. Durch diese Versöhnung der Selbstfeindschaft konnte der weiterbestehende Widerspruch zwischen dem notwendigen Wunsch der Kreativen nach Publikum und dem ebenso notwendigen Ausschluss von Teilen des Publikums verdeckt werden. (mehr …)

Was ist »Information«?

Streifzüge 46Um die »Information« geht es in der aktuellen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen«. Themenschwerpunkt des aktuelle Heftes sind die »Ressourcen«. Obwohl vorher nicht geplant, passt die Kolumne ganz gut in das Thema rein, handelt es sich bei der Information doch um eine spezielle Ressource.

Die umstrittene Kernthese der Kolumne lautet: Information ist keine Erscheinung der unbelebten Natur, sondern an das Leben gebunden. Damit werden alle »physikalistischen« Ansätze (also die allermeisten) zurückgewiesen. Warum ist das wichtig?

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Manifest »Gemeingüter stärken. Jetzt!«

Gemeingüter stärken

[English version]

Das folgende Manifest ist Ergebnis eines anderthalbjährigen Prozesses, in dem sich Dutzende von Beteiligten aus Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft, der Freien-Kultur- und -Software-Bewegung, der Umweltbewegung, der Wirtschaft sowie Kunst und Kultur mit den Gemeingütern und ihrer Bedeutung für die Menschheit auseinandergesetzt haben. Es ist im Rahmen des Interdisziplinären Politischen Salon »Zeit für Allmende« entstanden, der an der Heinrich-Böll-Stiftung angesiedelt war.

Auch das im Frühjahr verabschiedete »Manifest zur Wiedergewinnung der Gemeingüter« des Weltsozialforum macht sich für die Gemeingüter stark. Das Potsdamer Gemeingütermanifest geht darüber hinaus, indem es detaillierter und meiner Meinung nach sehr prägnant herausarbeitet

  • warum Gemeingüter gerade in Krisenzeiten einerseits besonders wichtig und andererseits besonders bedroht sind,
  • wie vielfältig die gemeingüterorientierten Communities und Bewegungen sind – und wie viel sie doch gemeinsam haben,
  • was Gemeingüter ausmacht und wie eine gemeingütergerechte Gesellschaft aussehen könnte.

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Peer-Ökonomie in der Diskussion II

Nach dem ersten Teil, dem Vortrag von Christian Siefkes, hier nun die aufbereiteten Mitschnitte des Workshops am nachfolgenden Tag. Mit 20 Teilnehmenden war die maximale Workshop-Größe ausgeschöpft. Die Diskussion war inhaltlich sehr kontrovers (»unbarmherzig«), im Ton und dem Aufeinandereingehen dennoch sehr freundlich und konstruktiv (»fortschreitend«). Zum Auftakt trug Uli Weiß eine sehr grundsätzliche Kritik am Modell der Peer-Ökonomie von Christian vor. Leider ist die Aufnahme dieses Teils misslungen 🙁

Daher gibt es nachfolgend nur die Notizvorlage von Uli, die Grundlage seines Beitrags war.

Die sich daran anschließende Diskussion wurde dann aber komplett aufgezeichnet. Ihr findet die drei Teile bei archive.org.
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Freie Software, Selbstorganisation und herrschaftslose Gesellschaft

Die Veranstalter der libertären Reihe im alternativen Vorlesungsverzeichnis in Halle (Saale) haben mich zu einem Vortrag eingeladen:

Im Radio Corax, Unterberg 11, 06108 Halle (Saale)

Am Dienstag, 27.1.2009, um 19:00 Uhr

Ankündigungstext: Freie Software hat eine neue Produktionsweise in die Welt gesetzt. Inzwischen hat sich eine kaum noch überschaubare Anzahl weiterer freier Projekte etabliert, die zunehmend ihre proprietären Rivalen „aus-kooperieren“. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Als Oberbegriff für die neue Produktionsweise hat sich die Bezeichnung der commons-basierten Peer-Produktion etabliert. Im Vortrag werden die wesentlichen Merkmale der Peer-Produktion vorgestellt und gefragt, ob und wie sich diese Prinzipien auch in die Welt der materiellen Produktion hinein ausdehnen lassen. Mit der Peer-Ökonomie kann der Kern einer Freien Gesellschaft jenseits von Verwertung, Geld, Markt und Staat skizziert werden.