The Tricky Business of “Copylefting” Hardware

[Diesen Artikel gibt es auch auf Deutsch.]

It’s probably safe to say that the copyleft principle has been essential for the success of free software. Copyleft means that all versions of a software or document will remain free, preventing companies from creating “value-added” versions of free programs and selling them as proprietary, non-free software. The GNU General Public License (GPL)—the first and most well-known incorporation of the copyleft principle—is used for about 50–70% of all free programs, making it more popular than all other free software licenses together.

At first sight, the situation in the newly emerging field of free and open hardware might seem similar—here, copyleft licenses such as the GPL and the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (BY-SA) are very popular too (see below for a more detailed analysis). But actually, the situation is very different for hardware design, since copyleft relies on copyright, and hardware is (in most cases) not protected by copyright law.
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»Contraste« zu Commons erschienen

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In den letzten Tagen haben wir nach und nach die Artikel zum Commons-Schwerpunkt der Zeitschrift »Contraste« veröffentlicht.Die »Contraste« erscheinen monatlich und berichten schwerpunktmäßig über Projekte und Debatten rund um das Thema »Selbstorganisation«. »Contraste« abonnieren? Gute Idee, das geht hier (verschlüsselte Seite mit selbsterstelltem Zertifikat, daher der Warnhinweis, den ihr akzptieren könnt).

Hier eine Übersicht mit den Links zu allen Artikeln des Commons-Schwerpunkts:

Commons… wiederentdeckt!

Wat nix kost is nix

[Dieser Text ist die Einleitung zum Contraste-Schwerpunkt Dezember 2009 zum Thema „Gemeingüter“, in dem auch die verlinkten Artikel erschienen sind.]

Die Debatte um die »Commons« schien 1968 erledigt. Damals veröffentlichte der Biologe Garrett Hardin in »Science« den berühmten Artikel »The Tragedy of the Commons«. Darin heißt es: »Indem die Individuen einer Gesellschaft, die an die freie Nutzung der Gemeinschaftsgüter glaubt, ihre eigenen Interessen verfolgen, bewegen sie sich in die Richtung auf den Ruin aller.« (zitiert nach Barner S.31). Hardin behauptet in durchaus logischer Argumentation, dass Gemeingüter nicht funktionieren und nur plan- oder marktwirtschaftliche Modelle erfolgreich sein können.

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Die neue Erzählung des 21. Jahrhunderts

Der Text entspricht inhaltlich einer englischsprachigen Rede, die die Autorin am 29.09.2009 zur Eröffnung des World Commons Forum in Salzburg gehalten hat. Erstabdruck in deutscher Fassung.

Gemeingüter? Was bitte?

Ein Schiff kreuzt von Hafen zu Hafen. Auf dem Oberdeck stehen Liegestühle, jedoch erheblich weniger als Passagiere. Während der ersten Tage der Kreuzfahrt wechseln die Stühle ständig ihre „Besitzer“. Sobald jemand aufsteht, gilt der Liegestuhl als frei; Badetücher oder sonstige Belegsymbole werden nicht erkannt. Die Regel ist einfach und der Situation angemessen: Freie Nutzung – für begrenzte Zeit! Auf diese Weise werden die wenigen Liegestühle nicht knapp.

Das entspricht einem Grundsatz gemeingüterorientierten Wirtschaftens und Lebens: Gebrauch? Ja! Missbrauch? Nein! Missbrauch meint hier sowohl Übernutzung als auch künstliche Verknappung.

Später kommen neue Passagiere an Bord. Die bis dahin gültige Ordnung bricht zusammen, denn Neuankömmlinge halten die Stühle füreinander frei und somit dauerhaft besetzt. Wer „nicht dazugehört“ hat das Nachsehen. So entstehen Konflikte um knapp gewordene Ressourcen (Liegeplätze) und die Reisequalität ist fortan für die meisten Gäste deutlich schlechter als zu Beginn der Fahrt. (basierend auf: H. Popitz, Phänomene der Macht)

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Commons in einer Gütersystematik

[English version]

Commons sind Gemeinressourcen. Commons sind Gemeingüter. Commons sind soziale Beziehungen. Alle drei Beschreibungen kann man finden. Welche stimmt nun? Alle drei Fassungen treffen zu und zwar immer gleichzeitig!

Am besten geht man vom Wort „common“ aus, dem Gemeinsamen. Das Gemeinsame bei den Commons sind die Ressourcen, die genutzt und gepflegt werden, sind die Güter, die dabei entstehen können, und sind die sozialen Beziehungen, die sich dabei bilden. Und das Gemeinsame aller Commons ist, dass diese drei Aspekte bei den jeweiligen Commons so verschieden sind, dass niemand sie auch nur halbwegs vollständig beschreiben könnte.

Commons liegen damit quer zur Ware, obwohl auch die Ware ein Gut darstellt, das in einer bestimmten sozialen Form hergestellt wird und dabei Ressourcen verwendet. Doch bei der Ware ist es die traditionelle Ökonomie gewohnt, sowohl die Ressourcen wie auch die sozialen Formen der Herstellung nur marginal oder gar nicht in Betracht zu ziehen. In der folgenden Gütersystematik will ich das ändern. Dabei entscheide ich mich, den Güteraspekt aus dem Tripel von Gut-Ressource-Sozialform in den Mittelpunkt zu stellen.

Güter-Systematik

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Von kopierbaren Dingen, offenen Produktionsstätten und berührbaren Bits

Das Projekt »Tangible Bit« (»berührbares Bit«) will für materielle Produkte möglich machen, was für Freie Software schon geht: jede/r soll sie sich problemlos besorgen können, jede/r soll sich an ihrer Weiterentwicklung und Verbesserung beteiligen können, und jede/r soll sie an andere weitergeben und mit anderen teilen können

Wenn ich (z.B. bei einem Freund) eine Software sehe, die mich interessiert, kann ich sie ganz einfach selber installieren – entweder er kopiert sie mir oder ich besorge mir eine Kopie auf der Homepage der Software. Unter freien Betriebssystemen wie Linux und BSD geht es noch einfacher: dort gibt es sogenannte Repositories (Verzeichnisse) der verfügbaren Software. Dort muss ich nur den Namen des Softwareprogramms eingeben und auf Knopfdruck beginnt mein Computer mit der Installation desselben. Oft bestehen noch »Abhängigkeiten« zwischen Programmen: um eine Software B nutzen zu können, muss ich zunächst ein anderes Programm A installieren. Unter Windows habe ich mich darum selber zu kümmern – unter Linux nicht, da erledigt das Repository das automatisch.

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Kritische und Solidarische Universität Wien

Die Kritische und Solidarische Universität (KriSU) befindet sich derzeit noch im Aufbau und öffnet alsbald ihre Türen. Sie versteht sich als ein Ort der Selbstverwaltung, des Austauschs und der Diskussion. Als ein Ort der emanzipativen und kritischen Wissensproduktion, der alternative Lebens- und Produktionsweisen gegen Kapital und Staat diskutiert und umsetzen möchte. Die herrschenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse hinterfragend, ergründet sie u.a. die Einbettung der traditionellen Universität in den kapitalistischen Verwertungsprozess, versucht alternative Lebensweisen aufzuzeigen und vorzuleben sowie eine Solidarische Ökonomie zu diskutieren und zu fördern. Feminismus, Antirassismus und das Engagement gegen Antisemitismus und Islamophobie sind Grundlagen der KriSU und als wichtige Bestandteile ihrer Praxis zu verstehen.

In Abgrenzung von der traditionellen Universität richtet sich die KriSU an Menschen mit und ohne Matura. Sie steht offen für Alle, unabhängig von sozialer Herkunft, Staatsbürger_innenschaft und/oder dem Zugang zu finanziellen Mitteln, die sich mit den Grundsätzen der KriSU einverstanden erklären. Sie möchte Tanz-, Theater- und Musikgruppen, Künstler_innen, Arbeiter_innen, Hausmännern und -frauen, Migrant_innen, Studierenden und Nicht-Studierenden sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen Raum für Diskussionen und Aktionen bieten.

Wir laden ein, die KriSU mitzugestalten, mit Leben zu füllen und aktiv am Aufbau eines solidarischen Lebens mitzuwirken. Es ist Zeit, unser Leben eigenständig in unsere Hände zu nehmen!

Weitere Informationen über Zeit und Ort der Eröffnung findest du bald unter http://krisu.blogsport.de/

The three revolutions in human productivity

Michel BauwensMichel Bauwens posted a nice sketch of a historical philosophy driven by human productivity showing why peer production is the current step we are going to extend. Full repost follows (highlightings by me).

»About (roughly) 5,000 years, humanity witnessed a first revolution in productivity. It discovered that you can make people work through coercion (slavery), or by forcing farmers to give away a part of their production. To simplify, the emergence of negative extrinsic motivation was born. (mehr …)

The commons as a strategic perspective for social movements

This is a translation of a german article. Hier gibt es den Artikel in deutsch.

The power of social movements lies in their heterogeneity. Because of it, they achieve longer lasting and more fundamental change than other societal actors. But it makes them confusing, too. In addition to fighting for change, they are subject to fights themselves. From parties over NGOs to trade unions and churches, they all fight to play a role in social movements.

social_movements_todayWe can somewhat order this chaos by looking at the relation between worldviews, strategies and tactics of the players involved. Most often strategies are employed which match the respective worldview. For example, the social democratic strategy of seizing state power and softening the impertinences of capitalism is expression of a socialistic worldview; the strategy of demanding value based decisions is based on a conservative worldview, etc. Here, the respective notion of societal change becomes visible as well. Experience shows that communication between actors that have different worldviews is almost impossible. Across strategic borders understanding is difficult. This is one of the reasons why communication within social movements often is so exhausting.

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Indidividual Needs and Societal Necessities

This is a reply which I wrote on the english list of the Oekonux project on a mail by Stefan Merten with the subject »Balancing need and Selbstentfaltung by governance?« Since this question has a fundamental meaning, I wrote a more general and philosophical answer. I made a few typo corrections on the original post.

On 2009-11-04 20:22, Stefan Merten wrote:

Recently once again I thought about the problem of balancing need and Selbstentfaltung. I think this is the fundamental question which concepts like Christian are struggling for: How is the societal need balanced with Selbstentfaltung.

From my POV „balancing“ is the wrong term to raise the problem adequately. (mehr …)