Kategorie: Theorie

Frithjof Bergmanns Freiheitsbegriff

Den meisten hier ist wahrscheinlich Frithjof Bergmanns Konzept der Neuen Arbeit ein Begriff. Auch wenn dieses Konzept sicher noch nicht das Gelbe vom Ei ist (weil es weder den Markt noch die Verherrlichung der Arbeit hinter sich lässt), sind Bergmanns Ausführungen zum Thema „Freiheit“ IMHO sehr interessant.

In seinem Buch „Die Freiheit leben“ (Arbor, Freiamt im Schwarzwald 2005) analysiert Bergmann zunächst gängige Charakterisierung von Freiheit, die er zurückweist:

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Copyright, copyleft and the creative anti-commons

Ich moechte euch gerne diesen Text ans Herz legen. Er argumentiert von links gegen Lessig und Creative Commons und erklaert kurzum den Kampf um geistiges Eigentum zum Nebenwiderspruch:

In an uncanny repetition of the copyright struggles that first emerged during the period of Romanticism, the excesses of the capitalist form of intellectual property are opposed, but using its own language and presuppositions. Creative Commons preserves Romanticism’s ideas of originality, creativity and property rights, and similarly considers “free culture” to be a separate sphere existing in splendid isolation from the world of material production. Ever since the 18th century, the ideas of “creativity” and “originality” have been inextricably linked to an anti-commons of knowledge. Creative Commons is no exception. There’s no doubt that Creative Commons can shed light on some of the issues in the continuing struggle against intellectual property. But it is insufficient at best, and, at its worst, it’s just another attempt by the apologists of property to confuse the discourse, poison the well, and crowd out any revolutionary analysis.

Macht, Wahnsinn und Struktur

Dank einem Hinweis von Christine bin ich auf folgendes gestoßen: Leute aus Köln haben ein sehr interessantes Planspiel durchgeführt. Ausgehend von Focaultscher Theorie über die Konstruktion von Normaität und Wahnsinn haben sie einen Tag in einer Psychatrie nachgestellt. Die „Patienten“ wussten nichts davon, haben aber nach kurzer Eingewöhnung prima mitgespielt:
http://www.uni-koeln.de/ew-fak/konstrukt/texte/download/psychiatriespiel.pdf

Ein paar Thesen

Inspiriert durch eine Diskussion im Open-Theory-Projekt „Thesen für eine solidarische Ökonomie“ hab mal ein paar Thesen zur Transformation angefangen. Darin geht es um Armut, Reichtum, Engagement, Keimformen, Selbstentfaltung, Grundeinkommen und was noch so wichtig ist. Mitmachen erwünscht.

»Open Source« im HKWM

Ich habe die Ehre, für das Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus (HKWM) einen Artikel zum Stichwort »Open Source« zu schreiben, vielleicht. Zunächst muss jedoch das Exposé akzeptiert werden. Ausnahmensweise steht der Text zum Stichwort von vorneherein öffentlich zur Diskussion. Im Juni 2007 soll der Artikel auf einer Tagung diskutiert werden, vielleicht.

Forschungsprojekt »Keimform« gestartet

Kann man »Keimformen« erforschen? Ja, aber dann müssen wir zunächst mit dem Begriff »Keimform« anfangen – meinen Annette Schlemm, Uli Weiß und Stefan Meretz (yes, that’s me!). Das Forschungsprojekt wird bei open theory gehostet, drei Texte sind bislang erschienen:

Urkommunismus konkret

Fundstück: Ein interessanter Artikel über das jungsteinzeitiche Matriarchat in Anatolien mit vielen archäologischen Details und wenig Spekulation, wenn auch aus kommunistischer Perspektive geschrieben.

Dialektik im Neoliberalismus

Der BdWi – Bund demokratischer WissenschaftlerInnen – lud zur »Herbstakademie« ein, um sich 5 Tage lang in netter Umgebung mit einem alten, aber selten explizit verhandelten Thema zu befassen. Was aber ist eigentlich »Dialektik«? Wer zunächst einmal Aufklärung über diese Frage erwartete, um sich dann gut gerüstet den Gemeinheiten des Neoliberalismus zuzuwenden, sah sich enttäuscht.

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