The following TED-Talk of law professor Yochai Benkler is an older one (July 2005), but it was just released and is, of course, yet interesting. Yochai Benkler explains how collaborative projects like Wikipedia and Linux represent the next stage of human organization. By disrupting traditional economic production, copyright law and established competition, they’re paving the way for a new set of economic laws, where empowered individuals are put on a level playing field with industry giants.
Kategorie: Commons
Commonismus kommt — als Slidecast
Hier nun wie versprochen der re:publica-Vortrag »Commonismus kommt. Zur politischen Ökonomie der Blogs« als Slidecast. Die Diskussion lief schon während des Vortrags. Die Beiträge aus dem Publikum habe ich ziemlich heftig verstärkt, so dass der Rauschlevel natürlich mit nach oben ging und die Akustik etwas »pendelt«. Nach dem Vortragsende gabs auch noch eine Diskussion, die allerdings nicht aufgezeichnet wurde. Und der Anfang (Begrüßung) fehlt auch. Sonst ist aber alles da (Dauer 01:08:03 Std.). Here we go:
re:publica08 — Vortrag über Commonismus
Eigentlich hatte ich geplant, meinen Vortrag auf der re:publica08 als Slidecast (Präsentation mit Ton) zu veröffentlichen. Aber leider habe ich die Aufnahme vor Ort versaut, weil ich vergaß, das Aufnahmegerät auf Kompression umzustellen. So lief der Speicher schnell voll, und die Hälfte fehlte 🙁
Ich hoffe nun, dass die re:publica-Organisatoren aus den Live-Streams der Veranstaltung auch noch Downloads erstellen werden. Hier zunächst mal die Präsentation als PDF und ODP.
re:publica bekommt: Commonismus kommt
Nach einigem Hin und Her gibt’s von mir am 3.4. doch noch einen Vortrag auf der re:publica08: »Commonismus kommt. Zur politischen Ökonomie von Blogs«. Stellen sich jetzt nur noch die Fragen:
Wie bekomme ich das noch vorbereitet?
Und: Wer kommt?
Transformation und Eigentum
[This is the German translation of the original english article]
Auf der Oekonux-Mailingliste gibt es eine interessante Debatte über das Verhältnis von Privateigentum und gesellschaftlicher Veränderung, insbesondere wenn es um die commons-basierte Produktion stofflicher Güter geht. Raoul Victor aus Frankreich schrieb:
Die ursprüngliche Frage war, wie mit der Eigentumstransformation umzugehen ist, wenn sie die materiellen Produktionsmittel betrifft. Ich bestand auf der Tatsache, dass dies zu dem einem oder anderen Zeitpunkt (wahrscheinlich noch viele Jahre hin) zu einer allgemeinen sozialen Konfrontation mit dem Kapitalismus führt, wobei die „Arbeiter der Welt“ die Hauptrolle spielen werden und die Keime der Peer-Produktionspraxen — hauptsächlich im Bereich frei reproduzierbarer Güter — dann eine wichtige Rolle bei der Evolution ihres Bewusstseins gespielt haben werden. Aufgrund der Natur des Kapitalismus ist diese Konfrontation unvermeidlich.
Das ist meine Antwort:
Transformation and ownership
[Es gibt eine deutsche Übersetzung dieses Artikels]
On the Oekonux-Mailinglist there is an interesting debate about the relationship between private ownership and societal change, especially when it comes to commons based production of physical goods. Raoul Victor from France wrote:
The original question is how to deal with the ownership transformation when it concerns material means of production. I insisted on the fact that, at one moment or another (probably many years ahead), this will lead to a general social confrontation with capitalism, where „the workers of the world“ will play a major role, the germs of peer production practices, mainly in the freely reproducible goods domain, having played an important role in the evolution of their consciousness. This confrontation is inevitable because of the nature of capitalism itself.
This is my answer:
Howard Rheingold über Keimformen
Howard Rheingold, der alte High-Tech-Hippie, spricht bei TED über Spieltheorie, die Tragik der Allmende, neue Formen der Kooperation und wie daraus eine neue Ökonomie mit neuem Wohlstand jenseits von Markt und Staat entstehen kann. Ein sehr prägnanter, kurzer Vortrag, der viel auf den Punkt bringt auch wenn er mit komischen Biologismen durchsetzt ist:
Peer-Economy: Offene Fragen
Jetzt liegt ja Christians Vorschlag zur Peer-Economy schon eine ganze Weile vor. Ich schätze diesen Ansatz, weil er zumindestens in der Theorie den häufig gehörten Einwand gegen Keimformen, dass diese spätestens an der Grenze zur materiellen Ökonomie verlieren müssten, entkräftet. Darin hat er für mich eine ähnliche Rolle wie die Freie Software, die für mich vor allem ein Argument ist, dass globale Produktion in selbstorganisierter freier Kooperation auf hohem technischen Niveau möglich ist. Nun ist es leider so, dass praktische Argumente wesentlich besser funktionieren als theoretische. „Guckst Du hier“ überzeugt halt einfach mehr als „liest Du hier“.
Ich habe ja schon relativ früh meine Kritik, oder besser meinen Erweiterungsvorschlag zu seinem Konzept dargelegt. Meiner Meinung nach kann es keine dauerhaft funktionierende Peer-Economy geben ohne Grundauskommen. Dazu stehe ich auch weiterhin, auch wenn Christian dazu mal sagte, dass Grundauskommen sei eben genau das Ziel der Peer-Economy und könne deswegen nicht schon als Vorraussetzung gesetzt werden. Scheinbar beißt sich da eine Katze in den Schwanz.
Historische Bilder durch Tags anreichern
Die Bibliothek des US-Kongresses (Library of Congress LOC) hat rund eine Million Fotos und Drucke gesammelt, die bereits seit zehn Jahren online öffentlich zugänglich sind. Nun hat die LOC ein Pilotprojekt gestartet, um ausgewählte Fotos via Flickr öffentlich taggen zu lassen. Die Sammlung wird dadurch reicher und besser zugänglich. Crowdsourcing im besten Sinne, denn das Resultat bleibt freies Allgemeingut (Commons) — für alle Bilder gilt: »Keine Urheberrechtsbeschränkungen bekannt«. [via]
Foto: Homesteader feeding his daughter at the Pie Town, New Mexico Fair free barbeque (src) — vgl. dazu auch den Artikel über die Fotos aus Pie Town