Autor: Stefan Meretz

Open Design Club

Open Design ClubDer Open Design Club versteht sich als virtuelles Designbüro und Plattform für offene Designs und Ideen. Die Produkte werden unter der wiki(Copyleft)-Variante von wiki(Creative Commons) veröffentlicht. Zielgruppen des Open Design Club sind Designer und Hersteller der Open-Source-Produkte:

»Wir wollen Euch inspirieren und dazu anregen, selbst gestaltend tätig zu werden. Wir bieten Euch Anleitungen für die Herstellung der hier präsentierten Produkte, die Ihr kopieren, verändern, und sogar verkaufen dürft, wenn Ihr wollt. Wir teilen unsere Ideen, unser Know-How und hoffen, dass auch Ihr Eure Ideen mit uns teilt. Wir glauben, dass vom Copyright befreite Produkte zu neuer Kreativität anregen und zu vielfältigen neuen Designs führt.«

Johannes, der den Club gegründet hat, ist sich schon bewusst, dass die Creative-Commons-Lizenz die Produkte nicht wirklich »vom Copyright befreit«. Er sucht noch nach einer griffigen Formulierung, die den Sinn — keine Beschränkung der Kreativität durch Zugänglichkeit für alle — gut ausdrückt.

Fundi-Liberale gegen geistiges Eigentum

Es gibt eine Strömung im Liberalismus, die sich gegen das »geistige Eigentum« ausspricht. In den USA heißen sie »Libertarians«, in D-Land verwahren sich viele Anarchisten davor, den Begriff »Libertäre« für diese Strömung des fundamentalen Liberalismus bzw. Anarchokapitalismus zu verwenden. Interessant an dieser Strömung ist, dass sie im Gegensatz zum Neoliberalismus gegen Konzept und Praxis des »geistigen Eigentums« als Monopolrecht ist und folglich Patente, Copyright, Markenschutz etc. ablehnt.

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Eben Moglen faltet Tim O’Reilly zusammen

Eben Moglen hatte wirklich schlechte Laune, als er von Tim O’Reilly auf das Podium der OSCON zum »Executive Briefing« gebeten wurde. Eigentlich sollte es um Lizensierungsprobleme in Zeiten von Web 2.0 gehen, was wir hier auch schon diskutierten. Aber ziemlich angefressen griff Moglen O’Reilly an, warf ihm vor, sich nur um seinen eigenen Kommerz zu kümmern und Zeit zu verschwenden, die Freiheit der Freien Software zu verteidigen:

»Wir haben dein Wasser getragen, und was hast du getan?«

Wenn sich O’Reilly jetzt angesichts von Web 2.0 Sorgen um die Freie Software mache, dann sei das nur eine Eigenwerbung für seine egoistischen Ziele. SaaS und zentralisierte Datenbestände seien in der Entwicklung hin zu Dezentralisation und mehr Freiheit nicht mehr als »themisches Rauschen«. Man könne nicht alle Fragen mit Lizenzen lösen, sondern es gibt Widersprüche, die als Konflikt von Rechten begriffen und politisch angegangen werden müssen. Die GPLv3 hat der Bewegung nun erneut 10 Jahre Raum verschafft, um die wirklich ernsten Bedrohungen der Freiheit endlich anzugehen (Patente, Monopole, Gesetze etc.).

Hier das Video des Gesprächs (Theora-OGG, 30 Minuten, 44,3 MB)

Hier der Blog-Eintrag mit Debatte dazu.

Copyfarleft — eine Kritik

[There is an english version of this text]

Die folgende Kritik von Dmytri Kleiners Aufsatz »Copyfarleft und Copyjustright« (Orginal erschienen im Mute-Magazin) hat drei Teile. Zunächst diskutiere ich die allgemeinen theoretischen Grundlagen, dann die Übertragung dieser Grundlagen auf den Bereich der Informationsgüter und anschließend das Copyfarleft-Konzept. Eine zusammenfassende Kritik folgt zum Abschluss.

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Copyfarleft und Copyjustright

Dmytri Kleiner, Mitgründer der Firma Telekommunisten und aufgetreten als Kritiker von Creative Commons, hat für das Mute-Magazin einen Aufsatz verfasst, in dem er seinen theoretischen Ansatz darstellt. Die nachfolgende Übersetzung stammt von mir, Fehler gehen auf meinen Deckel. Eine inhaltliche Diskussion des Aufsatzes folgt gibt es hier.

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Open Source Energy

Solar Heat Pump Electrical Generation System [Lizenz]

Das Solar Heat Pump Electrical Generation System (SHPEGS) ist ein »Open Source« Projekt der doppelten Art: Es wird wie Freie Software entwickelt und nutzt die »offenen Quellen« der Sonne für die Energiegewinnung. Aus der Projektbeschreibung:
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Politische Ökonomie des Informationskapitalismus

Die Gruppe »Wege aus dem Kapitalismus« Berlin lädt ein zu einer Veranstaltung am 7. und 8. September zu einem Thema, das uns auch hier mehrfach (1|2|3|4) beschäftigte. Aus der Ankündigung:

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PLoS-ONE ist Eins

PLoS-ONE, das multidisziplinäre Online-Journal der Public Library of Science (PLoS) hat Geburtstag: Vor einem Jahr konnten die ersten Beiträge für die OpenAccess-Publikation eingereicht werden. Das Editorial Board besteht aus 386 Personen, die den Peer-Review-Prozess organisieren und die eingereichten Beiträge — seit dem Start rund 2000 — für die Veröffentlichung freigeben.

Zum Geburtstag hat die Zeitschrift drei Wünsche:

»Wann immer du über ein publiziertes Papier schreibst, sei es in einem Journal oder in einem Blog, biete immer einen Link zu einer frei verfügbaren Version des Papiers, falls eine existiert.

Wann immer du ein Papier in PLoS ONE liest, bewerte es bevor du gehst. …

Wann immer du ein wissenschaftliches Papier verfasst, veröffentliche es immer, immer, immer als OpenAccess«

Das Keimform-Theorem

Emanzipation-oder-Barbarei schreibt einen zusammenfassenden Beitrag zu der hier begonnenen Debatte um das »Keimform-Theorem« — so nenne ich das jetzt mal. Bin gespannt, wie die Debatte über zwei Blogs hinweg weiterläuft. Von mir stehen da noch Antworten aus…