CommonsSenses ist der Blog von Johannes Euler — »a Political Ecommonist’s blog«, wie er im Untertitel schreibt, »that will deal with questions of the Commons from a theoretical, practical, and movement perspective«, wie er ganz unten in der Seite ergänzt. Den Begriff der »Ecommony« als Wortverbindung von Economy und Commons übernimmt er von Friederike Habermann. Folgenden Vortrag (englisch) zur Einführung in die Commons-Problematik möchte ich empfehlen:
Autor: Stefan Meretz
Ursachen, Gründe und Interessen
[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]
Geschieht etwas, so wurde das Geschehene durch etwas bewirkt, angestoßen, ausgelöst. Der Aufstieg des Kapitalismus und mit ihm der von Natur- und Ingenieurwissenschaften hat den göttlichen Beweger entmachtet und Wirkungen fortan auf Ursachen zurückgeführt. Auf Ursachen, die fortan gezielt herbeigeführt – verursacht – wurden, um beabsichtigte Wirkungen zu erzielen, die wiederum als neue Ursachen weitere Wirkungen zeigen: Wasser erhitzen – Dampf erzeugen – Volumenexpansion in Schubbewegung umsetzen – Schubbewegung in Drehbewegung verwandeln usw. usf. Der Ursache-Wirkungszusammenhang ist seither eine der zentralen Denkfiguren der Moderne.
The Free Software Song
Der Free Software Song von Richard Stallman (hier selbst gesungen) hat unzählige Remixes und Versionen erfahren. Unten gibt’s eine lange Liste, hier mal eine Version herausgepickt:
http://www.youtube.com/watch?v=iwG8aXBIG8A
Lyrics: (mehr …)
Von reCAPTCHA zu Duolingo
Jedes Jahr werden 2,5 Millionen Bücher mit reCAPTCHA übersetzt. CAPTCHA-Miterfinder Luis von Ahn erklärt wie das geht. Und er stellt ein neues Projekt vor Duolingo — Sprachen lernen und das Web übersetzen (Englischer Vortrag mit deutschen Untertiteln).
Degrowth-Konferenz in Leipzig
Eine offene, große Commons-Konferenz gab es noch nicht, aber commonsnahe Konferenzen schon einige. Im September 2014 (2.-6.9.) steht wieder eine an: Degrowth 2014 — in lang: Fourth International Conference on Degrowth for Ecological Sustainability and Social Equity. Es geht »um konsensfähige Alternativen zum derzeitigen Wachstumszwang«, um »wachstumsunabhängige Formen von Wirtschaft und Gesellschaft«.
Das klingt im ersten Lesen seltsam, so als ob man nur einen Konsens darüber erreichen müsse, das Wachstum einzustellen sei. Dabei gibt es das doch schon, eine Wirtschaft ohne Wachstum, nur der Name klingt nicht so gut: Krise. Aber auch darauf gibt es eine Antwort: »Your recession is not our degrowth« (»Eure Krise entspricht nicht unserer Vorstellung einer Wirtschaft ohne Wachstum«). Doch kann man sich das aussuchen? Oder brauchen wir nicht doch eine andere Produktionsweise? Oder soll bei der Konferenz genau danach gesucht werden?
Die Degrowth 2014 ist in die folgenden drei Themenstränge gegliedert. (mehr …)
Open Hardware Round Table
Interview conducted by Michel Bauwens (P2P-Foundation) with Joe Justice (Wikispeed), Smàri Mc Carthy (IMMI), Jaromil Rojo (dyne.org), Anna Seravalli (Researcher on Makerspaces) and Chris Watkins (Appropedia). The interview took place at the Economics and the Commons Conference in Berlin, 22 to 24 May 2013.
Fremde Arbeit und freie Entfaltung
[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 11.11.2013]
Stefan Meretz über das, was im Leben wirklich wichtig ist und die Mittel und Wege, es zu erreichen
Neuer Kolumnist, neues Thema: Es soll auf diesem Platz künftig auch um die Frage gehen, wie wir uns als handlungsfähige Menschen bewahren und stärken können, wie wir emanzipatorisches Wünschen unter einschränkenden Bedingungen nicht aufgeben müssen. Kapitalismus und Krise sind mitnichten Zustände, die irgendwo da draußen spielen, sondern sie gehen durch mich und uns hindurch – jeden Tag.
Tagung in Klagenfurt: »Wozu Arbeit?«
Wozu Arbeit? Solidarische Ökonomien und Commons – neue Formen des Tuns für ein Gutes Leben
Ort: Alpen–Adria-Uni Klagenfurt. Mensagebäude, HS 8 u. M 0.22, Universitätsstr. 65 -67, Klagenfurt
Zeit: Freitag, 08. November 2013 (HEUTE!), 14:00, u. Samstag 09. November, 09:15 – 16:30
Aus dem Flyer:
Arbeiten Sie gerne?
Wann haben Sie zuletzt etwas wirklich richtig gern getan? Etwas, das Ihnen Spaß gemacht hat? Das Sie erfüllt hat? Und war dies innerhalb Ihrer Erwerbstätigkeit oder innerhalb der Freizeit? Oder anders gefragt: Galt es als Arbeit? Falls ja, dann haben Sie es wahrscheinlich nicht als Arbeit empfunden. Wer in den sogenannten ‚Flow‘ verfällt, geht völlig in der Tätigkeit auf, und das Gefühl zu arbeiten verwandelt sich in einen Zustand der Entspannung. Doch gibt es ein wesentliches Moment, welches dafür spricht, dass ein solcher Flow eher außerhalb der Erwerbsarbeit zu erfahren ist: Ein solches Erleben hat wesentlich damit zu tun, diese Tätigkeit nicht unter Zwang auszuüben.
Elevate: Open Source Economy
Elevate-Interview
Das Elevate-Festival vom 23.-27.10.2013 in Graz war ein großes Ereignis. Alle Referent_innen wurden interviewt. Ich bekam diese Fragen: Welche Frage stellen Sie sich auf die Frage „Open Everything“? Wo ziehen Sie die Grenze zwischen offenen und privaten Informationen? Was stört Sie am aktuellen Wirtschaftssystem? Ist ein Systemwechsel ohne Zusammenbruch möglich? Wie kann man sich am System der Commons beteiligen ohne das aktuelle zu verlassen? Meine Elevate-Vorträge veröffentliche ich demnächst.