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UTOPIKON – Wege in eine geldfreiere Gesellschaft

Kaufst du noch oder teilst du schon?„Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Wirtschaft von morgen vor?“

Die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON
Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft

Neben dem dritten Mitmachkongress utopival gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON. 300 Menschen werden sich am 05. November 2016 in der Forum Factory in Berlin inspiriert von fünf Keynotes in 20 Workshops und einem anregenden Rahmenprogramm zu der Frage nach einer zukunftsfähigen Wirtschaft austauschen.

Die Referent*innenliste verspricht einen spannenden Tag, denn zugesagt haben bereits Silke Helfrich, Niko Paech, Friederike Habermann, Uwe Lübbermann, Hanna Poddig, Gerrit von Jorck, Christian Siefkes und viele weitere.

‚Ökonomie‘ kommt von ‚Oikos‘ – Hausgemeinschaft, die Teilhabe aller. Die aktuelle wirtschaftliche Situation lässt jedoch nicht teilhaben, sie separiert eher.

„Wie können wir solidarisch wirtschaften? Wie sehen Alternativen für eine zukunftsfähige Ökonomie aus? Wie möchten wir leben? Welche Wege führen zu einer geldfreieren Gesellschaft und welche Herausforderungen stehen dem entgehen?“ Diese Fragen treiben mich als einen der Initiator*innen der Konferenz um.

Die UTOPIKON möchte dabei Alternativen aufzeigen, Inspiration geben und Austausch ermöglichen.

Die Utopie-Ökonomie-Konferenz wird vom Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia verwirklicht. Die Besonderheit daran: Die UTOPIKON wird wie alle Aktivitäten vom Netzwerk nicht nur vegan, ökologisch und solidarisch gestaltet, sondern vor allem auch geldfrei. „Kein Cent fließt direkt. Die UTOPIKON lebt von der Solidarität und dem Tatendrang aller Mitwirkenden“, sagt Mitorganisatorin Pia Damm. Ein Prinzip fern von Leistung und Gegenleistung, das von der Referent*innentätigkeit über das Konferenzzentrum bis hin zum Essen greift. Damit ist die UTOPIKON selbst ein gesellschaftliches Experiment, mit welchem andere Formen des Wirtschaftens – außerhalb von Tausch- und Verwertungslogik – lebendig und erlebbar werden.

Mehr Infos gibt es unter: UTOPIKON.de oder auch livingutopia.org

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Reichtum & Knappheit, Termine

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20. Februar 2016, 07:17 Uhr   2 Kommentare

1 willi uebelherr (22.02.2016, 04:21 Uhr)

Liebe freunde,

ich will jetzt nicht zu sehr in die details gehen. Die frage „Wie möchten wir leben?“ ist die grundfrage und schon deshalb ist euer treffen bitter notwendig.

Aber meine frage an Tobias. Warum „geldfreiere Gesellschaft“ und nicht „geldfreie Gesellschaft“? Diese 2 buchstaben veraendern voellig das thema.

Wenn wir ueber unsere ziele sprechen, dann sollten wir da keine kompromisse machen. Nicht schon am anfang sich vor der konsequenz fuerchten. Oder ihr habt dieses ziel nicht? Dann ist auch dieses treffen, wie so viele andere, nutzlos. Treffen koennt ihr euch auch anderweitig.

mit lieben gruessen, willi
St. Elena de Uarien, Venezuela

2 Tobi Rosswog (26.02.2016, 10:50 Uhr)

Lieber Willi,

besten Dank Dir für Dein Kommentar und Deine Frage.
Auch wir streben eine geldfreie Gesellschaft an.
Allerdings ist es aus unserer Sicht ein Prozess, in dem wir zunächst geldfreier werden und daraus neue Perspektiven entwickeln sowie Erfahrungen machen, um dann immer weiter auf diesem Weg zu gehen.

Normalerweise verwenden wir auch gerne die Schreibweise „geldfrei.er“, wenngleich diese das ein oder andere Mal schon verwirrt hat…

Hoffe, dass es mit dieser kurzen Erklärung verständlicher ist.

Alles Liebe aus Mainz,
tobi

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