Schlagwort: umwelt

espero-Schwerpunkt: Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive

Die Moai-Statuen auf den Osterinseln, ein Symbol für ökologischen Kollaps und menschengemachte Umweltzerstörung. Quelle: Aurbina, Wikimedia, 2004, gemeinfrei.
Vor einigen Tagen ist die Ausgabe Nr. 13 der undogmatisch-libertären Online-Zeitschrift espero erschienen. Sie enthält den von mir betreuten Themenschwerpunkt Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive. Im Folgenden dokumentiere ich meine Einleitung in den Schwerpunkt, die auf S. 21–24 der PDF-Ausgabe zu finden ist. Die Links verweisen jeweils auf die Seite, auf der der genannte Artikel beginnt.

Klima im Kollaps – libertäre Perspektiven auf die Katastrophe

Einleitung des Gastherausgebers

Die Klimakatastrophe – oft auch als Klimakrise, Klima-Umbruch oder Klimakollaps bezeichnet – ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensgrundlagen weltweit und stellen bestehende soziale, politische und ökonomische Systeme fundamental in Frage. Der vorliegende Schwerpunkt versammelt libertär-emanzipatorische Perspektiven auf die Katastrophe, die im öffentlichen Diskurs meist an den Rand gedrängt werden. Statt auf staatliche Steuerung oder die Versprechen eines „grünen“ Kapitalismus zu setzen, fragen die Beiträge nach den tieferen Ursachen der Krise in Herrschaftsverhältnissen, kapitalistischer Wachstumslogik und einem zerstörerischen Verhältnis zur Natur. Damit verschiebt sich auch die Frage nach der Zukunft: Nicht, wie das Bestehende „nachhaltig“ verwaltet werden kann, sondern welche anderen Formen des Lebens, Produzierens und Zusammenhandelns unter den Bedingungen des Klima-Umbruchs nötig und möglich werden.

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Droht das Aussterben der Menschheit durch die Klimakrise?

Die Klimakrise ist endlich in aller Munde. Das ist gut. Greta Thunbergs „I want you to Panic“ ist genau der Richtige Aufruf. Die Folgen der Klimakrise werden schon jetzt schwer beherrschbar sein. Selbst wenn die Klimaziele von Paris eingehalten werden sollten – wonach es gerade ganz und gar nicht aussieht – werden die Folgen verheerend sein. Schon jetzt sterben Menschen wegen der Klimakrise. Dazu kommen mindestens zwei weitere dramatische ökologische Krisen: Das Artensterben und der Verlust von landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Alle drei Krisen können sich gegenseitig verstärken. Wenn das ungebremst so weiter geht, werden vermutlich Milliarden von Menschen sterben und in der Folge könnte auch unsere Zivilisation an ein Ende kommen. Dazu gibt es durchaus wissenschaftlich fundierte Hinweise. Zusätzlich liest und hört man aber immer mal wieder die Warnung vom „Aussterben der Menschheit“. Ich war neugierig: Stimmt das? Ist da was dran? Kann das wirklich sein?

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