Schlagwort: geldlogik

unverdient und unerzogen

unverdient.deDie beiden Projekte unverdient.de und unerzogen.de laden ein zu einem langen Wochenende in Hiddinghausen. Vom 20. bis 22. April 2007 geht es um die Frage, »wie eine erziehungs- und geldlogikfreie Welt bereits funktioniert (z.b. in konkreten zwischenmenschlichen Beziehungen) und zukünftig funktionieren könnte«.

Das Projekt unverdient.de befasst sich vor allem mit der Perversität der Geldlogik und Auswegen daraus. Thema von unerzogen.de ist der respektvolle Umgang mit Kindern, insbesondere Nichterziehung. Beide Projekte befassen sich mit der Keimform-Thematik auf ganz unterschiedliche Weise — auch wenn beide diesen Begriff explizit nicht verwenden.

Einladung und Anfahrtsbeschreibung.

Bericht vom »Zivilisationssprung«

»Keimformen«...

Vom 23. bis 25. März fand das lange »Zivilisationssprung«-Wochenende in Hiddinghausen statt. Rund 30 Menschen fast aller Altersklassen genossen den Aufenthalt im unschlagbar schönen restaurierten Fachwerkhaus, in das Uli Frank und unverdient.de immer wieder zu Veranstaltungen einladen. Wie meist bei solchen Veranstaltungen läuft das wirklich Wichtige »nebenbei«, beim Essen, beim Spielen, im Garten, nachts zwischen 3:00 und 6:00 usw. Wenn ich jetzt mich jetzt trotzdem auf die beiden festen Programmpunkte konzentriere, dann entspricht das nur zum kleinen Teil dem Wochenende, das ohnehin jede/r anders erlebt hat (Kommentare als Ergänzungen erwünscht!).

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Metastudie »Open-Source-Software«

Alles mal zusammenzufassen, was es an Aufsätzen zu Open-Source-Software gibt — das ist der Anspruch der »Metastudie Open-Source-Software und ihre Bedeutung für Innovatives Handeln«. Die vom Forschungsministerium finanzierte Studie wurde von FH Brandenburg und Uni Potsdam erstellt und hat das „Innovationsverhalten“ von Software-Unternehmen im Fokus. Da „Innovation“ nur ist, was Geld bringt, lautet die Sichtweise der Studie — in freier Rede: »Wo und wie kann man mit Freier Software möglichst viel Geld rausschlagen?«

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„…dass die Idee, Software zu verkaufen, immer uninteressanter wird…“

Sun gibt Java unter GPL frei (siehe Heise-Ticker), dazu gibt es in Technoligy Review ein Interview mit Timothy William Bray (Director of Web Technologies bei Sun Microsystems):

Von einem ökonomischen Standpunkt aus gesehen geht es uns am besten, wenn die Leute unsere Technologien verwenden. Also sollten wir Alles beseitigen, was sie daran hindert, dies zu tun. Closed Source hat sich als ein solches Hindernis erwiesen, das wir nun beseitigt haben.

Eine weitere Ticker-Meldung führt das noch weiter aus:

Ein erklärtes Ziel der Freigabe von Java unter der GPL ist es, der Sun-Software den Weg in die Linux-Distributionen zu ebnen. Immer mehr Distributionen enthalten nur noch Software, die unter der GPL oder einer kompatiblen Lizenz steht. Suns JDK und JRE blieben damit bislang außen vor; teilweise kamen andere Java-Implementierungen wie der Java-Compiler Jikes und die Java-Klassenbibliothek Classpath zum Zuge. Sun möchte jetzt alle Kräfte in seinem OpenJDK-Projekt bündeln – und, auch wenn man nicht so direkt darüber spricht, wohl der eigenen IDE NetBeans Vorteile gegenüber Eclipse verschaffen.

Fun or money?

Welche Rolle spielt »Spaß« oder/und »Geld« für Software-EntwicklerInnen, und wie sieht es damit bei Freier und »kommerzieller« Software aus? Damit befasst sich eine Dissertation, die in Zürich die Doktorwürde in »Ökonomie« erbrachte – na, das ist doch mal was Sinnvolles. Auch wenn die Gegenüberstellung von »frei« und »kommerziell« eigentlich falsch ist, wie Stefan Merten vom Oekonux-Projekt bemerkt. Er hat die Arbeit gelesen und eine Auswertung in deutsch und englisch verfasst.