What is Happenning in Istanbul?

tear-gas-reutersReblogged: To my friends who live outside of Turkey:

I am writing to let you know what is going on in Istanbul for the last five days. I personally have to write this because most of the media sources are shut down by the government and the word of mouth and the internet are the only ways left for us to explain ourselves and call for help and support.

Four days ago a group of people most of whom did not belong to any specific organization or ideology got together in Istanbul’s Gezi Park. Among them there were many of my friends and students.  Their reason was simple: To prevent and protest the upcoming demolishing of the park for the sake of building yet another shopping mall at very center of the city. There are numerous shopping malls in Istanbul, at least one in every neighborhood! The tearing down of the trees was supposed to begin early Thursday morning. People went to the park with their blankets, books and children. They put their tents down and spent the night under the trees.  Early in the morning when the bulldozers started to pull the hundred-year-old trees out of the ground, they stood up against them to stop the operation.

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Berliner Energie-Volksbegehren unterschreiben!

neue-energie-volksbegehrenMal ausnahmsweise ein Aufruf: Lebst du in Berlin und hast das Volksbegehren des Berliner Energietischs noch nicht unterschrieben? Dann jetzt eine Unterschriftenliste herunterladen und unterschreiben — und sammeln! Die Verträge mit dem Vattenfall-Konzern laufen jetzt aus, so dass es jetzt die Chance gibt, die Berliner Energieversorgung wieder in kommunale Hände zu bringen und auf 100% ökologische Energie umzusteigen.

Schickt die ausgefüllten Unterschriftenlisten bis zum 10. Juni 2013 an den Berliner Energietisch, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin. Mehr Infos beim Energietisch.

Mehr zum Thema gibt’s in ein paar Tagen auf keimform.de: das Konzept einer solidarischen Energieversorgung für alle.

OPW: Frauen arbeiten am Linuxkernel

opw-logo[Repost von Ikhaya, Lizenz CC-by-nc-sa, OPW-Logo von Máirín Duffy, Liansu Yu und Hylke Bons, Lizenz CC-by-sa]

Das „OutreachProgramForWomen“ (OPW) ermutigt mehr Frauen beim Linux-Kernel mitzuwirken. Die Beteiligung war dabei viel größer als erwartet, berichtet eine Mentorin.

Hintergrund

Nachdem 2006 bereits ein ähnliches Projekt recht erfolgreich war, initiiert das GNOME-Projekt seit 2010 in regelmäßigen Abständen „OPWs“. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das „OutreachProgramForWomen”, was frei übersetzt etwa „freundliches Kontaktprogramm für Frauen in Form eines Praktikums” bedeutet. (mehr …)

Reciprocity and Stigmergy

Ecc2013-logo

During the Economics and the Commons Conference I gave a seven minute talk in the labor stream with title »Direct reciprocity versus indirect reciprocity and stigmergic polycentrism as new phenomena of socialized, needs oriented production processes«. Wow. Since this title was given to me and seems to be quite complex, I approached the topic by clarifying the notions within that title. Here is my notepad, the talk was given freely, and below you’ll find some additional remarks.

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Economics and the Commons?!

Silke Helfrich gave an important introductory talk on the Economics and the Commons Conference (May 22 – 24, 2013, Berlin). The presentation reflects the progress of self-understanding of the commons movement. After some remarks by the moderator Armin Medosch the talk starts around 5:00 showing some commons projects illustrating the variety of the commons. At 21:30 Silke enters the more conceptual part discussing what all the different approaches have in common. The presentation ends at 54:00 and is followed by a discussion. Below, I summarize some of the conceptual statements.

These are some theses Silke developed in her talk (without discussing them here): (mehr …)

Die Commons-Brille aufsetzen

oya-20-2013[Artikel aus Oya 20/2013, Lizenz CC by-sa]

von Birte Friebel

Wie lässt sich Commoning erklären? Die meisten hatten sich vor sieben Tagen erst kennengelernt. Trotzdem steckte vielen beim Abschied von der Commons-Sommerschule ein Kloß im Hals. Eine Woche gemeinsamen Lernens, Wanderns, Singens, Pläneschmiedens hatte eine Gemeinschaft enstehen lassen.

Als Jugendliche habe ich mich nie in einem politischen Umfeld bewegt. Auf eigenen Wunsch bin ich auf eine Privatschule gegangen. Was ich dort vor allem gelernt habe, waren Leistungs­bereitschaft und Marktkonformität. Erst während meines anschließenden Modedesign-Studiums entstanden zwischen Seminaren zum Urheberrechtsschutz und zu grünem Marketing Zweifel. Nach einem Praktikum in Indien war mir klar, dass ich so nicht weitermachen wollte. (mehr …)

Commons im Piraten-Programm

piratenlogoDie PIRATEN haben sich ein Programm für die anstehenden Bundestagswahlen gegeben. Darin findet sich auch ein Abschnitt (im Modul 5: Arbeit und Soziales) zu den Commons. Mal sehn, ob andere Parteien nachziehen. So liest sich der Text:

Commons (Gemeingüter): Vorfahrt für Kooperation, Selbstorganisation und Gemeinsinn

Die Piraten setzen sich dafür ein, Freiräume für Selbstorganisation zu schaffen, Verantwortung zu teilen und Institutionen nachhaltig und erfolgreich zu organisieren.

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Commons: Die Verfassung der Gesellschaft jenseits von Markt und Staat

Ecc2013-logo

Vom 23.-24. Mai findet die Konferenz »Economics and the Commons. From Seed Form to Core Paradigm« in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin statt. Die internationale Konferenz ist als Einladungsveranstaltung konzipiert und leider nicht allgemein offen. Zur Eröffnung der Konferenz gibt es am 22. Mai 2013 von 16 bis 20:30 Uhr eine öffentliche Veranstaltung mit internationalen Referent*innen (Programm von Konferenz und Eröffnungsveranstaltung hier als PDF, Keynotes der Konferenz auch als Livestream). Programm der und Anmeldung (Eintritt frei) zur Eröffnungsveranstaltung über die Seite der Heinrich-Böll-Stiftung.

 

Repräsentativsystem und Perspektiven weiterer Demokratisierung

Arbeitskreis Lokale Ökonomie HamburgEin Diskussionsbeitrag aus dem Arbeitskreis Lokale Ökonomie e.V. (AK LÖK), Hamburg

Möglichst viel Demokratie ist allerseits gewünscht. Darauf können sich viele einigen. Bei genauerem Hinsehen nimmt sich eine wirkliche, basisdemokratische Mitwirkung der Menschen an ihrer Gesellschaft bisher freilich eher bescheiden aus. So ist z.B. ein kleiner Teil der Bevölkerung nahezu dauerhaft in einer Sprecherrolle, während es der Großteil schon seit der Kindheit gewohnt ist, dass andere für ihn sprechen und handeln. Gleichzeitig stellt sich für jeden von uns ein alltäglicher gesellschaftlicher Zusammenhang durch eine Vielzahl von Kauf-Verkauf-Handlungen her.1) Das sind Vorgänge, die von Einzelnen kaum praktisch in Frage gestellt werden können, wenn sie nicht verhungern wollen.

Im folgenden soll dargestellt werden, wie die Menschen vielleicht eines Tages ihre eigenen gesellschaftlichen Zusammenhänge intensiver, direkter und weniger stellvertretend bestimmen, also wirklich »mehr Demokratie wagen« könnten. Dazu ist es aber nötig, sich die real erfahrbaren Hindernisse von dauerhafter Selbstorganisation anzusehen, um nach Möglichkeiten ihrer Überwindung zu suchen. (mehr …)

Zum 1. Mai: Film gegen die Arbeitsreligion

In seinem Film »Frohes Schaffen — ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral« attaktiert Konstantin Faigle einen heiligen Gral: die Arbeit. Ganz unausgewogen, also mit einer deutlichen Haltung, nimmt er die Absurditäten der verrückten Arbeitsgesellschaft auf’s Korn. Ab morgen in deutschen Kinos. In einer Aspekte-Sendung wurde der Film vorgestellt:

Update: Im Casablanca Nürnberg gibt’s morgen, 2.5.2013, um 19:00 Uhr eine Premierenvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion.