Eigentumsdiskussion

War jemand bei dieser Veranstaltung zum Thema Eigentum mit Sabine Nuss und Christian Schmidt und kann berichten? Es gibt ein langes und ausführliches Protokoll sowie einen Mitschnitt bei Daniel Kulla. Klingt sehr spannend.

Oekonux-Konferenz, die Vierte

Richard Stallman auf der WOS 1 [Quelle: wizards-of-os.org/archiv/wos_1.html, CC-BYSA]Nach längerer Ruhe und einigem Stress in der deutschsprachigen Oekonux-Community, hat der Maintainer des Oekonux-Projektes, Stefan Merten, nun vorgeschlagen, eine neue Oekonux-Konferenz zu organisieren. Es wäre dann die vierte ihrer Art. Als Ort wird Manchester angepeilt, wo mit Yuwei Lin eine prominente FLOSS-Forscherin die Konferenz vor Ort unterstützen kann. Die Konferenz soll in Kooperation mit der P2P-Foundation von Michel Bauwens durchgeführt werden.

Doch was ist »Oekonux« eigentlich?

Bild: Richard Stallman als »Sankt iGNUtius« auf der ersten Wizards-of-OS Konferenz, dem Ursprungsort des später »Oekonux« genannten Projektes [src]

(mehr …)

Es geht ums Ganze — aber jenseits des Kapitalismus wird nicht gedacht

Bekanntlich waren Stefan, Benni und ich von Freitag bis Sonntag auf dem „No way out?“-Kongress des „…ums Ganze!“-Bündnis ins Frankfurt am Main, zu dem es hier auch schon im Vorfeld einige Diskussionen gegeben hatte. Hier meine Eindrücke.

Das Fragezeichen im Titel („No way out?“) wurde auf dem Kongress selbst gelegentlich vergessen, was durchaus symptomatisch für die Inhalte stand, wie man sehen wird. Gemäß Kongress-Untertitel sollten aktuelle kapitalismuskritische Theorien von „(Post-)Operaismus“ bis „Wertkritik“ reflektiert und auf ihre Anwendbarkeit für linke Praxis überprüft werden — tatsächlich ließen sich auch die meisten Referent/innen mehr oder weniger klar einer dieser beiden Strömungen zuordnen. Erfreulicherweise war der Kongress (anscheinend auch für die Veranstalter/innen) überraschend gut besucht, mit mehreren hundert überwiegend jungen Teilnehmer/innen, wohl hauptsächlich aus dem Antifa-Spektrum. Schön war es auch, nette Leute wie etwa Uli Frank und Juli zu treffen 🙂

(mehr …)

Die Ums-Ganze! Kongress-Dokumentation

Ums-Ganze!-KongressSo, hier ist sie nun, die Audio-Dokumentation vom Ums-Ganze!-Kongress. Ich habe alle Podiumsdiskussionen aufgenommen, jedoch keine Workshops. Die Qualität der einzelnen ReferentInnen-Beiträge ist meistens gut, die Qualität der bloß per Raum-Mikro aufgenommenen Diskussionen meistens mies. Die Audio-Dateien werden bei archive.org gehostet, der Titel linkt jeweils zu der entsprechenden archive.org-Seite der Veranstaltung. Dort gibt’s dann verschiedene Download-Formate (OGG, MP3 oder MP3 im ZIP-Archiv) sowie Audio-Streaming. — Have a lot of fun!

(mehr …)

Kinderrepubliken

Schon etwas älter ist eine Dissertation zum Thema Selbstregierung von Kindern in Kinderrepubliken von Johannes-Martin Kamp. Neu ist allerdings dass dieses Werk, dass auch eine enorme Faktensammlung über historische Kinderrepubliken ist, im Netz als pdf erhältlich ist. Aber Vorsicht: Das Buch hat über 700 Seiten!

Der Ums Ganze!-Kongress

Ums Ganze! Kongress (Foto: Indymedia, CC-BYSA)Der »No way out? – Ums Ganze!-Kongress« ist beendet. Laut Indymedia-Bericht waren »bis zu 600 TeilnehmerInnen« dabei. Nette Formulierung, aber es war wirklich brechend voll. So viele (vor allem junge) Leute hätte ich nicht erwartet. Die Stimmung war gut, das Interesse und die Aufmerksamkeit bei den Veranstaltungen waren groß. — Ok, einen längeren Erfahrungsbericht kann, wer mag, als Kommentar notieren:-)

Ich habe (fast) alle Vorträge mitgeschnitten und werde diese nach Bearbeitung hier veröffentlichen. Noch diese Woche — versprochen. Stay tuned.

Kritik und Keimform braucht Dialektik

Hegel und MarxMarx hätte ohne Hegel die »Kritik der politischen Ökonomie« — so der Untertitel des »Kapital« — nicht schreiben können. Zu Lebzeiten hat sich Marx stets von Hegel abgesetzt, hat solche häufig zitierten Phrasen wie »vom Kopf auf die Füsse stellen« geprägt. Damit war für viele nachfolgende Generationen der Fall klar: Marx war der »Materialist«, Hegel der »Idealist«, Marx wollte »die Welt verändern«, Hegel nur »interpretieren«, Marx war der reifere Denker, Hegel der frühere und damit unreifere Philosoph. Kurz: Mit Hegel zu beschäftigen lohnt nicht, lieber gleich den Marx nehmen — oder keinen von beiden.

(mehr …)

Das ist nicht lustig

Also hat inzwischen eigentlich mal jemand der Frau Zypries ihre Frage beantwortet? Welche, na die (OGG) hier (MP3).

Wikipedia wird kompatibel zu Creative Commons

Wie Lawrence Lessig in seinem Blog berichtet, gibt es eine Absprache zwischen der Free Software Foundation (FSF) und der Wikimedia Foundation, die Re-Lizensierung von Wikipedia-Artikel unter der Copyleft-Variante von Creative Commons zu ermöglichen. Bislang stehen Wikipedia-Artikel unter der Free Documentation License (GNU FDL), die inkompatibel zu Creative Commons ist. In einer Resolution bittet das Wikimedia-Board die FSF eine neue Version der GNU FDL zu entwickeln, die kompatibel zur Creative Commons Share-Alike Lizenz ist. Beiden Lizenzen ist das Copyleft-Prinzip gemeinsam.

Im folgenden Video gibt der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die Entscheidung bekannt, Lessig tritt auch kurz auf und gratuliert.

Pay what you want

Unter diesem Motto hat ein Restaurant in Frankfurt ein von der Universität Frankfurt begleitetes Experiment gewagt. Es gab keine festen Preise fürs Mittagessen mehr, sondern jeder konnte zahlen was er wollte (Im Zweifel auch nichts). Das Experiment war so erfolgreich, dass es jetzt weitergeführt wird, obwohl es eigentlich nur auf zwei Wochen begrenzt werden sollte. Es ist wohl vor allem eine prima Werbung. So gabs dann auch heute einen großen Aufmacher im Lokalteil der Frankfurter Rundschau (leider nur begrenzte Zeit online zu lesen) dazu. Clever.