Wem gehört der Himmel — uns?

Elevate-Festival in Graz

[Fortsetzung des Berichts vom Elevate-Festival von heute, 7.11.2008]

Das zweite Panel am heutigen Tag stellte die Frage: »Gibt es einen Ausweg aus der Klimafalle?«. Das wurde — erwartungsgemäß? — die schwächste Diskussion bislang.

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Wie den Bugfix-Modus verlassen?

Elevate-Festival in Graz

Das wirklich geniale Elevate-Festival zum Thema »Commons« läuft nun zwei Tage, seit gestern darf ich mit dabei sein. Wer die Diskussionen verfolgen will, kann sich in den Live-Stream einklinken. Alle Beiträge sollen aber auch nach dem Festival als Videos zugänglich gemacht werden.

Hauptort der Debatte und der Musiksessions ist der »Dom im Berg«. Das ist ein großer hallenartiger Raum, der Teil eines Bunkersystems ist, das im 2. Weltkrieg von Zwangsarbeitern errichtet wurde. Die Bunkeranlagen wurden gesichert und ausgebaut, inzwischen kann man also durch den Schlossberg laufen. Hier kann also mitten in der Stadt in gigantischer Lautstärke Musik gemacht werden. Mir war das allerdings zu laut und dann auch zu verraucht, um länger bleiben zu können. Die Elevate-Parties gehen aber regelmäßig bis in den Morgen.

In der Diskussion »Commons of the Mind« ging es sehr harmonisch zu, die Teilnehmer_innen berichteten jeweils aus ihren Bereichen. Schön. Viel wurde von neuen commons-basierten Business-Modellen erzählt. Weniger schön. Das Publikum war hier der Treiber, in dem es hartnäckig nach den Perspektiven fragte. Ein Diskutant brachte es schön auf den Punkt, in dem er vom »Buxfixing-Mode« sprach, in dem sich die Diskussion bewegte.

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Peer-Kunst: Bericht aus Linz

Der Jacuzzi in BetriebDer Luminous-Green-Workshop in Linz war klasse. Stark künstlerisch geprägt, sehr interessant, und nette Leute! Am ersten Vormittag haben die Leute von Time’s Up sowie der befreundeten belgisch/holländischen Künstlergruppe FoAM ihre Aktivitäten vorgestellt – das hab ich leider verpasst, da ich erst gegen Abend ankam. Spannend klingt z.B. das groWorld-Projekt:

The groWorld initiative is FoAM’s interstice between ecology, culture and technology. It brings together three ‘forces’ capable of transforming the world on human and ecological scale: design, permaculture and technology. These three strands of inquiry inform and support each other, aiming to forge new symbiotic relationships between the post-industrial human societies and the rest of the Earth…

Am zweiten Vormittag hat die Berliner Künstlerin Folke Köbberling ihre Arbeiten vorgestellt, für die sie “die Stadt als Ressource” nutzt, indem sie etwa für selbstgebastelte Häuser oder öffentliche Räume übrig gebliebene Baumaterialien von Baumaterialien oder Teile aus Abrisshäusern findet und sich aneignet (ganz legal – die Leute sind meist sogar froh, wenn man ihnen ihren Müll entsorgt).

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ox4 Submission

ox4 conference logoHere’s my submission for the Fourth Oekonux Conference (the official deadline for submissions ended two days ago).

Title: Peer Production Everywhere

Subtitle: How Can We Do It And Where Can We Start?

Abstract:

I’ll talk about how commons-based peer production can be extended to all areas of life. How might a society based on peer production look like and which principles will be typical for such a society? I’ll also talk about which steps are reasonable to encourage the emergence of such a society.

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Forum in Potsdam: Alternativen organisieren!

Am Freitag und Samstag (31.10./1.11.) wird im Projekthaus Potsdam unter dem Titel “Die Krise als Chance – Alternativen organisieren!” ein Internationales Fachforum zu Solidarischer Ökonomie, Grundeinkommen, Eigenarbeit und Subsistenz stattfinden. Ich werde dort mal wieder etwas über die Peer-Ökonomie erzählen. Hier die Ankündigung:

Die Krise als Chance – Alternativen organisieren!

Internationales Fachforum zu Solidarischer Ökonomie, Grundeinkommen, Eigenarbeit und Subsistenz

Am 31. Oktober und 1. November findet im Projekthaus Potsdam ein Internationales Fachforum zu Ideen und Projekten solidarischer Ökonomie, bedingungslosem Grundeinkommen, Eigenarbeit und Subsistenzwirtschaft statt!

Alle reden von der Krise – wir organisieren die Alternativen!

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11 Arguments Against so called „Intellectual Property“

Home Sewing is Killing Fashion[Reposted from qummunismus; license: GFDL]

The Terms „Intellectual Property“ (IP) or „Intellectual Property Right“ (IPR) are used to describe rather different legal constructs. Copyright, Patent Law, Trademark Law, etc, etc..

What they have in common is that they cover rights to exclude others from the use of immaterial goods like knowledge and information. Some authors, among them them most prominently Richard M. Stallmann, argue that the term should not be used at all. On the other hand, there are a lot of points that can be brought up against the concept of IP that applies to most or all of the different legal constructs that are commonly lumped under the term „intellectual property“. So it makes sense to use a term that describes all of the laws that exist for the purpose of excluding people from the access to knowledge and information.

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Einige Thesen zur P2P-Gesellschaft

Weil Benni jetzt begonnen hat, auf Marcin Jakubowskis Arbeit hinzuweisen, der tatsächlich ein volles technologisches Programm für die Entwicklung einer P2P-Produktion auf materiellem Gebiet erstellt hat und auch in die Tat umsetzt, veröffentliche ich einige ins Unreine gedachte Gedanken, die anlässlich eines Briefwechsels mit Stefan Merten entstanden sind. Dies auch, weil meine relativ liberale Einstellung zu verschiedenen Dimensionen des „Herausarbeitens“ aus der bürgerlichen Gesellschaft zu dem Missverständnis geführt hat, ich meinte mit etwas Lokalwährung und Sozialem Unternehmertum wäre alles in Butter (siehe Bergmann-Kritik). Es geht mir im wesentlichen um die Frage, was sind die Kernstrukturen und „Konstruktionsprinzipien“ einer anderen Gesellschaft, wie wir sie von den Mustern der freien Softwareentwicklung her denken können.
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Open-Source-Bagger in Aktion

Für alle, die meinen man könnte mittels Peer Production keine materiellen Produktionsmittel produzieren und deswegen die gesellschaftliche Relevanz des Konzeptes bezweifeln.

Das ganze stammt auch von einem sehr interessanten Projekt mit einem ebenso interessanten Blog (via). Dort heisst es:

Factor E Farm. We are not a factory farm. Agricola sum. We are farmer scientists. Our life is an experiment: living sustainably, high appropriate tech, on the cheap. Why e? It is a transcendental number. We aim to transcend. We push towards open source. Factor 10 reduction in price. Or at least e. Ten times cheaper means ten times the freedom. Evolve to freedom. In these pages you will find the unfolding story of how we started with raw land, and what we are up to on an ongoing basis. This is the first experiment of Open Source Ecology. The challenge is to see how far we can reach into human prosperity on a small scale. Can we create advanced, largely self-sufficient civilization on the scale of a farm? What else is needed?

Die sechs Stufen der Krise

Alle reden über die fiese Krise. Dabei geht oft einiges durcheinander. In der marxistischen Diskussion gibt es eine lange Geschichte von Krisentheorien, die in einem Text von Thomas Sablowski sehr gut zusammengefasst wird. Er schließt mit den Worten:

„Das zeigt, dass die Kapitalakkumulation kein rein ökonomischer Prozess ist, sondern auch politische und militärische Dimensionen hat. Die politischen und militärischen Prozesse bleiben jedoch umgekehrt unverständlich, wenn sie nicht auch mit den Mitteln der Akkumulations- und Krisentheorie analysiert werden.“

Das klingt nach einem anspruchsvollen Programm. Aber man kann ja trotzdem mal anfangen. Um die „politische und militärische Dimension“ zu verstehen ist es absolut erforderlich eine historische Perspektive einzunehmen und zu schauen welche Art von Krisen wir bereits beobachten konnten und was ihre auslösenden Tendenzen sowie ihre Auswirkungen waren. Das will ich im folgenden tun.

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„Einmal Linux“ — „Bitte sehr, macht 10,8 Milliarden Dollar“

Den wilden Rechenspielchen wurde ein neues hinzugefügt: Was würde ein GNU/Linux-System kosten, wenn es proprietär neu programmiert werden würde? Ergebnis sind die in der Überschrift genannten 10,8 Milliarden Dollar. Dafür sorgen die 204.500.946 Zeilen Code der kompletten Fedora-Distribution, die untersucht wurde. Berichtet die Linux Foundation, sagt Heise.

Glücklicherweise ist das nette Zeug aber wertlos und preislos — ein freies Universalgut eben 🙂

Und was kostet »die Natur«? 33 Billionen Dollar. Wie man die Natur derart numerisch in Wert setzen kann, ist mir allerdings scheierhaft (mehr im CommonsBlog).