Kategorie: Termine

Produzieren ohne Geld und Zwang

¿Otros mundos posibles?[Versión en español]

Dieser Text ist mein Beitrag für die Konferenz „Andere mögliche Welten?“ (¿Otros mundos posibles?), die im Mai in Medellín (Kolumbien) stattfand. Alle Beiträge der Konferenz werden in einem Sammelband der Rosa-Luxemburg-Stiftung erscheinen, der Ende des Jahres in deutscher sowie in spanischer Sprache veröffentlicht werden soll.

Die Bewegung zum Commonismus

Stellen wir uns eine Welt vor, in der Produktion und Reproduktion bedürfnisorientiert zum Wohle aller stattfinden, organisiert von Menschen, die sich niemandem unterordnen müssen und sich freiwillig in die erforderlichen Tätigkeiten teilen. Ich nenne eine solche Gesellschaft Commonismus, weil ich glaube, dass darin die Commons, die Gemeingüter, eine wichtige Rolle spielen werden.

Man mag einwenden, dass eine solche Gesellschaft unmöglich sei, weil es sie noch nicht gab oder weil sie der Natur des Menschen widerspreche. Doch daraus, dass es etwas noch nicht gab, kann man nicht schließen, dass es unmöglich ist; und Argumente zur „Natur des Menschen“ übersehen, dass die Menschen nicht nur die Gesellschaft machen, sondern umgekehrt auch durch die Gesellschaft beeinflusst und geprägt werden. Ändern sich die Strukturen, ändert sich auch das Verhalten der Menschen.

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Random Hacks of Kindness in Berlin

Am 4. und 5. Juni 2011 findet der 4. Random Hacks of Kindness statt. RHoK ist ein an vielen Orten der Welt gleichzeitig und wiederholt stattfindender Programmierwettbewerb, der ein ganzes Wochenende dauert. Zum zweiten Mal wird es dabei auch im Betahaus in Berlin ein lokales Event geben.

Die RHoK-Anwendungen sollen in Krisensituationen helfen oder der Prävention und dem Schutz dienen. Dies können sowohl plötzliche Ereignisse sein (Erdbeben, Überschwemmungen, Terroristische Angriffe, Buschfeuer) als auch vorhersagbare Ereignisse (Monsunregen, Grippeepidemien…) oder auch längerfristige Krisen wie in Unruheherden, Gebieten mit chronischer Unterernährung, hohen AIDS-Raten, dauernden Dürren oder Auswirkungen des globalen Klimawandels. [via]

Kongress-Wochenende: Wachstumskritik und Marx

Gleich zwei Kongresse bzw. Konferenzen locken vom 20. bis 22 Mai 2011 nach Berlin. Zunächst ist da der Attac-Kongress »Jenseits des Wachstums?!« in der Technischen Universität Berlin, und dann die Internationale Konferenz »Re-Thinking Marx« in der Humboldt Universität Berlin. Aus Platzspar-Gründen habe ich mal beide Logos kombiniert. Ergibt das Sinn? Hätte Marx sich einen wachstumsgebremsten Kapitalismus vorstellen können?

[Update] Einen hab ich noch: Wer’s eher traditionell mag — Klassenkampf und Pulverdampf — geht über Himmelfahrt (2.-5- Juni) zum Kongress »Marx Is Muss«.

Conference on Other Possible Worlds

Conference flyer—click to enlargeI recently arrived in Colombia where I will take part in a conference that starts on 11 May in Medellín. The topic of the conference is “Other Possible Worlds? Construction of alternative policies from governments and social movements in Latin America” and it is motivated as follows (translated from original Spanish):

Why this workshop?

Recent years have been marked by multiple crises—of an economic, social, political and environmental nature. It is quite clear that the neoliberal model, based on fossil energy and consumerism, has reached its limits. Against this background it is more than reasonable to consider social and economic alternatives.

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Berlin, Hamburg, München: Vortrag, Lesung, Seminar

Bei mir stehen in den kommenden Monaten einige Veranstaltungen in verschiedenen Teilen Deutschlands an.

Zunächst halte ich am kommenden Sonntag, 6. März um 18 Uhr einen Vortrag mit Diskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „etwas fehlt“ der Jour Fixe Initiative Berlin. Veranstaltungsort ist die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) (Oranienstraße 25) in Berlin-Kreuzberg. Wie schon mehrmals in letzter Zeit geht es um Selbstorganisierte Fülle, wobei ich diesmal etwas detaillierter auf die Rolle der Produktivkraftentwicklung und das Verhältnis von Utopie und Kritik eingehen werde.

Einen Monat später nehme ich in Hamburg an den Lesetagen selbstgemacht – Vattenfall Tschüss sagen teil, die dieses Jahr erstmalig stattfinden, um gegen das mit den Hamburger Vattenfall-Lesetagen einhergehende Greenwashing zu protestieren und zugleich eine bessere Alternative zu bieten. Ich werde am Sonntag, 10. April um 16 Uhr in der Druckerei im Gängeviertel über Die Bewegung zu einer Welt ohne Geld lesen:

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Berlin: Jetzt mal ALLES offenlegen

[Update 13.2.2011, 23:00] Volksentscheid erfolgreich! Bei 27,4 Prozent Beteiligung stimmten 98,2 Prozent mit JA. Das Quorum von 25% aller Abstimmungsberechtigten wurde damit erreicht. Es ist der erste erfolgreiche Volksentscheid in Berlin.

Göttingen: Commons-Vortrag beim SDS

Die Linke.SDS Hochschulgruppe in Göttingen hat mich zum Vortrag eingeladen. Thema: »Commons-Theorie und Perspektiven des Widerstandes«. Da komme ich doch gerne! Die Veranstaltung findet statt:

Selbstorganisierte Fülle in Berlin

Das Informatikgebäude der FU Berlin (Public Domain, Quelle verlinkt)Am kommenden Donnerstag, dem 18. November um 18 Uhr (c.t.) halte ich an der Freien Universität Berlin (Hörsaal im Informatikgebäude, Takustr. 9) einen Vortrag über Selbstorganisierte Fülle:

Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, wo die Bedürfnisse der Menschen (anstatt des Profits) bestimmen, was und wie produziert wird? Wo nicht mehr verkauft und gekauft wird? Wo also auch niemand gezwungen ist, die eigene Arbeitskraft zu verkaufen, oder arbeitslos und arm zu bleiben, falls dieser Verkauf scheitert? Wo es keinen Zwang zur Konkurrenzfähigkeit gibt, der einer/einem vorschreibt, wie man sich verhalten muss, wenn man (wirtschaftlich) überleben will? Wo Knappheit überflüssig wird und es keinen Grund mehr gibt, Ideen und Wissen geheim zu halten statt sie zu teilen?

Anfänge einer solchen Gesellschaft gibt es schon heute, denn in den letzten Jahrzehnten ist eine neue Produktionsweise entstanden, die auf Kooperation und Teilen beruht. Auf dieser Produktionsweise – Peer-Produktion genannt – basieren Freie Software (wie Linux und Firefox), die Wikipedia und die Freie-Kultur-Bewegung; sie steckt hinter Freien Funknetzen und Projekten wie SETI@home.

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Kiezwandler in SO36

Die Kiezwandler in Berlin SO 36 verstehen sich als Teil der Transition-Town-Bewegung (vgl. auch transitionberlin.de). Die Kiezwandler haben eine Veranstaltungsreihe, genannt Grüner Dienstag. Das Monatsthema im November lautet: »ANDERS WIRTSCHAFTEN ~ DAS GUTE LEBEN«. Die erste Veranstaltung am 2. November ist bereits mit Erfolg gelaufen. Am 16. November bin ich mit von der Partie.

Hier nun die Ankündigung mit allen Veranstaltungen.

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Kompetenzen in kollektiver Selbstorganisation

Heute, am 3.11.2010, gibt es in der »Zwille«, einem offenen Raum an der TU Berlin einen interessanten Vortrag und Workshop (Referent: Tom Novak). Die »Zwille« befindet sich in der Fasanenstr. 1 , 10623 Berlin, Z-Gebäude, 3. Obergeschoss. Hier die Einladung:

Kompetenzen in kollektiver Selbstorganisation

In dieser Gesellschaft fallen einem Kompetenzen, die für kollektive Selbstorganisation benötigt werden, nicht in den Schoß; denn unsere Gesellschaft ist nicht so eingerichtet, dass man sich die genannten Kompetenzen beim Aufwachsen im Überfluss aneignet. Für kollektive bzw. plurale Selbstorganisation sind mindestens emotionale, motivationale, soziale und fachliche Kompetenzen notwendig.

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