Schlagwort: peer-production

Material peer production—Part 2: Free Cooperation

'From Exchange to Contributions' Cover[Diesen Artikel gibt es noch nicht auf Deutsch. Wenn du dazu beitragen willst, das zu ändert, beteilige dich bitte an der Übersetzungs-Werkstatt.]

Previous part: Effort Sharing.

Cooperation Between Projects

In the previous part, I have discussed how a project can distribute the effort required for production among those who want to benefit. With these effort sharing models, it is not necessary for participants to produce by themselves what they want to consume—if a project produces different goods (bicycles, cars, etc.), you can take part in producing a good A, and in return get access to any other good(s) B produced by the same project. This allows you to get access to various goods without having to get involved in the production of all of them.

But so far these models have only been considered in the context of a single project, which poses a problem: as consumers, people generally have many diverse needs and desires. In order to satisfy them all, you would either need a project that produces a lot of very different goods, and such a huge project might become inflexible and hard to maintain. Or you would have to contribute to lots of different projects, which would complicate your life enormously.

We can understand this problem better by regarding the different aspects which the participants of a project need to handle:

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Material Peer Production — Part 1: Effort Sharing

Book Cover[Es gibt eine deutsche Übersetzung dieses Artikels.]

Previous part: Traits of Peer Production.

The first characteristic of peer production is that the effort required to reach the goals of a project is shared among those who care enough to contribute. How this sharing is organized depends on the kind of project.

Projects creating free software or open knowledge use a style which Francis Heylighen [2007] describes as „stigmergic“ (hint-based). The work done in such projects leaves „stimuli“ or hints motivating others to continue. Examples of such hints are to-do lists, bug reports, and feature requests in free software projects; or „red links“ to missing articles and listings of „most wanted articles“ in the Wikipedia. They point participants and potential participants to the tasks that are worth doing.

This hinting system also serves as an informal mechanism for prioritizing tasks: the more people care for a task, the more likely it is to be picked up by somebody (since the corresponding hints tend to become more visible and explicit, and since people are more likely to pick up a task they wish to be done). And since everybody is free in choosing the tasks they want to do, participants will generally be more motivated than in a market-based system, where they have to follow the orders of their boss or customer. They also tend to pick up those tasks they think they are good at, ensuring that the different talents and skills of people are applied in the best possible way.

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Materielle Peer-Produktion — Teil 0: Merkmale der Peer-Produktion

Buch-Cover[This is the German translation of the original English article.]

Ist es möglich, die Peer-Produktion in die physische Welt auszuweiten und materielle Güter und Dienstleistungen auf die gleiche Weise zu produzieren wie Freie Software und offenes Wissen? Ist es möglich, dass Peer-Produktion zur primären Produktionsweise wird und damit Märkte und den Kapitalismus überflüssig macht? In meinem „Peerconomy„-Buch argumentiere ich, dass dies in der Tat möglich ist und diskutiere wie es umgesetzt werden kann. Dieser Beitrag ist der erste Teil einer kurzen Artikel-Serie, in denen die Kernideen meines Konzepts erklärt werden. Sie wurde ausgelöst durch eine Diskussion auf der englischsprachigen Oekonux-Liste. Dieser Artikel dokumentiert meine erste Mail.

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Material Peer Production — Part 0: Traits of Peer Production

'From Exchange to Contributions' Cover[Update: es gibt jetzt auch eine komplette deutsche Übersetzung dieses Artikels — danke, Stefan!]

Is it possible to generalize peer production into the physical world and to produce material goods and services in the same way as free software and open knowledge? Is it possible for peer production to become the primary mode of production, obsoleting markets and capitalism? In my „Peerconomy“ book, I argue that it is indeed possible and discuss how it can be done. This is the first part of a short series explaining my core ideas. It was triggered by discussion on the English Oekonux list. This article documents my first mail.

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Commons? Commonism!

Im sehr lesenswerten Commonsblog gibt es einen interessanten Grundsatzartikel von Silke Helfrich. Gesucht wird dort die Gemeinsamkeit ganz unterschiedlicher Prozesse von Freier Software über Artenvielfalt bis hin zur Klimadebatte im Begriff der Commons oder Allmende. Viele der Konflikte heutzutage lassen sich so verstehen als Konflikte um die institutionelle Ausgestaltung der Commons. Daran ist viel wahres und wir beackern das Thema ja auch oft. Dennoch habe ich wesentliche Kritik an diesem Vorgehen:

Obwohl der historische Begriff der Allmende nicht nur im Untertitel des Blogs prominent vertreten ist, mutet vieles seltsam unhistorisch an. Ist es nicht so, dass die Verwaltung der Commons genau deswegen zum Problem wird, weil wir in einer Gesellschaft leben, in der die Produktion unseres Lebens organisiert ist als die Produktion unabhängiger Eigentümer die sich erst über den Markt vermittelt? Wieso haben Allmenden früher lange funktioniert? Wieso waren sie lange so gut wie verschwunden kommen aber jetzt wieder ins Bewusstsein? Sind diese vielfältigen Probleme zu verstehen ohne diese Produktionsweise zu verstehen? Ich meine nein. Ich würde sogar noch weiter gehen: Wenn man diesen Aspekt aussen vor lässt sitzt man dem ganzen tief sitzenden Missverständnis in der Allmendedebatte auf. Diese wurde angestoßen durch einen biologistischen Artikel zum Thema „Tragik der Allmende“ von Garrett Hardin. Seiner Meinung nach ist es ein unausweichliches Schicksal der Allmende überausgebeutet zu werden, weil jeder einzelne Nutzer für sich immer so viel wie irgend möglich rausschlagen wird. Diese von Hardin biologistisch gesetzte Annahme ist richtig allerdings nur in eben der Gesellschaft, in der nicht die Bedürfnisse ausschlaggebend für die Entnahme sind, sondern in der Bedürfnisse als potentiell unendlich gesetzt und gemacht werden. Hardin hat Recht, aber nur im Kapitalismus. Nur der Kapitalismus ist die Universalisierung der Gier, die den Commons notwendig den Garaus machen muss. Wenn man über Commons redet, aber über den Kapitalismus schweigt, wird also immer eine gute Portion Hardin mitschwingen.

Wenn man nun aber nach einer Produktionsweise sucht, die den Commons angemessen wäre, stößt man schnell auf die Peer-Production. Diese wird üblicherweise beschrieben als auf die immaterielle Sphäre beschränkt. Sehr richtig beschreibt Silke Hefrich dagegen die vielfältigen Verschränkungen des Materiellen mit dem Immateriellen:

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Oekonux-Konferenz, die Vierte

Richard Stallman auf der WOS 1 [Quelle: wizards-of-os.org/archiv/wos_1.html, CC-BYSA]Nach längerer Ruhe und einigem Stress in der deutschsprachigen Oekonux-Community, hat der Maintainer des Oekonux-Projektes, Stefan Merten, nun vorgeschlagen, eine neue Oekonux-Konferenz zu organisieren. Es wäre dann die vierte ihrer Art. Als Ort wird Manchester angepeilt, wo mit Yuwei Lin eine prominente FLOSS-Forscherin die Konferenz vor Ort unterstützen kann. Die Konferenz soll in Kooperation mit der P2P-Foundation von Michel Bauwens durchgeführt werden.

Doch was ist »Oekonux« eigentlich?

Bild: Richard Stallman als »Sankt iGNUtius« auf der ersten Wizards-of-OS Konferenz, dem Ursprungsort des später »Oekonux« genannten Projektes [src]

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Peerconomy-Buch erschienen

Es hat etwas länger gedauert als gehofft, aber meine Einführung in die Peer-Ökonomie ist jetzt auch als gedrucktes Buch verfügbar. Wer an einem Exemplar interessiert ist, kann es ab sofort im Peerconomy-Wiki bestellen. Bei Onlinebestellung kommen zu den 9,50 EUR für das Buch (156 Seiten) noch 2,50 EUR Versandkosten, die ich leider nicht vermeiden kann (die tatsächlichen Versandkosten sind noch höher). Aber das ist dieser revolutionäre Text schon wert 🙂

Request for Comments: Die Peer-Ökonomie

Buch-CoverDer große Text, an dem ich das letzte Dreivierteljahr gearbeitet habe, ist fertig. Es geht um die Frage nach dem Potenzial der peer production – der Art und Weise wie Freie Software und Freie Inhalte produziert werden. Wir wissen, dass diese neue Produktionsweise von großer Bedeutung ist, wenn es um Software und Inhalte geht – Erfolgsgeschichten wie die von GNU/Linux, Apache oder der Wikipedia sprechen hier eine deutliche Sprache. Aber ist diese Produktionsweise nur für Informationsgüter relevant? Oder hat sie das Potenzial für mehr, möglicherweise für eine Umwälzung der gesamten gesellschaftlichen Produktion?

Die Ergebnisse meiner Überlegungen liegen jetzt unter dem Titel „From Exchange to Contributions: Generalizing Peer Production into the Physical World“ vor. Gedacht war das Ganze als längerer Artikel, aber aufgrund der Komplexität des Themas ist schließlich ein kleines Buch draus geworden!

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Freie Software produzieren

Buch »Producing Open Source Software«Obwohl schon eine Weile unter einer Creative Commons-Lizenz erhältlich, ist das Buch »Producing Open Source Software. How to Run a Successful Free Software Project« von Karl Fogel im deutschsprachigen Raum kaum rezensiert worden. Ok, das Buch wurde auf englisch verfasst, aber gleichzeitig ist es so interessant, dass es mehr Aufmerksamkeit verdient. Vielleicht erleichtert die folgende Besprechung ja den Einstieg. Übersetzungen stammen von mir.

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