Schlagwort: bewußtsein

Transparenz als Kriterium für Keimformen

Transparency
Bildlizenz: CC-NC-ND

Wir hatten ja schon öfter die Diskussion ob Bewußtheit ein Kriterium für Keimformen sein kann oder gar muß. Juli holt das Thema in einem Kommentar zu meinem Artikel über Freiräume und Keimformen nun dankenswerterweise wieder aus der Versenkung:

Auch die Frage des Bewußtseins der Beteiligten zum Unterscheidungskriterium zu machen scheint mir schwierig. So nach dem Motto: Es gibt die Freiräume, die machen was, aber wissen nicht was sie da tun. Und es gibt die Keimformen, die haben ein Bewußtsein von ihrem Tun. Quasi als Ersatz für die Klasse an sich und die Klasse für sich.

Das überzeugt mich nicht, weil es dann – harte Kriterien für Bewußtsein angelegt – so ziemlich kein Projekt gibt, das als Keimform durchginge. Überhaupt ja eine spannende Frage, inwieweit und zu welchem Grad müssen die Leute eigentlich ein Verständnis davon mitbringen, das sie grade in ner Keimform (oder neudeutsch: im emanzipatorischem Transformationsprojekt) unterwegs sind? Ist es egal, weil es um den objektiven Prozess der Veränderung geht? Oder ist es wichtig, weil es ja um bewusste Vergesellschaftung gehen soll?

das und meine aktuellen Erfahrungen mit Freiräumen bringen mich dazu ein neues Kriterium für Keimformen in die Runde zu werfen: Transparenz. Warum das?

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Silke Meyer: Reclaim Linux!

[Repost, Textquelle: sul serio #12 NETZWELTEN, Lizenz: CC by-nc-nd; Bildquelle: „No, this is not“ by LadyPain, Lizenz: CC by-nc-sa]

Seit über 20 Jahren arbeiten Menschen an einer Alternative im hart umkämpften Softwaremarkt: Linux. Hinter Linux steht kein Konzern, sondern eine Community: Sie entwickelt freie Software, damit es welche gibt, Software, die sich dadurch auszeichnet, dass sie mit Quellcode veröffentlicht wird, weiterverteilt werden darf, dass sie also transparent, kostenlos und legal kopierbar ist. Aber Linux entsteht in einem männlich geprägten und teilweise sexistischen Umfeld. Dies verhindert seine erfolgreiche Durchsetzung.

No, this is not…

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Birma-Sein und Keimform-Bewußtsein

Puh, das ist mal ne sperrige Überschrift! Ok, die Aktion „Free Birma“ haben wir wohl verschlafen. Obs schade drum ist? Keine Ahnung. Sowas ist sicherlich nicht ganz ohne Wirkung aber sicherlich wohl auch eher ein Akt der Hilflosigkeit angesichts von medientransportierter Grausamkeit am anderen Ende der Welt. Dennoch durchaus verständlich finde ich.

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Bewußt wie!

In der Diskussion zum Beitrag „Keimformen im Dienstleistungssektor“ sind wir auf einen interessanten Punkt gestoßen: Die Frage, wie wichtig das bewußte Handeln der Akteure für Keimformen ist. Überspitzt gesagt: Reicht es, wenn gilt: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ oder ist vielmehr das bewußte Handeln eine unabdingbare Vorrausetzung für Keimformen?

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