Kategorie: Commons

Shareconomy – die neue Einhegung des Teilens

streifzuege62[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]

Für die Durchsetzung des Kapitalismus war es notwendig, die Menschen durch die „Einhegung der Commons“ von ihren Subsistenzmitteln zu trennen. Zu den traditionellen Commons gehörte die gemeinschaftliche Nutzung von Naturressourcen: Wiesen, Weiden, Wälder, Wasser. Gewohnheitsrechtlich wurden sie geteilt genutzt und boten vor allem kleinen Bauernhöfen und Landarbeiter_innen ein Auskommen. Mit dieser Art des Teilens war mit der Einhegung Schluss. Freie, aber vereinzelte Lohnarbeiter_innen mussten fortan ihre Arbeitskraft verkaufen, um die Existenz ihrer getrennten, von der Warenökonomie abgespaltenen Privathaushalte zu sichern.

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We love commonism

Den Titel hab ich mir nicht ausgedacht, ist Original von den Jungen Grünen Österreich.  Hier das Video dazu:

Mit der Begründung hapert es noch:

»Commons sind Gemeingüter, also Dinge, die irgendwie allen gehören aber auch niemandem – alle können sie nutzen, wenn sie gebraucht werden. Wem was gehört und wer darüber verfügt ist nicht egal in unserer Gesellschaft. Deswegen lieben wir Commons!«

Irgendwie allen, aber auch niemandem? Irgendwie unklar, quasi…

Vortrag zu Postkapitalistische Landwirtschaft – Potentiale, Probleme, Perspektiven

In unregelmäßigen Abständen habe ich an dieser Stelle über die Perspektive post-kapitalistischer Landwirtschaft geschrieben. Vor Kurzem nun haben mich die AnStifter aus Stuttgart eingeladen einen Vortrag im Rahmen ihrer Commons-Veranstaltungreihe zu halten: Zur CSA Freudenthal und ihrer Perspektive. Dankbarerweise haben sie das ganze aufgenommen. Danke dafür Hier findet ihr übrigens alle anderen Artikel zu dem Thema. Aber jetzt erstmal bunt und in Farbe:

Book of Peer Production

Journal of Peer ProductionThe Book of Peer Production has been released as a special edition of Journal of Peer Production. It consists of papers written by presenters at the Peer Production-track at the Free Society Conference and Nordic Summit (FSCONS) in Göteborg 2014. It is cool, that all content in the book is in the public domain.

Johan Söderberg and Mathieu O’Neil explain: „In fact, the commons and peer production are two names for describing the same thing: a particular kind of labour relation. This labour relation is predicated on voluntary participation and the self-selection of tasks.“ — This is exactly what I mean by the commons as being a new elementary form (as used by Marx) of social production opposed to the commodity form.

These are the articles of the book: (mehr …)

Vermieten ist kein Teilen — Thesen zur Shareconomy

Teilen — auf denglisch: sharing — ist voll „in“. So sehr „in“, dass Merkel die Shareconomy ausrief. Nachfolgend Folien eines Vortrags zum Thema vom letzten Jahr. Dazu gibt’s leider keinen Audio-Mitschnitt. Ist vielleicht dennoch interessant. Unten dann noch ein paar Thesen zum Thema (teilweise auch in den Folien enthalten).

Und nun noch ein paar… (mehr …)

Alternativen von unten

Glücksökonomie[Auszug aus dem Buch »Glücksökonomie« von Annette Jensen und Uta Scheub, repostet unter CC-by-nc-nd]

»…Könnte nicht alles, was relokalisierbar ist, konsequent entglobalisiert und lokaler Steuerungsintelligenz zugeführt werden? Viele Probleme, die zentrale Machtagglomerate verursachen, würden durch regional angepasste Lösungen verschwinden.

Die dafür nötige Vielfalt von Projekten, Betrieben und Initiativen gibt es schon weltweit. Diese basieren auf anderen Werten als das gegenwärtige Wirtschaftssystem und durchwuchern es von allen Seiten. Das Alte dient nur noch als Steinbruch oder als Werkzeugkasten: Man nutzt, was davon noch nützlich ist.

Angetreten sind die Bewegungen nicht, um das herrschende System zu bekämpfen, sondern um das Wohlergehen der Beteiligten zu mehren. Deshalb beziehen sie sich auch nicht direkt auf den Kapitalismus – sie ignorieren ihn einfach und stellen stattdessen selbst Regeln auf. Dieses Vorgehen verschwendet die eigene Kraft nicht damit, sich an einem übermächtigen Gegner abzuarbeiten, sondern konzentriert sich auf das Entwickeln des Eigenen.

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Omnia sunt communia (»Alles gehört allen«)

Interview mit Silvia Federici, Prof. em. für Politische Philosophie an der Hofstra University, Long Island, New York; Buchautorin („Caliban und die Hexe“).

A Commons Guide for the 4th International Degrowth Conference

degrowthThis is an incomplete collection of commons-related events at the 4th International Degrowth Conference in Leipzig, which will start on September 2. There will be an enormous number of parallel events, sessions and workshops during the 3 main conference days. So, if you want to find commons-related events, the following might be useful for you. We gathered information in English and German for panels and workshops prepared by commoners or where commoners participate. Moreover, You are also invited to one (or two?) network meetings of commoners.

We are thrilled that the Degrowth Conference goes beyond the degrowth movement and opens a space to discuss commonalities and differences with other movements. So,let’s make the commons visible at the conference and use this awesome opportunity to plan for our next steps. Maybe in a not so far future, the Commons Movement will organize a movement congress as well. Leipzig might be an example.

Read more at the CommonsBlog…

Sadly, my own event collides with a scheduled networking meeting among commoners and also several other commons-related events. There is just too much going on in parallel 🙁

Kapitalismus ohne Wachstum?

neues-deutschland[Erschienen in der Kolumne »Krisenstab« im Neuen Deutschland vom 18.8.2014]

Stefan Meretz zum Degrowth-Kongress in Leipzig

Vom 2. bis 6. September treffen sich 2500 Aktivist_innen in Leipzig zur Degrowth-Konferenz. Degrowth? Das ist schwer zu übersetzen, Vorschläge reichen von Postwachstum, Schrumpfung oder Wachstumswende bis zu Entwachstum. Es geht um eine Gesellschaft, die »unabhängig von Wirtschaftswachstum ein gutes Leben für alle ermöglichen« kann – so die Organisator_innen. Geht das?

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