Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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»Alles kappes«

Das ist ein Remake einer entsprechenden US-Kampagne — PRO Wahlbeteiligung versteht sich. Irgendwie soll das ironisch sein oder so, und viral. Eine Auflösung kommt bestimmt. Aber eigentlich finde ich das »nicht wählen« ganz überzeugend vorgetragen — bis auf den Typen (muss man die kennen?), der die »Wirtschaft« für das »freie Leben« hält, wo man hin gehen solle — örgs, dann doch lieber wählen gehen. Vielleicht, oder doch nicht?

[Update: Mäßiger Video-Kommentar »Nicht rausgehen« — soll das jetzt um die Ecke die Vergeblichkeit des Nicht-Wählens illustrieren? Oder fehlende Ironie ironisieren? Oder so?]

[Update2: Die Auflösung der »Ironie« ist … schwach]

Kategorien: Medientipp

22. Juli 2009, 14:05 Uhr   8 Kommentare

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Atavare der Welt, vereinigt euch!

UNI unterstützt IBM-Streik in SLDer Betriebsrat von IBM-Vimercate in Italien ruft dazu auf, die IBM-Repräsentanz in Second Life (SL) zu bestreiken. Der Termin soll im September sein, wird aber erst kurzfristig bekanntgegeben. Ziel ist, tarifliche Standards zu verteidigen und das Projekt einer IBM-Weltgewerkschaft voranzutreiben. Der Dachverband UNI, auch in SL vertreten, organisiert eine virtuelle Unterstützung und hat ein Strike-Kit und Trainingsprogramme vorbereitet — alle SL-User können mitmachen.

[mehr hier und hier (engl.)]

Kategorien: Soziale Netzwerke

7. September 2007, 13:27 Uhr   2 Kommentare

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„Die Sehnsucht nach dem anderen Leben“

Manchmal entdeckt man Keimformfans an Orten, wo man sie nun wirklich nicht vermutet. So steht in der ja nun wirklich nicht gerade als kapitalismuskritisch bekannten Welt über Second Life:

In der Sturheit, mit der Second Life das Real Life untermauert, ist es vielleicht ein Zeichen von Anarchie und Zerfall. Irgendwann wird es einige Frage provozieren: wozu Geld? Warum Ungleichheit? Warum jeden Tag sich ins Büro schleppen? Irgendwann.

Hoffentlich bald 🙂

Kategorien: Arbeit & Freiheit

12. Februar 2007, 15:01 Uhr   9 Kommentare

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Handel mit virtuellen Gütern

Virtueller Handel (ala ebay) ist ja längst Alltag, der Handel mit virtuellen Gütern jedoch hat immer noch was exotisches. Über die in China in Kinderarbeit erzeugten virtuellen Güter berichtete ich ja schon. Inzwischen scheint es auch in Deutschland Firmen zu geben, die diesem Gewerbe nachgehen. Über die rechtlichen Probleme in diesem Zusammenhang schreibt jetzt die Financial Times Deutschland:

„Das Bürgerliche Gesetzbuch geht davon aus, dass ein Gegenstand körperlich ist“, sagt Krasemann, „dass man ihn also anfassen kann.“ Es reiche nicht, wenn das virtuelle Ich ihn berühren könne. Rechtlich gesehen kann es im Spiel keinen Diebstahl geben – denn genau genommen existiert nichts, was entwendet werden könnte.

Kategorien: Eigentumsfragen

5. Februar 2007, 21:42 Uhr   1 Kommentar