Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Was ist eigentlich „solidarisch“ an der „Solidarischen Landwirtschaft“?

Prinzipien für eine Solidarische Landwirtschaft die über die Geldlogik hinaus weist.http://superpolar.org/wp-content/uploads/2013/02/nclarge.png

Prinzip:

Bedarfserhebung im Unterstützer*Innen-Kreis

 Umsetzung:

  • Zur Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft wird der Bedarf der Unterstützer*Innen an verschiedenen Produkten erhoben. Dann wird jährlich eine Befragung unter den Unterstützer*Innen durchgeführt, in der deren Zufriedenheit mit Menge und Qualität der Produkte festgestellt wird. So nähern sie die Bäuer*Innen in der Anbauplanung immer weiter dem exakten Bedarf der Unterstützer*Innen an.

Warum:

  • Trotz Marktforschung wird in der Marktwirtschaft ins Blaue hinein produziert. Weil man weiß nicht was die Konkurrenten tun. Es gibt keine Bedarfserfassung sondern man hofft, dass man seine Waren, loswird. Wenn das nicht klappt greift man zum Marketing. Und dann landet der Großteil des Produzierten auf dem Müll. All das ist absurd und sollte in der Solidarischen Landwirtschaft anders sein.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke

18. Juli 2013, 09:45 Uhr   8 Kommentare

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Endliche Ressourcen als Gemeingut

technik_klWas wäre wenn … wir über die Nutzung von Bodenschätzen global, gemeinsam und gleichberechtigt entschieden? Einige konkrete Überlegungen wie ein Commoning rund um endliche Ressourcen aussehen könnte. Der Artikel findet sich auch im lesenswerten Büchlein “Herrschaftsfrei Wirtschaften”. Zur emanzipatorischen Technikkritik jenseits der Ressourcen-Problematik sei das Heft „Technik. Für ein gutes Leben oder für den Profit?“ empfohlen.
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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit

1. März 2013, 07:00 Uhr   4 Kommentare

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Berlin: Jetzt mal ALLES offenlegen

[Update 13.2.2011, 23:00] Volksentscheid erfolgreich! Bei 27,4 Prozent Beteiligung stimmten 98,2 Prozent mit JA. Das Quorum von 25% aller Abstimmungsberechtigten wurde damit erreicht. Es ist der erste erfolgreiche Volksentscheid in Berlin.

Kategorien: Termine

11. Februar 2011, 06:24 Uhr   Kommentieren

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LibreOffice: Basar statt Kathedrale

Die Botschaft ist eindeutig:

Liebe Unternehmen, die ihr Geld rund um Freie Software machen wollt: Wenn ihr nicht versteht oder verstehen wollt, wie die Entwicklung Freier Software funktioniert, dann müssen wir uns leider von euch trennen.
Eure Communities.

Im Herbst 2010 kam es zu einem Fork des alten OpenOffice.org-Projekts und zur Gründung von LibreOffice-Projekts. Ich sag’s mal etwas deutlicher, als es die Autoren des iX-Artikels »Die Freiheit, die ich meine…« tun: Hauptsponsor Oracle hat’s nicht geschnallt und total versaut — ein Lehrbeispiel!

Und so geht die Geschichte: Es war einmal…

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Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen

1. Februar 2011, 07:01 Uhr   7 Kommentare

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Community Anti-Patterns

Dave Neary, langjähriges Mitglied der GNOME-Foundation und Maintainer von maemo.org, hat auf der MeeGo-Konferenz im November 2010 einen interessanten Vortrag zur Frage gehalten, wie eine Community scheitern kann. Er wählte dafür den Begiff »Anti-Patterns« (nach Christopher Alexander), also etwa »Muster destruktiven Verhaltens«. Viele (nicht alle) der aus der Software-Entwicklung gewonnenen Beobachtungen lassen sich auf andere commons-basierte Projekte übertragen.

Zu Beginn des Vortrags erklärt Dave den Begriff »Pattern« (»Muster«) mit einem Picasso-Zitat: »Good artists copy, great artists steal« (»Gute Künstler kopieren, großartige Künstler stehlen«). Wenn man ein Muster von etwas wirklich versteht, dann nimmt man es in sich auf (»stiehlt es«) und verwendet im eigenen, neuen Sinn weiter, anstatt das unverstandene Muster nur nachzuahmen (»zu kopieren«).

Der Witz ist nun: Nachahmung funktioniert in Communities nicht! Aus bloßer Nachahmung können stattdessen Anti-Patterns entstehen, die Dave Neary dann in 8 Punkten beschreibt — inklusive Vorschlägen (die sich v.a. an Maintainer richten), damit umzugehen.

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Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen

18. Januar 2011, 07:24 Uhr   5 Kommentare

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NKL ist nicht nur eine Lotterie

[Nachfolgender Artikel ist ein Repost aus Contraste 310/311, mit freundlicher Erlaubnis der Autor_innen von »Le Sabot«, der mobilen Mitmach-Küche (Lizenz: CC-by-nc).]

Verwunderung am Frühstückstisch: toller Brunch am letzten Tag vom Camp, aber wo sind die obligatorischen Spendeneimer? Auch die lautstarken Ansagen der Vokü-Crew sind nicht zu hören. Statt dessen voll geladene Tische, Bratkartoffeln, Müsli, Sojamilch, Grießbrei, Brot und Burger. Lecker…trotzdem, die Verwunderung weicht nicht. Irgendwie muss das Essen doch bezahlt werden? Muss es nicht! Die Vokü ist Teil eines Netzwerkes, welches Nicht-Kommerzielle Landwirtschaft (NKL) betreibt. Dieses Netzwerk besteht gleichermaßen aus Erzeugern und Verbrauchern, die Grenzen sind fließend. Es ist eine große Bedarfsgemeinschaft aus den verschiedensten Teilen der Nahrungskette. Die Vokü versteht sich ganz klar als Teil davon, aber auch die Campteilnehmer_innen sind ein Teil.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Inhalte, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit

8. Juli 2010, 07:30 Uhr   6 Kommentare

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Transparenz als Kriterium für Keimformen

Transparency

Bildlizenz: CC-NC-ND

Wir hatten ja schon öfter die Diskussion ob Bewußtheit ein Kriterium für Keimformen sein kann oder gar muß. Juli holt das Thema in einem Kommentar zu meinem Artikel über Freiräume und Keimformen nun dankenswerterweise wieder aus der Versenkung:

Auch die Frage des Bewußtseins der Beteiligten zum Unterscheidungskriterium zu machen scheint mir schwierig. So nach dem Motto: Es gibt die Freiräume, die machen was, aber wissen nicht was sie da tun. Und es gibt die Keimformen, die haben ein Bewußtsein von ihrem Tun. Quasi als Ersatz für die Klasse an sich und die Klasse für sich.

Das überzeugt mich nicht, weil es dann – harte Kriterien für Bewußtsein angelegt – so ziemlich kein Projekt gibt, das als Keimform durchginge. Überhaupt ja eine spannende Frage, inwieweit und zu welchem Grad müssen die Leute eigentlich ein Verständnis davon mitbringen, das sie grade in ner Keimform (oder neudeutsch: im emanzipatorischem Transformationsprojekt) unterwegs sind? Ist es egal, weil es um den objektiven Prozess der Veränderung geht? Oder ist es wichtig, weil es ja um bewusste Vergesellschaftung gehen soll?

das und meine aktuellen Erfahrungen mit Freiräumen bringen mich dazu ein neues Kriterium für Keimformen in die Runde zu werfen: Transparenz. Warum das?

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Kategorien: Freie Software

8. September 2008, 10:30 Uhr   Kommentieren