Schlagwort: commons based peer production

Der Versuch, die Geschichte auf unsere Seite zu ziehen

Streifzüge Nr. 60/2014[Dieser Artikel erschien nicht in der Printausgabe. Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Zur Kritik des Keimform-Ansatzes

Von Simon Sutter

Der Keimform-Ansatz wird als eine (dringend nötige) Alternative zu bekannten Transformationstheorien gehandelt. Wer Revolutionsromantik und Reformismus beiseite lassen will, findet in ihm einen Weg, emanzipatorische Transformation anders zu denken. Dieser Text hat nicht die Absicht, die Keimformtheorie als überholt oder falsch darzustellen, sondern will einige Aspekte des Keimform-Ansatzes einer kritischen Reflexion unterziehen.

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Home Stories: Keimformen, Wünsche und Zufallsfunde

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Einem lieben Wunsch kann leicht passieren, dass er etwas findet, was er zu schnell für das Gesuchte hält. Columbus glaubte bis an sein Lebensende daran, 1492 den Seeweg nach China (das damals zu „Indien“ zählte) entdeckt zu haben, obwohl er auf einem ganz anderen Kontinent gelandet war. Manchmal ist es sicherer, auf unerwartete oder gar unerwünschte Entdeckungen zu setzen.

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Die Commoners als Klasse?

Der Keimformtheorie fehlt das historische Subjekt. Es gibt durchaus grobe Skizzen davon, was sich ändern muss (Besitz statt Eigentum, keine getrennte Privatproduktion, Demonetarisierung, …) und sogar wie das von statten gehen soll (Commons Based Peer Production) und wie nicht (ohne Markt und Staat), und in diesem Blog kann man sie sehr materialreich nachverfolgen.

Gegenüber der klassischen Transformationsvorstellung des Marxismus-Leninismus bleibt aber eine entscheidende Leerstelle: Es fehlt die Antwort auf die Frage wer der Träger der gesellschaftlichen Transformation vom Kapitalismus in eine freiere Gesellschaft („Kommunismus“, „Commonismus“, whatever …) sein sollte. Das nennt man gemeinhin die Frage nach dem „historischen Subjekt“.

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Besondere Umstände, Episode 0

Antje Schrupp und ich haben jetzt einen Podcast. Wir haben u.a. auch über Elinor Ostrom und die Commons, Wikipedia, Feminismus, den Kapitalismus und andere für dieses Blog relevante Themen gesprochen (aber auch noch über alles mögliche andere).

Commons als Grundlage einer neuen Produktionsweise

Das ist der Titel meines Vortrags bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Da die Audio-Aufzeichnung vor Ort misslang, habe ich den Text neu eingesprochen, um daraus den folgenden Slidecast (Folien + Ton) zu erzeugen.

Download der Folien (ODP)

Einige Bilder von der Veranstaltung gibt’s in der Zukunftswerkstatt Jena.

Commons Based queer Production

Auf diesem Schild bin ich das erste mal dem vom üblichen „Commons Based Peer Production“ abweichenden Begriff „Commons Based queer Production“ begegnet. Ich bat die Schildermaler_innen um eine Erläuterung. Here we go:

Mit dem Begriff “commons based queer production” beziehen wir uns auf die bei oekonux, keimform und anderen ausgearbeiteten Konzepte einer neuen kommunistischen Produktionsweise jenseits von Staat und Markt. Die Idee wurde angesichts tatsächlicher Produktionen im Bereich freier Software entwickelt, die auf offenen Codes und freiwilligen Beiträgen beruhen. Die “peers” kommunizieren untereinander über die zu erledigenden Aufgaben und Ziele, wie auch über die Mittel zu ihrer Erreichung. Die erstellten Produkte können frei zirkulieren (können frei heruntergeladen und kopiert werden), werden also nicht warenförmig. (mehr …)