Viele Eisbären auf Spitzbergen finden durch die früh schmelzende Arktis kein Packeis mehr, wodurch sie zunehmend verhungern. Quelle: Andreas Weith / Wikimedia, 2015, CC BY-SA 4.0.
Hier dokumentiere ich den Anfang meines Artikels “Linkslibertäre Perspektiven im Angesicht des Kollaps”, erschienen in der Ausgabe Nr. 13 der undogmatisch-libertären Online-Zeitschrift espero (S. 25–63). Der Artikel ist Teil des von mir betreuten Themenschwerpunkts Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive.
Das Wachstum und seine Grenzen
Wachstum ist das zentrale Element im Kapitalismus. Wo es kein oder nur wenig Wachstum gibt, gibt es Krise, da das vorhandene Kapital nicht komplett profitabel verwertet werden kann. Ein Problem, das aufgrund der wirtschaftlich stagnierenden Lage in Deutschland mit derzeit sehr wenig Wachstum gerade wieder in aller Munde ist.
Die Moai-Statuen auf den Osterinseln, ein Symbol für ökologischen Kollaps und menschengemachte Umweltzerstörung. Quelle: Aurbina, Wikimedia, 2004, gemeinfrei.Vor einigen Tagen ist die Ausgabe Nr. 13 der undogmatisch-libertären Online-Zeitschrift espero erschienen. Sie enthält den von mir betreuten Themenschwerpunkt Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive. Im Folgenden dokumentiere ich meine Einleitung in den Schwerpunkt, die auf S. 21–24 der PDF-Ausgabe zu finden ist. Die Links verweisen jeweils auf die Seite, auf der der genannte Artikel beginnt.
Klima im Kollaps – libertäre Perspektiven auf die Katastrophe
Einleitung des Gastherausgebers
Die Klimakatastrophe – oft auch als Klimakrise, Klima-Umbruch oder Klimakollaps bezeichnet – ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensgrundlagen weltweit und stellen bestehende soziale, politische und ökonomische Systeme fundamental in Frage. Der vorliegende Schwerpunkt versammelt libertär-emanzipatorische Perspektiven auf die Katastrophe, die im öffentlichen Diskurs meist an den Rand gedrängt werden. Statt auf staatliche Steuerung oder die Versprechen eines „grünen“ Kapitalismus zu setzen, fragen die Beiträge nach den tieferen Ursachen der Krise in Herrschaftsverhältnissen, kapitalistischer Wachstumslogik und einem zerstörerischen Verhältnis zur Natur. Damit verschiebt sich auch die Frage nach der Zukunft: Nicht, wie das Bestehende „nachhaltig“ verwaltet werden kann, sondern welche anderen Formen des Lebens, Produzierens und Zusammenhandelns unter den Bedingungen des Klima-Umbruchs nötig und möglich werden.
Recently, a friend pointed me to an animation describing the inherent self-destructive elements of capitalism — while not naming what it is: capitalism. The animation has ten parts and is called »synergy«, and — nomen est omen — tries to describe the interwoven dynamics of a society which is inherently »corrupt« . First, I associated the word »corruption« which a personal defective behavior, but it is meant systemically: social corruption. However, I think, »social disruption« would fit better. And: Don’t expect any solutions, it only describes our society by using absolutely great animations! I wish, I could do animations that way! The creator is Marian Thomas.
Aus Gablers Wirtschaftslexikon, Stichwort Wirtschaft:
Ziel der Wirtschaft ist die Sicherstellung des Lebensunterhalts und, in ihrer kapitalistischen Form, die Maximierung von Gewinn und Lust mithilfe unternehmerischer Freiheit, zugleich die Erzeugung von Abhängigkeit, ob von Anbietern oder Produkten, und Wachstum, bis zum (nicht unbedingt gewünschten, aber erwartbaren) Kollaps des Systems.
The following animation describes why capitalism with its infinite growth model will collapse. It presents many data in an easily comprehensible way (including such complex things like EROEI). The conclusion is quite desillusioning. [credit] [script] [via]
Franz Hörmann, professor at University of Economics in Vienna, has rocked the boat with his theses on the breakdown of the monetary system [1|2|3|4, in german]. The breakdown shall happen this year. And then? WienTV made an interview with Hörmann after a screening of the new movie Zeitgeist Moving Forward (with english subtitles):
Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuni Wien, hat mit seinen Thesen vom Zusammenbruch des Währungssystems schoneinigenStaubaufgewirbelt. Dieses Jahr soll’s passieren. Und dann? WienTV hat ein Interview mit Hörmann gemacht (im Anschluss an eine Veranstaltung zum Zeitgeist-Film Moving Forward):