Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Ein Viertel der Welt-Biomasse ist bereits kommodifiziert

Klicken zum VergrößernKommodifiziert = in Wert gesetzt. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Drei Viertel sind es noch nicht. Aber die Konzerne sind dran:

»Ungefähr ein Viertel der Welt-Biomasse wurde bereits kommodifiziert. Mit einem extremem genetischen Engineering sehen wir neue Unternehmensstrategien sich die anderen drei Viertel der Welt-Biomasse unter den Nagel zu reissen und zu kommodifizieren, die bisher noch jenseits der Marktökonomie verblieben sind.« (Eigene Übersetzung)

Schreibt Pat Mooney, Gründer der ETC Group. Mehr dazu und was im neuen Report »Wem gehört die Natur« (englisch: PDF) steht, könnt ihr im CommonsBlog lesen.

Kategorien: Commons, Feindbeobachtung

13. November 2008, 13:20 Uhr   2 Kommentare

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Open Source Biotech?

Rob Carlson schreibt in einem Artikel, dass es jede Menge Parallelen zwischen Moores Law und der technologischen Entwicklung im Biotech-Sektor gäbe. Die Fähigkeiten der Gen-Sequenzer verdoppeln sich seiner Ansicht nach genauso wie Transistoren auf dem Chip.

Die Folge: Das Gen-Labor in der Küche für jeden der will ist nicht mehr weit weg. Das wirft natürlich enorme Probleme auf. Gatacca erscheint bei dieser Perspektive eher als harmlose Zukunftsvision.

Carlson setzt auf einen Open-Source-Ansatz um diesen Problemen gerecht zu werden, weil Verbote die billige Biotech nur in einen unkontrollierbaren Schwarzmarkt treiben würden:

The best way to keep apprised of the activities of both amateurs and professionals is to establish open networks of researchers, perhaps modeled on the Open Source Software (OSS) movement, and potentially sponsored by the government during their embryonic phases. The Open Source development community thrives on constant communication and plentiful free advice. This behavior is common practice for professional biology hackers, and it is already evident on the Web amongst amateur biology hackers.14 This represents an opportunity to keep apprised of current research in a distributed fashion. Anyone trying something new will require advice from peers and may advertise at least some portion of the results of their work. As is evident from the ready criticism leveled at miscreants in online forums frequented by software developers (Slashdot, Kuro5hin, etc.), people are not afraid to speak out when they feel the work of a particular person or group is substandard or threatens the public good. Thus our best potential defense against biological threats is to create and maintain open networks of researchers at every level, thereby magnifying the number of eyes and ears keeping track of what is going on in the world.

Ich bin da ja eher skeptisch. Auch Handfeuerwaffen sind billig und ich wünschte mir, sie wären verbotener als sie es sind.

Kategorien: Commons, English, Freie Software, Medientipp

17. Juli 2008, 12:17 Uhr   1 Kommentar