Kategorie: Theorie

Pattern 1: Beyond Exchange

This is part 1 of a weekly series of articles to appear in the journal Critical Studies in Peer Production (CSPP). In the series I try to describe analytical patterns developed by the Oekonux Project since over ten years of research on Free Software and commons-based peer production. Please visit the introducing part for the background.

Pattern 1: Beyond Exchange

Free Software, or more generally, commons-based peer production is not about exchange. (mehr …)

Peer Production and Societal Transformation

The new journal Critical Studies in Peer Production (CSPP) invited me to submit a debate paper for the next issue on Free Software. In this paper I try to describe analytical patterns developed by the Oekonux Project since over ten years of research on Free Software and commons-based peer production. The paper being part of the next CSPP issue should be released in December 2011, but according to the release-early practices in Free Software, I will publish the patterns in a series of weekly blog posts. I will extensively use cross-linking between these pattern posts. First, most of the links will not work, since futures patterns still reside in the publishing queue, but more and more links will function as the referenced pattern posts appear — please have a litte patience. Now, let’s start with the abstract, introduction, credits, and literature.

Ten patterns developed by the Oekonux Project

[Italian version]

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Knappheit ist künstlicher Mangel

Die nach meinem Artikel »Piraten und Knappheit und Eigentum« angestoßene Diskussion möchte ich gerne in einem eigenen Artikel fortsetzen (und dabei die Piraten weglassen). The User fragt mich:

Wie definierst du denn Knappheit?

So: (mehr …)

Commons

Es ist schwer, ein verständliche deutsche Übersetzung für Commons zu finden. Das Wort Gemeingut oder Gemeingüter, was wir auch hier öfter mal als Übersetzung nehmen, ist dafür nicht wirklich gut geeignet, weil es immer wieder die gleichen Verwechselungen hervorruft: »Ein Gemeingut ist ein Gut, das allen gemeinsam gehört«. Das ist zwar nicht völlig falsch, aber so grandios unterbestimmt, dass es dann am Ende doch falsch wird. Warum? Weil ein Commons kein Gut ist, sondern eine soziale Form mit Ressourcen und Gütern umzugehen.

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Commons und die Machtfrage

Dem Commons-Diskurs wird häufig vorgeworfen, er würde die Machtfrage unberücksichtigt lassen. Dabei ist natürlich die Frage, was man unter »Machtfrage« versteht. Bei Wikipedia heißt es, Macht bezeichne

….einerseits die Fähigkeit, auf das Verhalten und Denken von Personen und sozialen Gruppen einzuwirken, andererseits die Fähigkeit, Ziele zu erreichen oder sich äußeren Ansprüchen nicht unterwerfen zu müssen. Die beiden Sichtweisen werden auch als „Macht über“ und „Macht zu“ bezeichnet.

Das ist eine wichtige Unterscheidung! Traditionell-links wird die Machtfrage als Frage der »Macht über« gestellt. Die Commons hingegen stellen die Machtfrage als Frage der »Macht zu«. Das arbeitet die Commons-Aktivistin Brigitte Kratzwald in dem ausgezeichneten Text heraus und setzt sich dabei insbesondere mit der Macht-über-Frage, wie sie traditionell die Arbeiter*innenbewegung stellte, auseinander. Leseempfehlung: »Wie werden wir mächtig?«

[Update] Tipp: Veranstaltung mit Brigitte Kratzwald in Berlin: Gemeingüter – ein anderes Betriebssystem für unsere Gesellschaft?, Freitag, 23.9.11, 19:30 Uhr, Restaurant Merhaba im Haus der Demokratie, Veranstaltungsraum 1. Etage Vorderhaus, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Veranstalter: Grüne Liga e.V.

Wie traditionelle Denkformen überwinden?

Im Vorfeld des Artikels »Kapitalistische Keimzellen?« des Autors »libertär« — wie schon von Franz erwähnt — Diskussionen darüber, ob der Text überhaupt erscheinen könne. Viele empfanden ihn inhaltlich (traditionalistische Argumentation) und stilistisch (autoritärer Tonfall) als nicht zu keimform.de passend. Der Autor hat den Artikel daraufhin überarbeitet. Es hat sich einiges verändert, anderes ist gleich geblieben. Im folgenden folgt eine längere Befassung mit einzelnen Punkten. Anderes findet sich in den Kommentaren zum Ursprungsartikel.

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Kapitalistische Keimzellen? – Bemerkungen zu Defiziten der Commons

Ich werde versuchen, auf einige Fehlentwicklungen in den Keimformen hinzuweisen. Die Gemeinschaften der Peerökonomie scheitern daran, einen Kurs in eine nicht-kapitalistische Ökonomie einzuschlagen. Die Gründe dafür sind, dass ihre Theorie keinen prinzipiellen Widerspruch zwischen der commonistischen und der kapitalistischen Ökonomie erkennt, eine Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln nicht vorsieht und eine Überwindung der Herrschaft einer Klasse und des Staates nicht anstrebt. Entsprechend fehlt auch eine revolutionäre Praxis. Eine Kritik der Commons scheint mir angebracht, weil die Commons als emanzipatorische Bewegung in den dominierenden kulturellen Modus unserer Zeit eingepasst sind. Diese Bewegung ist zu aussichtsreich geworden, um über ihre Nachlässigkeiten noch hinwegzusehen. Derzeit dürfte mit den Commons eine alternative Ökonomie gedacht und praktiziert werden, die das Potenzial hat, revolutionären Charakter anzunehmen. (mehr …)

Die Debatte um Commons und Gemeingüter

Das Denknetz aus Zürich hat seinen aktuellen Infobrief (PDF-Download) zum Thema der Gemeingüter herausgegeben. Wer sich in die Commons-Debatte reindenken will, findet in dem Infobrief ein ausgezeichneten Überblick. Das sind die Themen:

I. Einleitung: Die politische und historische Dimension der Commons-Debatte

II. Definition: Was sind Commons?

III. Die Debatte um Commons

  • Freie Softwareproduktion als commonsbasierte Peer-Produktion
  • Spezialfall oder generalisierbares Modell zum „Commonismus“
  • Das „Gemeinsame“ in der Theorie des Postoperaismus
  • Die Debatte um geistiges Eigentum und Urheberrechte
  • Gemeingüter als Steigbügelhalter des Kapitalismus?

IV. Diverses

The Emergence of Benefit-driven Production

OKCon logoThe following paper was written for the Proceedings of the 6th Annual Open Knowledge Conference (OKCon 2011) which took place about a month before in Berlin. It is also available in PDF format.

Abstract

The free software and free culture movements have radically changed the ways of producing software and knowledge goods. In many cases, participation in such project is benefit-driven rather than profit-driven. Participants get involved in order to realize some practical or social benefit, not because of monetary gains. Another difference from market- and firm-based production is that peer production is non-hierarchical: people voluntarily cooperate as peers; there are no fixed employer/employee or client/contractor relationships. And peer production is based on commons: goods which are jointly developed and maintained by a community and which are shared according to community-defined rules.

Peer production is not just about producing knowledge: Hackerspaces and Fab Labs are the first forerunners of a commons-based production infrastructure. While commons-based peer production reaches beyond capitalism, the preconditions of its development are created by capitalism itself. The paradoxical relationship of capitalism to human labor leads to developments that might make the concept of labor (as we know it today) obsolete, and with it capitalism itself.

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Producir sin dinero y coerción

¿Otros mundos posibles?[Deutsche Version]

El texto que sigue es mi ponencia para la conferencia “¿Otros mundos posibles?” que tuvo lugar en Medellín (Colombia) en mayo del corriente. Todas las ponencias de la conferencia se van a publicar en una antología
de la Fundación Rosa Luxemburgo, en alemán y español.

La “producción entre pares basada en bienes comunes” (commons-based peer production)

Traducción: Raul Celik; redacción: Laura Rojas

Imaginémonos un mundo en donde la producción y la reproducción se basan en las necesidades de todos y son organizadas por personas libres que se reparten voluntariamente las actividades necesarias. Esta sociedad llamo commonism (deducido de commons, en español bienes comunes), considerando que los bienes comunes, jugarán un rol importante en ella.

Ahora se podrá objetar que tal sociedad será imposible porque todavía no ha existido o porque contradice a la naturaleza del ser humano. Pero del que una sociedad de este carácter todavía no haya existido, no se puede deducir que sea imposible. De igual manera, los argumentos sobre la “naturaleza del ser humano” desconocen que no solo los seres humanos hacen la sociedad sino que, a la inversa, los seres humanos también son influenciados y marcados por la sociedad. Es decir, los cambios de las estructuras también cambian el comportamiento de las personas.

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