Run for openess

Niall Kennedy liefert uns eine Vorschau auf die Google Reader API, die in den kommenden Wochen offiziell von Google veröffentlicht werden soll. Sie bietet Zugriff auf Googles RSS-Datenbestand und ermöglicht die schnelle und einfache Entwicklung unterschiedlichster Feed-Reader; Google Reader selbst (aka “Lens”) sei lediglich als Demo-Anwendung zu verstehen.

Zusätzlich bietet die API Zugriff auf eine von Google in das ATOM-Format normalisierte Version aller vorhandenen RSS-Feeds, was die Einbettung selbiger in Fremdanwendungen wesentlich vereinfachen sollte (da man sich nicht mehr um zig verschiedene Feed-Formate und/oder kaputte Feeds kümmern muss).

Das ganze illustriert die Notwendigkeit der „großen Player“ so viel Nutzen und damit Offenheit wie möglich zu generieren.

mparaz: Nice work, pitting G against Y! in the race for openness!

Niall Kennedy: I think Yahoo! and Google are interested in opening up their feed backend in the same ways they expose maps data and other information. The first step is to expose the data, ask „why not?“ and allow other developers to express their interest in using the data.

Interessant auch die Emergenz im Prozess:

Greg Linden: This was undocumented by Google and seems to be intended for their own apps. Using this seems risky, I’d think, with high likelihood of getting shut down if you built anything that was available publicly or generated noticeable levels of traffic.

Niall Kennedy: Google Maps API came after the JavaScript had been reverse-engineered and posted across the Internet with significant interest. I’d like to start a conversation about feed APIs and generate some interest in the data before a formal program is announced.

Ich finde das ganze aus noch einem Grund interessant. Aggregation und damit kritische Masse braucht Standards. In einem dezentralen System wie dem Web setzen die sich nur per emergenter Entwicklung durch, d.h. genug Nutzer müssen sie nutzen damit sie genutzt werden. Die „großen Spieler“ treiben die Entwicklung zu Standards, indem sie versuchen dem Nutzen hinterher- und vorauszulaufen.

Letztendlich implementieren die einzelnen Insel-Lösungen (Software-Projekte, große Foren etc) diese Standards und emanzipieren sie so.

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