Mobile P2P-Kommunikation

geschrieben von Stefan Meretz am 16. Februar 2011, 11:02 Uhr

[1]Es ist der logisch nächste Schritt: Nachdem wir alle über das aufgespannte Wabennetz der Telkos mobil telefonieren, wird es Zeit, auch in diesem Bereich die Intermediaries [2] zu ersetzen, denn sie sind auch nicht immer verfügbar — etwa in Katastrophenfällen oder in Regionen, in denen es keine Mobiltelefonie gibt.

Die alten, dummen Handys sind dafür nicht geeignet, neue mit WiFi [3] ausgestattete Smartphones [4] schon. Das Serval-Projekt [1] liefert dafür die Software (zunächst für Android). Serval funktioniert im Prinzip wie das Freifunk [5]-Projekt: lokale WLAN-Stationen bilden ein vermaschtes Netzwerk, in dem die Daten fließen — NUR: statt WLAN-Stationen sind die Handys direkt miteinander vernetzt. Das ist doch ein schönes neues Spielfeld für Hackerspaces [6] 😉

Hier die deutsche Übersetzung des Textes der Homepage [1] des Projektes:

Kommuniziere überall, zu jeder Zeit … ohne Infrastruktur, ohne Sendemasten, ohne Satelliten, ohne WiFi-Hotspots und ohne Carrier. Nutze die handelsüblichen Mobiltelefone. Nutze deine bestehende Handy-Nummer wo auch immer du bist und bezahle nie wieder Roaming-Gebühren.

Kommunikation sollte nicht nur für die Glücklichen da sein — Kommunikation sollte für alle frei verfügbar sein, denn wir denken, dass Kommunikation ein Menschenrecht sein sollte.

Serval ermöglicht mobile Kommunikation, egal wie deine Umstände sind: mobile Kommunikation angesichts einer Katastrophe, angesichts von Armut, angesichts von Isolation, angesichts von Unruhen oder angesichts von Netzwerkausfällen. Kurz, Serval bietet eine stabile Mobilkommunikation für alle Menschen im Universum.

Die Serval-Technologie überbrückt die digitale Spaltung. Wir haben bewiesen, dass es möglich ist mit Hilfe von Open-Source-Technologien eine mobile Kommunikationsplattform zu schaffen, die jedem nutzt, für alle Zeit, und die die Art der Telekommunikation für immer verändert.

Hier ein Vortrag von Paul Gardner-Stephen auf der Linux-Conf [7] in Brisbane, Australien, im Januar 2011: The Serval BatPhone: Making Mesh Mobile Telephony Practical, Anywhere, Any Time [8]


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URLs in diesem Beitrag:

[1] Bild: http://www.servalproject.org/

[2] Intermediaries: http://en.wikipedia.org/wiki/Intermediary

[3] WiFi: http://de.wikipedia.org/wiki/Wi-Fi

[4] Smartphones: http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone

[5] Freifunk: http://de.wikipedia.org/wiki/Freifunk

[6] Hackerspaces: http://de.wikipedia.org/wiki/Hackerspace

[7] Linux-Conf: http://conf.linux.org.au/

[8] The Serval BatPhone: Making Mesh Mobile Telephony Practical, Anywhere, Any Time: http://blip.tv/file/4697375/#

[9] : https://keimform.de/2011/mobile-p2p-kommunikation/?share=email

[10] : https://keimform.de/2011/mobile-p2p-kommunikation/?share=facebook

[11] : https://keimform.de/2011/mobile-p2p-kommunikation/?share=twitter

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