Land-WG oder (kämpfende) Keimform?

Tjaja, leider kann man sich nicht aussuchen wie man porträtiert wird. Die Fuchsmühle gründeten einige Menschen, um Commons und Commonsnetzwerke auf dem Land und in der Praxis zu gründen. In der Doku scheinen sie vor allem als „einige junge Leute“ die halt „alles teilen: vom Schlafzimmer bis zur Unterhose“. Aber ihre Vision und ihre Kapitalismuskritik, ihre Verbindung zu sozialen Kämpfen und auch ihr gesamtgesellschaftlicher Anspruch verschwinden hinter der seltsamen, aber doch ganz okayen Gemeinschafts-Landoase.

Und ja, es geht um Teilen und um das Tun nach Bedürfnissen, oder wie sie so schön schreiben: „Menschen organisieren ihre Tätigkeiten auf der Basis von Freiwilligkeit und Verantwortung, entfacht aus einer Balance zwischen Lust und Notwendigkeit“. Und: „Wir sorgen gemeinsam für einen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen, die wir bedürfnisorientiert verteilen, sodass genug für Alle da ist“. Aber können wir in unseren Geschichten nicht Commons mit Kämpfen und dem Verändern der Gesellschaftsform verbinden, gewinnen wir zwar Freund*innen, aber zum Preis des gesellschaftlichen Abseits und Privatisierung als gemeinschaftlicher Spielerei. Können Commons und soziale Kämpfe noch relativ einfach in Symbol und Bild gezeigt werden, frage ich mich wie wir das bei Änderung der Gesellschaftsform gut machen?

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