Utopie jenseits der Arbeit – Motivierte statt erzwungene Kooperation (Vortragsvideo)

Diesen Vortrag hab ich auf dem move-utopia.de gehalten geht um Kritische Psychologie, Kapitalismus und Utopie. Vielen Dank MrMarxismo für die tolle Aufnahme! Die Folien gibt’s unten.

Der Titel ist etwas irreführend, weils eig nur um Utopie geht …

Wir Menschen sind unheimlich kooperativ. Wir kooperieren mit 7,3 Mrd. Anderen weltweit. Morgens trinken wir Kaffe aus Kambodscha, fahren mit einem japanischen Bus in die Stadt und hören dazu Musik aus Neufundland. Doch die kapitalistische Kooperation ist auch unheimlich beschränkt. Ich backe für andere Brötchen nur, wenn sie mir etwas im Tausch geben. Meine Oma wird nur gepflegt, wenn ich dafür Geld bezahle. Wir zwingen uns mit Geld und Tausch gegenseitig zur Kooperation. Die Kooperation die hierbei entsteht nennen wir „Arbeit“, sie verlangt nach „äußerer Motivation“, also nachZwang. Und was macht diese „Arbeit“ mit uns Menschen?

In Commons leben wir eine andere Form der Kooperation. Eine tauschlogikfreie Kooperation die nicht durch Zwang ensteht sondern durch Lust und Motivation. Aber kann so eine motivierte Kooperation auch eine globale Gesellschaft zusammenhalten? Und wie könnte so eine Commons-Gesellschaft organisiert sein in der „die Entwicklung eines jeden, die die Bedingung der Entwicklung aller ist“? In der ersten Workshophälfte steht ein Input im Vordergrund, in der zweiten können wir unsere Erfahrungen mit Arbeit, Zwang und Motivation in Alltag und politischen Aktivismus gemeinsam reflektieren und die Utopie weiterdenken.

Ein Kommentar

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