Freie Quellen oder wie die Produktion zur Nebensache wurde (Teil 2)

geschrieben von Christian Siefkes am 10. April 2013, 07:25 Uhr

Titelbild „Etwas fehlt“ [1][Teil 1 [2] / This article is also available in English. [3]]

Maschen und Trassen

Dass die Re/produktion von einer Belastung, der zahllose Menschen einen Großteil ihres Lebens widmen mussten, heute zur relativ mühelosen und meist eher angenehmen Angelegenheit geworden ist, hat auch damit zu tun, dass wir wo möglich auf Maschennetze setzen. Maschennetze (mesh networks) sind dezentrale Netzwerke, die allen die Teilhabe ermöglichen und so organisiert sind, dass niemand in einseitige Abhängigkeit gerät und sich niemand eine besonders privilegierte Position verschaffen kann.

Das Internet, Vorläufer des Intermesh, war das erste globale Netzwerk, das dem Maschennetz-Prinzip schon weitgehend entsprach – es hatte kein privilegiertes Zentrum, sondern war ein Netz vieler Netze. Wenn eine bestimmte Route abgeschaltet wurde, suchten sich die betroffenen Nachrichten einfach einen Weg darum herum. Allerdings hatte es noch zentralisierte Elemente, die seitdem über Bord geworfen wurden – insbesondere DNS, den Dienst, der die im Netz verwendeten Namen bestimmten Rechnern zuordnete.

Auch die Energieversorgung erfolgt per Mesh: In den meisten Gartenfarmen stehen Windräder und fast alle Häuser haben Solarzellen oder Sonnenkollektoren für Solarthermie (die nicht nur Strom erzeugt, sondern auch Wasser aufheizt) auf dem Dach. Sofern die Energie nicht selber genutzt wird, wird sie als Elektrizität ins Powermesh eingespeist. Braucht man mehr Energie als gerade lokal verfügbar ist, entnimmt man diese dem Powermesh. Weitere Bausteine für die dezentrale Energieversorgung sind die leistungsfähigen Akkus und Superkondensatoren, die in den meisten Häusern stehen. Die lokale Kontrollsoftware entscheidet jeweils, ob sie den überzähligen Strom ins Netz einspeist oder lokal speichert, auf Basis vom Hinweisen aus dem Netz, ob gerade mehr Strom produziert als gebraucht wird oder ob es anderswo Bedarf gibt. Braucht man Strom, entscheidet sie anhand der Hinweise aus dem Netz, ob sie diesen dem Netz oder der lokalen Batterie entnimmt.

Auch andere Energiequellen wie Erdwärme und die verbleibenden Restbestände an Erdgas werden genutzt, doch Sonne und Wind sind die ergiebigsten Quellen. Sie ergänzen sich gut – bei starkem Wind ist es weniger sonnig und umgekehrt. Und die Sonne scheint mittags am intensivsten, wenn der Energiebedarf am höchsten ist. Dank der Meshsoftware kann der Strom meist relativ lokal produziert und verbraucht werden, ohne über lange Strecken transportiert zu werden, was zu Verlusten führt. Solarzellen werden gedruckt (Gedruckte Elektronik), die anderen Komponenten für die Energiegewinnung großteils per 3D-Druck und CNC-Fräsen im Fabhub vervielfältigt.

Die Wasserversorgung ist nach ähnlichen Prinzipien organisiert. Die meisten Gartenfarmen haben Brunnen zur Förderung von Grundwasser, viele Häuser haben Anlagen zum Auffangen von Regenwasser. Das Wasser wird lokal gefiltert und aufbereitet. Die verschiedenen Quellen stehen per Leitungsnetz in Verbindung, so dass bei Bedarf nahe gelegene Quellen angezapft werden können. Die Meshkontrollsoftware sorgt dafür, dass dies gleichmäßig passiert und dass das Wasser nicht unnötig weit transportiert wird; sie sorgt auch für ausreichend starken Druck in den Leitungen. Die Abwässer laufen in der Regel zurück in die Gartenfarmen, die meist über kleinere Kläranlagen verfügen. Der gereinigte Klärschlamm wird großteils als Dünger genutzt, der Rest (wenn die Schadstoffbelastung zu groß ist) zur Energiegewinnung verbrannt.

Um die Zu- und Ableitungen (Strom- und Intermeshkabel, Wasserleitungen, Kanalisation) ebenso wie um die Straßen und Verkehrswege, in die diese integriert sind, kümmern sich die Trassenprojekte. Meist werden diese, wie alle Projekte, von Freiwilligen betrieben, die sich per Selbstauswahl zusammenfinden. In manchen Gemeinden werden sie hingegen per Losverfahren besetzt, da sie für das Funktionieren der lokalen Infrastruktur so essenziell sind. In jedem Fall ist es selbstverständlich, dass Entscheidungen des lokalen Trassenprojekts im groben Konsens aller Betroffenen gefällt werden, dass die potenziellen Nutzirn der Infrastruktur in die Meinungsbildungsprozesse eingebunden werden. Denn während andere Projekte geforkt werden können – wenn man sich gar nicht einig wird, können sich die Unzufriedenen absetzen und ein Alternativprojekt aufmachen –, ist dies bei Trassenprojekten kaum praktikabel. Die vorhandenen Trassen müssen ja genutzt, gewartet und ausgebaut werden, alles andere wäre Verschwendung.

Beliebteste Straßenfahrzeuge sind Fahrräder mit Hilfsmotor (Pedelecs) und leichte Elektromobile mit drei oder vier Rädern. Letztere können auf hochgelegten, mit Leitlinien markierten Straßen vollautomatisch fahren – so werden auch Güter von A nach B gebracht. Auf ebenerdigen Seitenstraßen muss ein Mensch hinterm Steuer sitzen, der bei Bedarf eingreifen kann. In den Städten gibt es öffentliche Nahverkehrssysteme, die heute oft als Gondelbahnen gebaut werden, wie sie zuerst in Südamerika („Metrocable“) aufkamen. Die Zugseile werden dabei meist unter den hochgelegten Straßen angebracht. Für Fernreisen über Land gibt es autonom fahrende Hochgeschwindigkeitszüge (oft Magnetschwebebahnen). Das E-Bike bzw. E-Mobil lässt man dabei am Bahnhof stehen und holt sich am Zielort ein anderes.

Übers Meer braucht es keine Trassenprojekte, um die Schifffahrt kümmern sich viele Projekte, die für große Entfernungen oft Luftkissenboote betreiben. Das geht nicht ganz so schnell wie die Menschen früher, zu Zeiten des reichlichen Öls, gereist sind. Heute ist man von Lissabon bis New York knapp zwei Tage unterwegs; das schnellste Flugzeug, die Concorde, schaffte diese Strecke einst in unter vier Stunden (allerdings nur wenige Jahrzehnte lang). Aber wir haben ja auch mehr Muße als die Menschen damals, und übers Wasser spritzen ist eine schöne Art zu reisen.

Ressourcen und Konflikte

Früher hatten die Leute nicht nur weniger Zeit, sondern auch mehr Sorgen. So scheinen sie geglaubt zu haben, dass die Erde für über acht Milliarden Menschen viel zu klein wäre. Bei ihrer Lebensweise war sie das wohl auch, aber heute kommen wir ganz gut damit hin. Viele ihrer Probleme hingen wohl damit zusammen, dass sie auf fast alles kleine Zettel geklebt und es als irgendjemands „Eigentum“ aufgefasst haben. Was wessen Eigentum war, darum gab es immer Streit; die einen hatten zu wenig und die anderen viel mehr als sie brauchten.

Heute sind wir da entspannter, weil wir wissen, dass wir an die Dinge, die wir brauchen, in der Regel herankommen, wenn wir sie brauchen. Strom, Wasser und Kommunikationskanäle gibt es per Mesh, medizinische Versorgung im nächsten Heilknoten oder bei Bedarf in spezialisierteren Knoten. Zum Lernen wendet man sich an einen Lernknoten, die Verkehrsverbindungen stehen allen frei zur Verfügung. Die persönliche Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs erfolgt über Gartenfarmen und Fabhubs, sofern man sie nicht gleich zuhause 3D-fertigen kann. Die Bereitstellung der dafür nötigen Vorprodukte (z.B. Plastikdraht-Rollen für 3D-Drucker, Holz- und Metallplatten zum Fräsen, Garn für Strickmaschinen und Webstühle) organisieren Refeeding-Projekte. Diese „Nachfüll-Projekte“ kümmern sich auch um das Abholen und soweit möglich Recyceln der Abfälle.

Sofern es dabei zu Engpässen kommt, erfolgt die Zuteilung im Rundherum-Verfahren; zuerst werden elementare Bedürfnisse versorgt, wer ausgefallene oder weitergehende Wünsche hat, muss gegebenenfalls warten. Wer sich dabei schlecht behandelt fühlt, kann sich beim örtlichen Konfliktrat beschweren. Engpässe und Klagen sind aber recht selten, wohl auch weil wir heute weniger verschwenden. So haben die Leute früher ganz unterschiedliche elektronische Geräte für verschiedene Zwecke genutzt, obwohl in allen im Kern ein Computer steckte. Heute hat jedir eine kleine Turingbox für unterwegs, die durch variables Zubehör zu Telefon, Kamera, Navigationssystem, Audioplayer, E-Buch-Betrachter, Surftablett oder komplettem Laptop wird, je nachdem was man gerade braucht. Und eine zweite zuhause, die als persönlicher Computer, Intermeshserver, Medienzentrale und zur Steuerung der häuslichen Maschinen dient. Das reicht; man ist flexibel und schleppt weniger Ballast mit sich herum.

In jeder Gemeinde gibt es einen Ressourcenrat, der erfasst, was für Ressourcen verfügbar sind – Land, Wohnraum, Rohstoff-Fundstellen – und was davon genutzt wird und was nicht. Wer etwas braucht, z.B. privaten Wohnraum oder Räumlichkeiten oder Land für ein Projekt, fragt beim lokalen Ressourcenrat an, was verfügbar ist, und kann sich dann etwas Passendes aussuchen. Braucht man etwas nicht mehr, meldet man es dem Ressourcenrat als verfügbar.

Die Ressourcenräte sind untereinander sowie mit den Refeeding-Projekten vernetzt (Ressourcennetz), um dafür zu sorgen, dass Rohstoffe dort zur Verfügung stehen, wo sie gebraucht werden. Die allgemeine Vereinbarung ist, dass rohstoffreiche Orte mit den anderen teilen (schließlich ist es nicht ihr Verdienst, wenn sie mehr haben als andere), dass aber umgekehrt die anderen Gemeinden Freiwillige schicken, damit die Extraktion der Rohstoffe nicht komplett an einzelnen Gemeinden hängen bleibt. Früher war das nicht immer leicht zu organisieren, da der Bergbau mancherorts zu den unbeliebten Aufgaben gehörte, die sich nur per Weißer Liste bzw. per Los aufteilen ließen. Inzwischen gibt es mehr als genug Freiwillige, da ein Großteil der Ressourcen sowieso recycelt und nicht neu abgebaut wird und da der Bergbau dank verstärkter Automatisierung großteils nur noch in der Koordination und Beaufsichtigung von Maschinen besteht. Sofern dies noch nicht der Fall ist, gibt es genug Leute, die diese Arbeiten als ungewöhnliche Erfahrung und willkommene Abwechslung vom Alltag begrüßen. Früher sind Leute auf Berge geklettert, wenn sie extreme Erfahrungen machen wollten – heute gibt’s das auch noch, aber viele gehen stattdessen unter die Erde, was auch für andere nützlich ist.

Die Ressourcenräte sind auch dazu da, drohende Engpässe frühzeitig zu erkennen und nach Möglichkeit für Abhilfe zu sorgen, beispielsweise bei der Bereitstellung von Wohnraum. Werden in einer Gemeinde neue Wohnungen oder Projekträume gebraucht, sucht der Rat den Kontakt zu den lokalen Bauprojekten. Diese planen die benötigten Gebäude und koordinieren ihren Bau, falls möglich in Abstimmung mit den künftigen Nutzirn. Viele Bauprojekte setzen auf vorgefertigte Konstruktionselemente (SIPs), die automatisch fabriziert werden und vor Ort nur noch zusammengesetzt werden müssen. Dennoch ist der Bau größerer Gebäude, genau wie andere große Infrastrukturprojekte, noch vergleichsweise arbeitsaufwendig. Daher erfolgt er oft per Community-Sprint, sprich außer den Mitgliedern des Bauprojekts und den künftigen Nutzirn sind auch alle Nachbarein eingeladen, sich zu beteiligen und so die Herausforderung rasch zu bewältigen. Das ist kein Zwang, aber es hat oft den Charakter eines großen Fests – man engagiert sich zusammen und feiert anschließend gemeinsam – und viele machen mit.

Ressourcenräte erfassen auch, welche Flächen nicht genutzt werden, weil sie nach lokaler Tradition als besondere, vielleicht heilige Orte gelten, oder welche Ressourcen nicht abgebaut werden, weil dies gemäß der Auffassung von Gemeindemitgliedern zu zerstörerisch wäre. Gelegentlich gibt es darum Streit, der bis zum Konfliktrat getragen wird, doch in der Regel ist es klar, weil das grobe Konsensprinzip greift: Was vielen missfällt oder einige sehr stark stört, wird nicht gemacht.

Der Materialfluss zwischen Projekten basiert auf Absprachen mit Fabhubs, Vitaminfabriken, Refeeding-Projekten und bei Bedarf spezialisierten Zulieferprojekten über die Bereitstellung von Vorprodukten und Rohstoffen; die Ressourcenräte helfen dies zu koordinieren. Knotenorte und andere Projekte, die besondere Ausstattung benötigen, stellen diese manchmal selbst mit Hilfe nahe gelegener Fabhubs her. Oft gründen sie gemeinsam mit anderen Projekten Zulieferprojekte, die sich am Bedarf der Mutterprojekte orientieren.

Konflikträte sind dazu da, Konflikte zu lösen, wenn die Beteiligten dies selbst nicht schaffen. Während Ressourcenräte und Trassenprojekte in manchen Gemeinden per Los, anderswo aber per Selbstauswahl besetzt werden, werden die Mitglieder des örtlichen Konfliktrats überall ausgelost. Jedes Gemeindemitglied legt seisen Namen in die Losbox, sobald sei sich alt genug fühlt. Fühlt man sich zu alt oder zu krank, entfernt man den Namen wieder. Wer ausgelost wird, fungiert ein Jahr lang als Mitglied des Rats, wobei man bis zu zwölf Monate Zeit hat, das Amt anzutreten, also nicht plötzlich aus anderen Dingen herausgerissen wird. Es gibt keine zweite Amtszeit, sobald man einmal ausgelost wurde, wird der eigene Name für immer aus der Losbox entfernt. Wer Mitglied in einem regulären Konfliktrat war, kann aber noch je einmal für einen Ad-hoc-Konfliktrat, Ressourcenrat oder ein Trassenprojekt ausgelost werden (und umgekehrt), dafür gibt es separate Lostöpfe. Es ist nicht direkt Pflicht, an der Lotterie teilzunehmen oder das Amt anzutreten, gehört aber zum guten Ton.

Konflikträte sind bloß das letzte Mittel, normalerweise versuchen die Beteiligten ihre Konflikte selbst zu lösen, wobei sie bei Bedarf auf die Vermittlung freiwilliger Mediationsteams zurückgreifen können. Nur wenn dies scheitert, kann man sich an den Konfliktrat wenden. Allgemeiner Grundsatz der Konfliktlösung ist, die anderen als Peers, als ebenbürtig zu akzeptieren und ihre Bedürfnisse daher genauso ernst zu nehmen wie die eigenen. Wer dies vergisst, wird von den Menschen in seiser Umgebung freundlich daran erinnert. Meist ist es so möglich, die Konflikte im – eventuell grummeligen – Konsens der Beteiligten beizulegen, ohne den Rat beschäftigen zu müssen. Konflikte drehen sich oft um die Nutzung von Räumen (wer darf, wer muss passen?), die Belästigung oder Sorgen der realen oder potenziellen Nachbarein (die Vitaminfabrik nebenan lärmt bis in die Nacht; was wenn das Chemieprojekt giftige Gase freisetzt?) oder um Verhaltensmuster, die nicht zusammenpassen (manche wollen im Community-Café rauchen, andere leiden unter dem Rauch).

Meist lassen sich Konflikte beilegen, ohne dass jemand ganz passen muss – der zentral gelegene Platz wird dann etwa zum Community-Café oder Festplatz, das Projekt, das ihn ebenfalls gern genutzt hätte, bekommt stattdessen einen anderen, ebenfalls gut erreichbaren Ort. Rauchen kann man in Community-Cafés und anderen öffentlichen Orten in bestimmten Teilbereichen oder zu bestimmten Zeiten, nicht immer und überall. Um Konflikte um Wohnraum zu mindern, werden die schönsten Orte meist als öffentliche Räume oder Ferienwohnungen genutzt, so dass sie nicht Einzelnen vorbehalten bleiben. Projekte müssen allerdings darauf achten, dass sie Bedenken ihrer potenziellen Nachbarein ausräumen können. Gelingt dies nicht, müssen sie sich abgelegenere Orte suchen, wo sich niemand mehr belästigt oder gefährdet fühlt, oder schlimmstenfalls, wenn diverse Mitglieder der Gemeinde weiterhin große Risiken sehen und bei ihrem Veto bleiben, ganz verzichten.

Wenn sich Projekte oder Einzelpersonen über Entscheidungen des Konfliktrats hinwegzusetzen versuchen, müssen sie nicht nur mit lautstarker öffentlicher Kritik („flaming“), sondern auch mit Boykott und Ausgrenzung („shunning“) rechnen. Projekte werden dann etwa von der Versorgung mit Ressourcen und Vorprodukten abschnitten und die potenziellen Beitragenden und Nutzirn bleiben weg. Personen können aus den Projekten, in denen sie aktiv sind, ausgeschlossen werden. Ist ein Konflikt so groß, dass er sich nicht innerhalb einer einzelnen Gemeinde lösen lässt (Gemeinden haben meist etwa 20.000 bis 200.000 Einwohnirn und umfassen einige Dörfer, eine Stadt oder einen Stadtteil), wird ein Ad-hoc-Konfliktrat gebildet, dessen Mitglieder unter den Bewohnirn aller betroffenen Gemeinden ausgelost werden.

Früher dachten die Leute scheinbar, dass sich alle gegenseitig die Köpfe einschlagen würden, wenn es nicht starke Autoritäten gibt, die für Gesetz und Ordnung sorgen, und dass jedir in ständiger Sorge um seisen Besitz leben müsste, wenn nicht jedes Stück Natur und jedes Artefakt einer formell verfügungsberechtigten Eigentümir zugeordnet werden kann. Tatsächlich scheinen sie damals selbst, durch die gesellschaftlichen Strukturen, die sie sich gegeben hatten, die Probleme herbeigeführt zu haben, vor denen sie Angst hatten. Heute leben wir ohne Furcht und ohne Not in einer Gesellschaft, die keine Grenzen und keine systematische Ausgrenzung mehr braucht und in der sich alle ihren eigenen, von den anderen beeinflussten, aber nicht bestimmten Vorstellungen gemäß entfalten können. In der die menschliche Vielfalt nicht als Gefahr, sondern als Vorteil gesehen wird, der es ermöglicht, die Re/produktion gemeinsam und selbstorganisiert zu gestalten, neben dem und als Teil dessen, was das Leben schön macht.

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Anhang (2): Einige frühe Projekte

Lizenz

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