S21: Stresstest mit proprietärer Software

geschrieben von Stefan Meretz am 28. Januar 2011, 11:15 Uhr

Der Geissler-Coup mit »Stuttgart-21-Plus« war machttaktisch ziemlich clever, wurden dem Widerstand gegen S21 [1] doch damit so ziemlich die Beine weggehauen. Teil des »Schlichterspruches« ist auch ein sogenannter »Stresstest«, mit dem die von den Kritiker_innen bezweifelte ausreichende Kapazitätsauslegung des S21-Konzeptes geprüft werden soll. Dazu wird eine Simulation mit einer Software des Schweizer Unternehmens SMA [2] durchgeführt.

Gemäß der Weisheit »Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast« (wahlweise Churchhill oder Goebbels zugeschrieben) dürfte das Ergebnis des »Stresstests« schon vorher feststehen: »Alles paletti, S21 — go!«. Begünstigt wird dies durch die Tatsache, dass es sich bei der verwendeten Simulations-Software um proprietäre Software [3] handelt. Der Quellcode liegt nicht offen, die Algorithmen können nicht geprüft und nachvollzogen werden. Hinzu kommt, dass »alternative Stresstests« nicht möglich sind, weil die Daten aus den S21-Bauplänen nicht freigestellt, sondern per Urheberrecht »geschützt« sind.

Die Konsequenz für S21-Gegner_innen muss sein:

  • Das Ergebnis eines Stresstests mit proprietärer Software wird nicht anerkannt!
  • Baupläne von öffentlichen Bauvorhaben müssen grundsätzlich unter eine Freie Lizenz [4] gestellt werden!

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URLs in diesem Beitrag:

[1] S21: http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

[2] SMA: http://www.sma-partner.ch/

[3] proprietäre Software: http://de.wikipedia.org/wiki/Propriet%C3%A4re_Software

[4] Freie Lizenz: http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Lizenz

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