kommunist should love google …

geschrieben von Thomas Kalka am 27. September 2008, 00:03 Uhr

Die nächste Generation von Comupter-Nutzern wird viel entlokalisierter arbeiten.

Die Daten sind selbstverständlich im Netz und der „normale“ Zugang ist per Browser, ganz egal, von welchem Rechner aus.

Die Grundbedürfnisse (Email, Speicherplatz , soziales Netzwerk) werden alle umsonst bedient.

Das Ganze is so etwas wie eine garantierte Informationsgrundausstattung.

Im Bereich Kommunikation im Internet gibt es somit das garantierte Grundeinkommen bereits.

Google ist dabei Kommunismus 0.1 …

Damit Google mit ihrer info-Vernetzerei Kapital schlagen kann,  baut es an der Grundversorgung … Alle sollen ins Netz.

Zum Beispiel android jetzt, damit könnte die Zeit proprietär eingeschränkter Handynutzung bald vorbei sein.

Das Problem von Herrschaft ist selbstverständlich nicht aufgehoben sondern verschoben, denn die Macht hat der, der die Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Nur eine Kaste Hochspezialisierter ist in der Lage, an der Infrastruktur zu arbeiten.

Sobald es etwas gibt, was interessanten Nutzen bei kostenlosen Angeboten gibt, wird dies von Google aufgekauft.

Die Aufgabe, das neue Kommunikations-Grundsystem zu warten wird durch open-source outgesourced.

Dies Ganze aber in großer Dimension einzusetzen bedarf einer Menge Kapital, womit Google sich nichts vergibt, wenn es große Teile der Infrastruktur verschenkt.

Die Entwicklung in diese Richtung geht fix.

Meilensteine dazu sind

  • google mail
  • youtube
  • googles „office suite“ (texte,tabellen,präsentationen)
  • google reader
  • google-gears, als offline- und lokal-schnittstelle
  • chrome, ein browser, der so fix javascript verarbeitet, so dass google-apps sehr brauchbar werden
  • android: os betriebssystem für mobiles

Wenn man sich die Computer-Nutzung der Kids ansieht …

  • youtube , komplett extern
  • email: komplett extern, die kommen gar nicht auf die idee, sich ein email-programm zu installieren
  • chat: komplett extern über irgendwelche chat communities
  • spiele, zumeist extern über browser oder mittels Client auf eigenem Rechner
  • der eigene rechner interessiert eigentlich nur als Maschine zum Zugang sowie Speicher für Sammlungen …

Quintessenz: Grundversorgung im Netz gibt es praktisch, die virtuelle Existenz ist unabhängig von privaten „Produktionsgütern“.


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