Entwertung konkret – 60 Milliarden Dollar pro Jahr

geschrieben von Stefan Meretz am 22. April 2008, 22:25 Uhr

Na, wenn das mal nicht ein konkreter Beleg für die Entwertungsfunktion Freier Software ist! Laut der Studie »Trends in Open Source« der Standish Group International entscheiden sich zunehmend mehr Unternehmer und andere Nutzer für »Open Source Software«. Diese sei funktional gleichwertig und ersetze preisbehaftete proprietäre Software, was eben bei jenen Herstellern zu Einnahmeverlusten von 60 Milliarden Dollar pro Jahr führe. Freie Software sei die ultimative disruptive Technologie. [via [1]]

Nun wird die Schätzung mit dem dicken Daumen erfolgt sein, aber in der Tendenz haut das völlig hin. Ökonomisch bedeutet commons-basierte Produktion eine Entwertung des entsprechenden proprietären Gegenstücks — auskooperieren [2] par excellance. Da hilft auch kein Jammern, die Studie würde bloß »Stimmungsmache« [3] betreiben. Der »disruptive« Trend ist nicht aufzuhalten — Zeit, sich etwas neues jenseits von Arbeit, Ware, Markt und Geld zu überlegen.

Zur Beruhigung erregter Gemüter: Von der Entwertung noch nicht betroffen ist die Studie selbst, sie kostet 1000 Dollar 😉


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[1] via: http://www.theinquirer.de/2008/04/22/studie_open_source_verursacht_jahrliche_schaden_von_60_milliarden.html

[2] auskooperieren: http://www.keimform.de/2008/03/17/auskooperieren/

[3] »Stimmungsmache«: http://www.gulli.com/news/open-source-schuld-an-60-2008-04-22/

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