James Boyle about the fear of openness
Great talk of James Boyle about the cultural desaster automated copyright (since the 1970s) brings and the missing second layer (the links) of scientific publications, because they are not available on that web, which was created for scientific purposes.
[via CommonsBlog, where you can find a german transcription]
18. Juni 2009, 07:50 Uhr 1 Kommentar
Was sind Commons?
Unter dem Stichwort Commons findet sich in der Wikipedia nur eine Disambiguierungsseite, unter Gemeingut gibt es dürre und inhaltlich problematische Informationen, die vor allem auf Kostenlosigkeit abzielen (“Ein Gemeingut oder Kollektivgut ist ein Gut, das für alle potenziellen Nachfrager frei zugänglich ist.”)
Tatsächlich ist es nicht leicht, zu klären oder zu erklären, was Commons (auf Deutsch oft als “Gemeingüter”, manchmal auch als “Allmende” übersetzt) eigentlich sind. Aus dem von Silke Helfrich initiierten Allmende-Salon heraus ist jetzt eine kleine Initiative entstanden, die versuchen will, es trotzdem zu machen und eine griffige Charakteristik des Commonsbegriffs hinzukriegen (oder zumindest eine Textgrundlage, anhand derer man sich dann später besser über die Bedeutung dieses Begriffs streiten kann
).
Kategorien: Commons, Freie Inhalte, Theorie
18. Januar 2009, 15:56 Uhr 1 Kommentar
Exika — Wissen in kurz
Wikipedia ist nicht alles, es gibt auch Spezial-Lexika im Web, die spezielle Bedürfnisse abdecken wollen. Zum Beispiel Exika, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft freies Wissen im Netz, Hamburg. Erklärtes Ziel von Exika:
Die AG freies Wissen im Netz beschäftigt sich mit der Aufbereitung, Darstellung und Verbreitung von Wissen im Internet in einer Form die für alle sozialen Schichten verständlich ist.
Kategorien: Freie Inhalte
3. August 2008, 13:51 Uhr 1 Kommentar
Knol = Wikipedia + AdSense?
Google hat eine neue Plattform gestartet: Knol. »Share what you know« (»Teile, was du weisst«) ist der community-orientierte Slogan. Ist Knol so etwas wie eine Anti-Wikipedia? Bei Knol werden Artikel nicht kollektiv verfasst und verbessert, sondern von einzelnen Autor_innen. Diese können optional die Mitarbeit erlauben. Zunächst »gehören« die Artikel jedoch festen Autor_innen. Folglich kann es zu einem Thema auch mehrere Artikel geben.
Zu einem Artikel kann es Reviews, Kommentare oder Bewertungen geben — oder eben einen weiteren Artikel mit einer Gegenposition. Knol hat also keinen enzyklopädischen Anspruch wie Wikipedia, sondern will auch kontroverse Sichten sammeln. Per Default wird CC-sa als Lizenz vorgeschlagen, die jedoch in ein tradionelles »All Rights reserved« geändert werden kann.
Kategorien: Feindbeobachtung, Freie Inhalte, Soziale Netzwerke
29. Juli 2008, 14:23 Uhr 8 Kommentare
Brockhaus aus-kooperiert
Das Literaturcafé sagt es sehr deutlich: »Wikipedia zerstört den gedruckten Brockhaus – 50 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze«. Gegen Wikipedia war kein Kraut gewachsen, auch nicht in der Qualität und schon gar nicht in der Quantität und Aktualität. Ein klassischer Fall von aus-kooperieren. Die verärgerten Reaktionen zeigen: Das darf nicht wahr sein, das Management ist schuld, normaler Medienwandel und so weiter.
Das ist Quatsch.
Kategorien: Freie Inhalte, Praxis-Reflexionen
12. Februar 2008, 18:08 Uhr 3 Kommentare
1968: Massenintelligenz, 2008: Intelligenz der Masse
In der Jungle-World gibt es zur Zeit eine interessante Disko-Reihe zum Thema “68″ anlässlich des 40jährigen Jubiläums dieses Jahres. Der aktuelle Beitrag stammt von Georg Fülberth, der in Anlehnung an wiki(Eric Hobsbawm) 1968 als Erwachen einer neuen sozialen Klasse, nämlich der Massenintelligenz beschreibt:
“Die Revolte von 1968 war das Betriebsgeräusch, das dadurch entstand, dass die neue Massenschicht sich auf ihren Platz im politischen und gesellschaftlichen System drängelte.”
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Soziale Netzwerke
22. Januar 2008, 10:57 Uhr Kommentieren
Wikipedia wird kompatibel zu Creative Commons
Wie Lawrence Lessig in seinem Blog berichtet, gibt es eine Absprache zwischen der Free Software Foundation (FSF) und der Wikimedia Foundation, die Re-Lizensierung von Wikipedia-Artikel unter der Copyleft-Variante von Creative Commons zu ermöglichen. Bislang stehen Wikipedia-Artikel unter der Free Documentation License (GNU FDL), die inkompatibel zu Creative Commons ist. In einer Resolution bittet das Wikimedia-Board die FSF eine neue Version der GNU FDL zu entwickeln, die kompatibel zur Creative Commons Share-Alike Lizenz ist. Beiden Lizenzen ist das Copyleft-Prinzip gemeinsam.
Im folgenden Video gibt der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die Entscheidung bekannt, Lessig tritt auch kurz auf und gratuliert.
Kategorien: Freie Inhalte
1. Dezember 2007, 23:38 Uhr 2 Kommentare
Geld her!
Ich geb Dir 100 Millionen Dollar! Wer kann dazu schon Nein sagen? Wikipedia kann. Sie sind inzwischen eine Webseite, die Millionen und Abermillionen mit Werbung machen könnte. Sie tun es nicht, obwohl sie längst in einer Liga mit den großen dot-coms angekommen sind. Die Gründe beschreibt Erik Möller sehr gut in einem Blogbeitrag zum aktuellen Fundraiser:
“Above all, our reliance on support by the public also means equity: Your donation is an explicit decision to support us. But if you feel we are going down the wrong path, you can also choose not to donate.”
und vor allem:
“…it is almost certain that a large number of people would stop authoring content if Wikipedia started to run ads.”
Mit anderen Worten: Es ist rational, die Werbeeinnahmen nicht zu nehmen. Es ist rational der Verwertungslogik zu entsagen. So sehen Keimformen aus!
Kategorien: Freie Inhalte
23. November 2007, 21:02 Uhr 7 Kommentare
Streifzug-Review 6: »Wikipedia in der Krise«
Die sechste Ausgabe der Kolumne »Immaterial World« der Wiener Zeitschrift »Streifzüge« hatte Wikipedia zum Thema. Einige echte oder inszenierte Krisen hatten die bekannte Online-Enzyklopädie in Verruf gebracht. In der Kolumne plädierte ich dafür, das Neue der besonderen Produktionsweise der Wikipedia jenseits von Verwertungslogik und Demokratie in all ihrer Widersprüchlichkeit zu verstehen, zu verteidigen und zu verallgemeinern. Denn:
»Das Neue ist nicht nur einfach das Nicht-Alte. Ein Neues wird sich nur durchsetzen, wenn es die Lebensbedürfnisse der Menschen besser als das Alte erfüllen kann. Danach ist zu suchen.«
Kategorien: Freie Inhalte
7. März 2007, 22:24 Uhr Kommentieren
Online Kurs zu Wikipedia an der Harvard Business School
Naechste Woche unterrichte ich hier an der NTNU einen Kurs zu dem Zusammenhang zwischen Aenderungen in der zeitgenoessischen Wissensproduktion und neueren IuK Technologien. Wikipedia ist hier zentral. Das liegt zum einen daran, dass immer mehr Hausarbeiten sich auf Wikipedia beziehen um ihre Behauptungen zu untermauern. Anders als andere Lehrende habe ich da nichts dagegen, die Studierenden sollen aber wissen, was sie tun. Zum anderen ist Wikipedia ein Kristallisationspunkt fuer wichtige Fragen der kollektiven Wissensproduktion ohne Zugangsbarrieren. Das zeigen Karim R. Lakhani (MIT) und Andrew McAfee (Harvard Business School) sehr schoen in diesem Online-Kurs, den sie unter der GFDL veroeffentlicht haben. Ausser dem Kurs selbst, der nochmal Wikipedias Geschichte erzaehlt und ausfuehrlich die Debatte ueber das Loeschen von Artikeln darstellt, ist fuer uns hier vielleicht zweierlei interessant: Zum einen, dass zu diesem Thema ueberhaupt auf diese Weise an der Harvard Business School, einer der Schmieden fuer die zukuenftige oekonomische Elite, unterrichtet wird. Zum anderen wie Lakhani auf seinem Blog die Wahl der GFDL anstatt einer CC-Lizenz begruendet:
The wikipedia is under GFDL – and the case has a lot of source material from it – so we decided to keep it under GFDL.
Der Lizenzvirus funktioniert.
Kategorien: Freie Inhalte, Lernen, Medientipp
1. Februar 2007, 12:30 Uhr Kommentieren
