Der Universalgütersong
Jetzt der Song zur Universalgüterthese (via classless):
Kategorien: Eigentumsfragen, Freie Inhalte, Medientipp
9. November 2007, 17:26 Uhr 1 Kommentar
Chemnitz: Diskussion über Universalgüter
Das Alternative Jugendzentrum Chemnitz hat eine Veranstaltung zum Thema der Universalgüter organisiert und mich als Referent eingeladen. Titel: »Universalgüter. Entwertet sich der Kapitalismus selbst?« Termin: Samstag 24.11.2007, 17:00 Uhr. Ort: AJZ Chemnitz, M54.
Aus der Ankündigung:
Kategorien: Termine
9. November 2007, 15:31 Uhr Kommentieren
Universalgüterthese in der Diskussion
Am 7. und 8. September fand die Veranstaltung zur politischen Ökonomie des Informationskapitalismus statt — leider ohne Sabine Nuss, die erkrankt war. So ging es an beiden Tagen um die Universalgüterthese. Am Freitag (7.9.) begründete Ernst Lohoff, warum aus seiner Sicht digitale Universalgüter keine Waren sind. Am Sonnabend (8.9.) stellte ich meine Überlegungen dazu vor, vgl. dazu auch die Plakate hier. Grundlage für beide Beiträge sind die jeweiligen Artikel in Krisis 31.
Hier die Audio-Dokumentation:
- Vortrag Ernst Lohoff (OGG, 18,3 MB, ca. 36 Min.)
- Diskussion des Lohoff-Vortrages (OGG, 27,0 MB, ca. 55 Min.)
- Workshop mit einem Beitrag von Stefan Meretz in drei Teilen:
Kategorien: Theorie
12. September 2007, 14:58 Uhr Kommentieren
Universalgüter-Ökonomie für Einsteiger
Sabine Nuss erklärt die digitale Ökonomie universeller Erdbeeren.
Kategorien: Eigentumsfragen, Reichtum & Knappheit
9. August 2007, 11:13 Uhr 6 Kommentare
Politische Ökonomie des Informationskapitalismus
Die Gruppe »Wege aus dem Kapitalismus« Berlin lädt ein zu einer Veranstaltung am 7. und 8. September zu einem Thema, das uns auch hier mehrfach (1|2|3|4) beschäftigte. Aus der Ankündigung:
Vollständigen Artikel lesen »
6. August 2007, 12:26 Uhr 1 Kommentar
»krisis 31« erschienen
Nun endlich ist die Ausgabe 31 der Zeitschrift »krisis — Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft« erschienen. Schwerpunktthema ist die politische Ökonomie des Informationskapitalismus. Endlich, weil die Diskussion um das Thema der Universalgüter bereits heftig war, jedoch der Grundlagenaufsatz »Der Wert des Wissens« von Ernst Lohoff bislang nicht vorlag. Mit krisis 31 ist er nun verfügbar. Die aktuelle krisis-Ausgabe erscheint zunächst offline als proprietäres Kaufgut, später dann bestimmt auch mal online als freies Universalgut.
Kategorien: Medientipp, Theorie
26. Juli 2007, 12:37 Uhr 10 Kommentare
Open Access Handbuch
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das »Open Access Handbuch« veröffentlicht, sowohl als Printprodukt wie auch als PDF (nicht-kommerzielle Nutzung erlaubt). In dem Handbuch geht es um die »Chancen und Herausforderungen dieses Modells«, um Geschäftsmodelle, Urheberrecht, Qualitätssicherung, Archivierung und Finanzierung. Richard Sietmann umreisst im Intro folgende »paradoxe Situation«:
»Noch nie stand der Wissenschaft eine solche Plattform zur Wissensvernetzung zur Verfügung, wie sie das Internet bietet; doch zu gleich geht die Übertragung des traditionellen Publikationswesens auf den Cyberspace mit exklusiven Zugriffsrechten einher. Namhafte Wissenschaftler sehen durch die Zugriffsschranken letztlich das gefährdet, was die Generierung neuen Wissens ausmacht, indem sie den freien Austausch von Gedanken und Ideen behindern, der in der Forschung unverzichtbar ist.« (S. 12)
Kategorien: Freie Inhalte, Medientipp
3. Juli 2007, 12:24 Uhr Kommentieren
Unikat und Universalgut
Christian warf diese interessante Frage auf:
»…wenn eine Firma mich (als professionellen Softwareentwickler) beauftragt, ihnen eine Software entwickeln, hat, obwohl ich die Software für sie entwickle, dafür jede Menge abstrakter Arbeit aufwende, und sie ihnen schließlich (ggf. inklusive aller Rechte) aushändige, trotzdem kein Tausch stattgefunden? Genauer gesagt, ob ein Tausch stattgefunden hat, soll ich daran festmachen, ob anschließlich die Software nur bei einem bestimmten Kunden eingesetzt wird (”Unikat”, meine abstrakte Arbeit bleibt werthaltig, Tausch hat stattgefunden) oder bei mehreren/vielen (”Universalgut”, meine abstrakte Arbeit scheint nun plötzlich wertlos zu geworden zu sein, wodurch kein Tausch mehr stattgefunden hat, weil ich meinem Auftraggeber keinen “Gegenwert” geliefert habe)??«
Vier Fragen stecken hier drin:
- Kann man abstrakte Arbeit aufwenden?
- Findet ein Tausch statt, wenn sich eine Firma eine Software entwickeln lässt?
- Unterscheiden sich Unikat und Universalgut hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit?
- Was ist mit Zwischenformen von Unikat und Universalgut?
Der Reihe nach.
Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie
22. Juni 2007, 21:49 Uhr 7 Kommentare
Web 2.0: Kapitalismus reloaded?
Für den Moment nehme ich mal an, Stefan hätte Recht und Informationsgüter seien Universalgüter und diese ohne Wert und keine Waren.
Daraus den Untergang des Kapitalismus abzuleiten ist nun aber verfrüht, bekanntlich ist der sehr erfinderisch darin immer neue Dinge zu Waren zu machen. Den auch schon nicht mehr ganz so neuen Hype ums Web-2.0 könnte man womöglich als eine Antwort des Kapitalismus auf diese Informationsgüter-Sackgasse interpretieren. Wie das? Die Idee ist einfach, man macht nicht mehr die Informationsgüter selbst zu Waren – sondern einfach die sozialen Netzwerke, die sie erzeugen. Da wird ganz konventionell Plattenplatz vermietet, jedoch die User gebunden durch ihre Kontakte untereinander, so daß sie nicht mehr so ohne weiteres den Anbieter wechseln können (siehe den aktuellen Fall bei flickr). Verwertet wird zudem noch Zeit der User, die in vielen Fällen als Freizeit wahrgenommen wird.
Natürlich gibt es auch da schon Freie Bestrebungen (siehe zB. Wikipedia, oder den gelungenen Aufstand bei digg), aber vieles von dem, was da passiert, passt zumindestens nicht mehr in das Raster der Universalgüter. Das Keimförmige ist also wohl nicht ausschliesslich über sowas wie Wertformanalyse identifizierbar, auch wenn das sicherlich nicht unwichtig ist.
Kategorien: Feindbeobachtung, Freie Inhalte, Soziale Netzwerke
20. Juni 2007, 23:28 Uhr 11 Kommentare
Gorz über Universalgüter
André Gorz hat mit »Wissen, Wert und Kapital. Zur Kritik der Wissensökonomie« (Rotpunktverlag 2004) ein wichtiges Buch geschrieben, dass im wesentlichen in die gleiche Richtung zu argumentieren sucht, auf die es mir ankommt. Gorz unterscheidet Universalgüter und Allgemeingüter terminologisch noch nicht, inhaltlich ist die folgende Passage jedoch klar:
»Der Begriff des Wertes im ökonomischen Sinne als Tauschwert lässt sich nur auf Waren anwenden, das heißt auf Güter und für Dienstleistungen, die im Hinblick auf ihren Tausch produziert wurden. Was nicht durch menschliche Arbeit produziert ist sowie a fortiori was nicht produzierbar oder nicht tauschbar oder nicht für den Tausch bestimmt ist, hat keinen ökonomischen Wert. Das gilt … ebenso für Allgemeingüter die, wie etwa überliefertes Kulturgut, weder geteilt noch gegen andere ausgetauscht werden können. … (Sie) können allerdings beschlagnahmt werden. Es genügt, ihre Zugangsmöglichkeiten zu privatisieren, um Zugangsrechte erheben zu können. Auf diese Weise werden Allgemeingüter in Scheinwaren verwandelt, die den Verkäufern der Zugangsrechte eine Rente verschaffen.« (S. 33)
Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie
19. Juni 2007, 11:22 Uhr 26 Kommentare

