Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Home Stories: Manchmal hinke ich mir selbst hinterher

Streifzüge Nr. 60/2014[Dieser Artikel erschien nicht in der Printausgabe. Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Von Birte Friebel

Erlebe ich gerade einen Funktionswechsel in mir selbst? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich nach Begriffen für den Wandel gesucht habe, den ich gerade durchmache. Natürlich lässt sich das erst rückblickend beurteilen. Dieser Text hier wird also vielleicht irgendwann mal ein Text über einen Funktionswechsel gewesen sein.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen

19. Juni 2014, 06:27 Uhr   1 Kommentar

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Auf zum gemeinen Uneigentum?

Streifzüge Nr. 60/2014[Dieser Artikel erschien nicht in der Printausgabe. Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Anmerkungen aus ökokommunistischer Sicht

Von Hans-Hermann Hirschelmann

Am Keimform-Blog (keimform.de) schätze ich neben Berichten und Reflektionen über Open Source oder Peer-to-Peer Projekten Zeichen ernsthaften Nachdenkens über Kommunismus. Ganz unutopistisch sind reale Bewegungen ins Visier genommen, die als Keimformen eines kommunistischen Füreinanders identifiziert werden. Allerdings eines mit „C“ geschriebenen Kommunismus, der vom Begriff der „Commons“ abgeleitet ist bzw. vom „Commoning“. Denn Commons oder Allmendegüter, so wird hier zurecht betont, sind keine Dinge, deren Natureigenschaft es ist, für alle da zu sein. Commons werden erst durch das Commoning Realität. Und die existiert insoweit die Verarbeitung, Verwendung, Pflege, Wiederherstellung usw. von Ressourcen eine tatsächlich gemeinsam zu verantwortende Angelegenheit aller ist.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie

16. Juni 2014, 06:25 Uhr   5 Kommentare

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Der Versuch, die Geschichte auf unsere Seite zu ziehen

Streifzüge Nr. 60/2014[Dieser Artikel erschien nicht in der Printausgabe. Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Zur Kritik des Keimform-Ansatzes

Von Simon Sutter

Der Keimform-Ansatz wird als eine (dringend nötige) Alternative zu bekannten Transformationstheorien gehandelt. Wer Revolutionsromantik und Reformismus beiseite lassen will, findet in ihm einen Weg, emanzipatorische Transformation anders zu denken. Dieser Text hat nicht die Absicht, die Keimformtheorie als überholt oder falsch darzustellen, sondern will einige Aspekte des Keimform-Ansatzes einer kritischen Reflexion unterziehen.

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Kategorien: Commons, Theorie

7. Juni 2014, 06:21 Uhr   10 Kommentare

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Home Stories: Keimformen, Wünsche und Zufallsfunde

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Einem lieben Wunsch kann leicht passieren, dass er etwas findet, was er zu schnell für das Gesuchte hält. Columbus glaubte bis an sein Lebensende daran, 1492 den Seeweg nach China (das damals zu „Indien“ zählte) entdeckt zu haben, obwohl er auf einem ganz anderen Kontinent gelandet war. Manchmal ist es sicherer, auf unerwartete oder gar unerwünschte Entdeckungen zu setzen.

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Kategorien: Praxis-Reflexionen

4. Juni 2014, 06:19 Uhr   4 Kommentare

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Hausprojekte als Organisationsformen des Prekariats

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Oder: Privateigentum, Kollektivhäuser und der Commonismus

Von Georg Merseburger

Der Text berichtet aus einer Leipziger Perspektive von Erfahrungen mit Hausprojekten. Er möchte aufzeigen, wie Hausprojekte zugleich Teil neoliberaler Stadtentwicklung und Bausteine einer commonistischen Perspektive sein können – und auch, wo die Bruchlinien verlaufen. Dazu blickt er auf eine mittelgroße, in letzter Zeit des Öfteren medial gehypte ostdeutsche Stadt: Leipzig.
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Kategorien: Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen, Theorie

22. Mai 2014, 08:19 Uhr   Kommentieren

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Homestories: Landnahme

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Von Barbara Grün

Auch mich hat das Mapping-Fieber gepackt. Mapping, so nennt man das Erfassen von Geodaten in der Community von OpenStreetMap (OSM).

Am Anfang reizten vor allem die weißen Flecken. Unbekanntes Terrain für die Community, das erschlossen werden will. Also hinaus in die Welt und Daten sammeln, Wissen befreien und damit bislang so vernachlässigten Aktivitäten wie Radfahren und Spazierengehen eine übergeordnete Bedeutung geben. Sinnstiftung für das, was ohnehin schon Spaß macht, dem Alltag aber bislang immer nur abgerungen werden konnte als so genannte „Freizeit“. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Freie Inhalte, Praxis-Reflexionen

19. Mai 2014, 06:13 Uhr   Kommentieren

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Keimformen und Konvivialität

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Von Andrea Vetter

Wie stellen wir uns eine freiere Gesellschaft vor? Welche Dinge brauchen wir dort – Open-Source-Traktoren, Mikrovergaser, Rennautos oder Komposttoiletten? Tragen diese Dinge, wenn es sie heute schon gibt, vielleicht sogar den Keim für eine freiere Gesellschaft in sich? Eine freiere, künftige Gesellschaft wird nicht plötzlich über Nacht entstehen, sondern kann sich nur durch das Ausprobieren von anderen gesellschaftlichen Praktiken im Zusammenspiel mit anderen (von Menschen hergestellten) Dingen langsam herausbilden (Habermann 2009, Gibson-Graham 2008). Wie aber wird diese Gesellschaft, wie werden ihre Dinge aussehen? Vielleicht ist es sinnvoll, sich dafür intuitiv auf die Suche zu begeben nach Dingen, die es jetzt schon gibt und die für eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus brauchbar sein könnten.
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Kategorien: Theorie

14. Mai 2014, 06:11 Uhr   4 Kommentare

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Dass nichts bleibt, wie es ist…

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Von Annette Schlemm

Dass nichts bleibt, wie es ist…“ – dies ist eines der größten philosophischen Rätsel mit ungemein politischem Hintergrund. Den Beschleunigungswahn der technischen „Revolutionen“ erlebt jeder Mensch unserer Zeit. Aber viele von uns haben auch schon erlebt, dass sich staatliche Institutionen und gesellschaftliche Produktionsverhältnisse grundlegend verändern können. Und einige erwarten – möglichst bald – den nächsten Wandel, bei dem wir uns von unnötigen ökonomischen Beschränkungen, wie dem Kapitalakkumulationszwang und auch anderen Herrschaftsformen endgültig befreien.

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Kategorien: Theorie

8. Mai 2014, 06:08 Uhr   Kommentieren

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Kein Form!

Streifzüge Nr. 60/2014[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Wir haben nichts zu erfüllen, außer uns selbst

Von Franz Schandl

Form? Was ist das? Und muss alles, was sich gestaltet, einer Form und, mit ihr eng verbunden, einer Norm entsprechen? Wenn auch einer gänzlich anderen? So hege ich Skepsis gegenüber der Darstellung der freien Assoziation als Form oder Logik, Ordnung oder Produktionsweise. Umwälzung meint Entstrukturierung, nicht die Installation neuer Formgesetze. Transformation ist kein Formierungskonzept, sondern eine Entformierung. Auch der Begriff Normalität verweist doch nur darauf, dass Lebensäußerungen sich innerhalb bestimmter Normen zu vollziehen haben. Selbst wenn es weiterhin Gewöhnliches, Ungewöhnliches und Außergewöhnliches geben wird, heißt das doch nicht, dass Norm und Form konstituierend sind, dass gar ein neues Gesellschaftssystem vorliegt.

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Kategorien: Theorie

5. Mai 2014, 06:01 Uhr   3 Kommentare

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Wie der Kapitalismus entstand

Streifzüge Nr. 60/2014Und was uns das über die Entstehungsvoraussetzungen der nächsten Gesellschaft lehrt

[Alle »Keimformen«-Artikel in Streifzüge 60/2014]

Die US-amerikanische Historikerin Ellen Meiksins Wood befasst sich in ihrem sehr lesenswerten Buch The Origin of Capitalism: A Longer View (London: Verso, 2002, Seitenangaben nachfolgend in Klammern) mit der Frage nach der Entstehung des Kapitalismus. Ihre Antwort ist dabei sowohl originell als auch plausibel, weshalb sie eine nähere Betrachtung verdient. Im Folgenden sollen zunächst Woods – im deutschsprachigen Raum bislang wenig diskutierte – Erkenntnisse vorgestellt werden. Anschließend erörtere ich kurz, wie weit ihre Rekonstruktion dem Keimform-Modell geschichtlicher Entwicklungen entspricht, wobei ich einige für die Keimformtheorie problematische Differenzen sehe. Dreht man Woods Analyse der Entstehungsvoraussetzungen des Kapitalismus um, erkennt man Merkmale, die eine Produktionsweise aufweisen muss, um nicht zwangsläufig wieder beim kapitalistischen Modell zu landen – das Thema des letzten Teils dieses Artikels.

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Kategorien: Commons, Theorie

2. Mai 2014, 06:15 Uhr   31 Kommentare