Arbeit
Die Wiener Streifzüge erscheinen diesmal mit dem Schwerpunkt ARBEIT. Ja, Arbeit durchgestrichen, also gegen die Arbeit. Da konnte ich nicht zurückstehen und habe meiner Kolumne Immaterial World auch den Titel Arbeit gegeben, nicht durchgestrichen, deswegen aber lange noch nicht »für Arbeit«. Sondern ein Versuch einer differenzierten Darstellung.
Arbeit
Wenn alle gegen die Arbeit reden, soll hier für die Arbeit das Wort ergriffen werden. Nein, falsch, die Arbeit kann nicht belobigt werden, denn in einer abstrakten Redeweise kann man nicht für oder gegen die Arbeit sprechen bzw. schreiben. Wir kommen also auch hier nicht um die Mühe des Begriffs herum, die kolumnengemäß kurz ausfallen muss.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie
20. November 2011, 07:18 Uhr 24 Kommentare
Kulturflatrate!
Um ein etwas anderes Verständnis einer Kulturflatrate geht’s in meiner Kolumne in den aktuellen Streifzügen.
Außerdem im gleichen Heft: Notizen zur Solidarischen Ökonomie
Kategorien: Medientipp
10. August 2011, 17:02 Uhr Kommentieren
Fight ACTA, Create Commons!
Unversehens brennend aktuell ist meine Kolumne »Immaterial World« in den neuen Wiener »Streifzügen«: Es geht um das Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), mit dem in abgestimmter Weise global gegen sog. Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen vorgegangen werden soll. Das geheim verhandelte Abkommen soll in Kürze unterzeichnet werden.
Hintergründe zu ACTA und Überlegungen, was man gegen ACTA tun kann, gibt’s im Artikel »Fight ACTA, Create Commons!«.
Themenschwerpunkt der Streifzüge-Ausgabe ist »FremdE«.
Kategorien: Eigentumsfragen, Feindbeobachtung
20. November 2010, 07:11 Uhr 3 Kommentare
Kritische Kategorien
In der neuen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen« geht es um die Rolle einer speziellen Sorte von Begriffen: um kritische Kategorien. Kategorien sind analytische Begriffe, die einem »die Realität aufschließen«, sie sind sozusagen die Brille, durch die wir die Realität wahrnehmen. Von den Kategorien hängt ab, was wir zu Gesicht bekommen.
Versteht man etwa »Subjekt« im Wortsinne ausschließlich als das »Unterworfene«, als Gefangenen der Fetisch-Verhältnisse, dann wird die Seite des »unter vorfindlichen Bedingungen Handelns« verabsolutiert. Dabei gerät die andere Seite aus dem Blick, nämlich die des Schaffens und Veränderns der vorhandenen Bedingungen. Auch diese Seite darf nun wieder nicht vereinseitigt werden — etwa im Sinne eines willkürlichen Wunschschloss-Bauens –, sondern Handlungseinschränkungen wie -Möglichkeiten müssen in ihrer Widersprüchlichkeit sichtbar gemacht werden. Das ist die Aufgabe kritischer Kategorien. Mehr dazu steht in der Kolumne.
Um das komplizierte Verhältnis von an Marx orientierter Gesellschaftstheorie, Kategorien und Einzeltheorien geht es auch in einem Workshop bei der Ferienuni Kritische Psychologie, an dem ich teilnehme. Wer sich für die hier angesprochenen erkenntnistheoretischen Fragen interessiert, ist herzlich eingeladen.
Kategorien: Theorie
17. August 2010, 07:56 Uhr Kommentieren
Kritische Psychologie
Die Kritische Psychologie ist unverzichtbar, wenn es um einen Begriff vom gesellschaftlichen Menschen geht. Das ist die Kernaussage der aktuellen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen« mit dem Schwerpunktthema »Freundschaft«.
Einen qualifizierten Begriff vom gesellschaftlichen Menschen benötigen wir vor allem in den neuen Debatten um die Commons. Immer wieder taucht dort nämlich die Frage auf, warum denn Menschen erfolgreich ihr Commoning, die soziale Praxis rund um die Commons, hinbekommen. Elinor Ostrom hat das zwar empirisch nachgewiesen, aber gleichzeitig nicht mit dem homo oeconomicus der klassischen Wirtschaftstheorie gebrochen. Hier liefert die Kritische Psychologie Antworten, die für eine emanzipatorische Praxis hilfreich sein können.
P.S. Vom 24. bis 28. August 2010 findet an der FU Berlin die 7. Ferienuniversität Kritische Psychologie statt.
Kategorien: Commons, Termine, Theorie
12. April 2010, 06:58 Uhr Kommentieren
Gesellschaft
Wie in 6300 Zeichen erklären, was Soziolog_innen oft gar nicht mehr kennen wollen — Gesellschaft? Das war die schwierige Aufgabe meiner Kolumne in der neuen Ausgabe der Wiener Zeitschrift »Streifzüge«. Meine versuchte Antwort: Die menschliche Gesellschaft begreift man nur, wenn man auch den gesellschaftlichen Menschen begreift — und umgekehrt. Emanzipatorische Theorie kommt da nicht drumherum. Versucht sie es doch, landet sie in zwei verschiedenen Sümpfen: dem Etatismus (Verabsolutierung der gesellschaftlichen Determination) oder dem Neoliberalismus (Verabsolutierung eines isolierten Individuums). Wie oft bei so schwierigen philosophischen Themen hat mich Annette beraten — danke dafür!
Der Rest der »Streifzüge« mit dem Schwerpunkt »Wohnen« ist übrigens auch sehr interessant
Kategorien: Theorie
6. Januar 2010, 07:16 Uhr 5 Kommentare
Was ist »Information«?
Um die »Information« geht es in der aktuellen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen«. Themenschwerpunkt des aktuelle Heftes sind die »Ressourcen«. Obwohl vorher nicht geplant, passt die Kolumne ganz gut in das Thema rein, handelt es sich bei der Information doch um eine spezielle Ressource.
Die umstrittene Kernthese der Kolumne lautet: Information ist keine Erscheinung der unbelebten Natur, sondern an das Leben gebunden. Damit werden alle »physikalistischen« Ansätze (also die allermeisten) zurückgewiesen. Warum ist das wichtig?
Kategorien: Medientipp, Theorie
23. Juli 2009, 12:14 Uhr 4 Kommentare
Streifzug-Review 10: »Universalgüter«
Die zehnte Ausgabe der Kolumne »Immaterial World« in der Wiener Zeitschrift »Streifzüge« ist die bislang wohl am heftigsten diskutierte. Es ging um die »Universalgüterthese«. Nach dieser These sind digitale Informationsgüter immer gesellschaftliche — eben universelle — Güter, auch wenn sie künstlich in eine private Form gezwungen wurden. Damit sind sie genuin wertlos. Wenn sie dennoch als privatisierte Universalgüter verkauft werden, wird nicht »ihr Wert« realisiert — sie besitzen ja keinen Wert –, sondern der Verkäufer eignet sich eine Informationsrente an, also Wert, der anderswo geschaffen wurde. — Ein kniffliges theoretisches Problem, das entsprechend umstritten ist.
Kategorien: Commons, Freie Software, Theorie
11. April 2009, 06:51 Uhr 1 Kommentar
Commons — Gemeingüter
In der neuen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen« geht es um die »Commons« — ein Dauerbrenner hier im Keimform-Blog. In 6300 Zeichen fasse ich zusammen, was Commons sind, wie sie historisch nieder gemacht wurden, um dem Kapitalismus zum Durchbruch zu verhelfen, und wie strategisch bewahrende und produzierende Commons-Bewegungen zusammen finden können.
[Update: Der Artikel wurde von Dora de la Vega auf spanisch übersetzt -- Vielen Dank, Dora!]
Kategorien: Commons, Medientipp
29. März 2009, 04:32 Uhr Kommentieren
Abstraktes und konkretes Allgemeines
In meiner neuen Kolumne »Immaterial World« in den Wiener »Streifzügen« greife ich mit dem »Allgemeinen« nochmal ein philosophisches Thema auf, das auch hier im Keimform-Blog schon mal angesprochen wurde.
Was ist eigentlich allgemein? Was tun wir, wenn wir verallgemeinern? Warum gelangen wir spontan häufig nur zum abstrakt Allgemeinen? Was ist demgegenüber dann ein wissenschaftliches begründetes konkret Allgemeines? — Das sind so ein paar Fragen, die mich zu dem (viel zu kurzen) Artikel trieben.
Kategorien: Medientipp, Theorie
15. November 2008, 13:43 Uhr 14 Kommentare
