com.munismus.komm! Patente Sachen über Wissen, Arbeit und Eigentum
Die Zeitschrift »prager frühling« ist inhaltlich mit der Emanzipatorischen Linken verbunden, der am wenigsten »traditionalistischen« Strömung in der Linkspartei. Redakteurin und Leitfigur ist die Bundestagsabgeordnete Katja Kipping. Das »Magazin für Freiheit und Sozialismus« (hm, ist Freiheit und Sozialismus tatsächlich additiv und nicht inklusiv?) führte mit Sabine Nuss und mir ein längeres Gespräch zum Thema Wissen, Produktionsweise und Keimform.
Das im folgenden veröffentlichte, gekürzte Gespräch repräsentiert ein gefühltes Fünftel von dem, was wir diskutiert hatten.
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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Freie Software, Reichtum & Knappheit
25. Oktober 2010, 07:28 Uhr 2 Kommentare
Überleben in den Creative Industries
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltet nächstes Wochenende in Berlin eine Kongress zum Thema “Überleben in den Creative Industries” in der Volksbühne im Prater. Ich werde dort Freitag Abend um 20:30h auf einem Podium mit Wolfgang Schimmel, Sabine Nuss und Matthias Spielkamp über Urheberrechte diskutieren. Ich würde mich freuen euch da zu sehen. Wer mag, kann sich ja vorher nochmal meine Thesen zum Thema angucken.
Kategorien: Eigentumsfragen, Termine
10. November 2009, 14:38 Uhr 2 Kommentare
Freie Software als des Staates Helfer
Kürzlich bin ich über ein ältere Publikation gestolpert, die eine mir neue Variante der Kritik an Freier Software im allgemeinen und implizit auch der Keimformhypothese im besonderen lieferte. Es geht um den Aufsatz »Electronic Government und die Free Software Bewegung: Der Hacker als Avantgarde Citoyen« von Christoph Engemann, erschienen in »Politiken der Medien. Medien als Kriegs- und Regierungstechnologien« (diaphanes, 2005, S. 155-171). These des Beitrages ist,
dass die Hacker der Free Software Bewegung … einen der wichtigsten Bausteine der Staatlichkeit im 21. Jahrhundert geschaffen haben — dass sie tatsächlich, wenn auch wahrscheinlich unfreiwillig, Avantgarde-Citoyen waren bzw. in erheblichem Maße sind. (155)
Die Kritik wird deutlich, wenn man noch die Aussage des Autors dazu liest,
dass nicht eine neue revolutionäre Klasse mit der Free Software Bewegung aufgetreten ist, sondern Hacker als Avantgarde-Citoyen agiert haben (168)
Kategorien: Freie Software, Theorie
16. Juni 2009, 07:14 Uhr 6 Kommentare
Workshop zu Markt- vs. Planwirtschaft
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltet einen Workshop zu Markt- vs. Planwirtschaft: “Total verplant? Wochenend-Workshop zu Plan und Markt: In der Theorie, dem Realsozialismus und anderswo”. Der Workshop wird am 27./28. Juni 2008 in Berlin stattfinden; das gesamte Programm gibt es online.
Schade, dass die Peer-Ökonomie als dritte Produktionsweise neben Markt und Plan noch nicht thematisiert wird – das könnte sich bei einer Nachfolgeveranstaltung aber vielleicht ändern
Freie Software ist immerhin schon ein Thema des jetzigen Workshops, wobei die Perspektive da eher kritisch zu sein scheint (was ja nicht verkehrt ist, aber die Beschreibung klingt doch etwas einseitig):
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Freie Software, Theorie
30. Mai 2008, 14:51 Uhr 3 Kommentare
Streifzug-Review 9: »Copyright & Copyriot«
In der neunten Ausgabe der Kolumne »Immaterial World« der Wiener Zeitschrift »Streifzüge« geht es um das Buch »Copyright & Copyriot« von Sabine Nuss. Neben viel Löblichem habe ich eine doch ziemlich grundsätzliche Kritik an dem Inhalt formuliert. Eine kurze Rekapitulation und eine weiter gespannte Reflexion über das Denken.
Kategorien: Eigentumsfragen, Gender, Praxis-Reflexionen, Theorie
3. März 2008, 12:42 Uhr Kommentieren
Eigentumsdiskussion
War jemand bei dieser Veranstaltung zum Thema Eigentum mit Sabine Nuss und Christian Schmidt und kann berichten? Es gibt ein langes und ausführliches Protokoll sowie einen Mitschnitt bei Daniel Kulla. Klingt sehr spannend.
Kategorien: Eigentumsfragen
14. Dezember 2007, 14:42 Uhr 4 Kommentare
ABC der Alternativen
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat ein “ABC der Alternativen” rausgebracht, wo die unterschiedlichsten Ansätze vorgestellt werden. Ein Teil der Stichwörter ist online. Unter anderem auch einen Artikel von Sabine Nuss zum Thema “Open Source“, der mit folgendem Fazit endet:
Die Produktionsweise von Open Source Software zeigt also, dass effiziente und effektive Produktion außerhalb der Marktzwänge möglich ist. Sie widerlegt damit die These der bürgerlichen ökonomischen Theorie, dass nur Privateigentum Anreiz für Produktivität, Effizienz und Innovation schaffen würde. Open Source ist jedoch nicht per se eine Alternative zur kapitalistischen Produktionsweise. Sie bildet nicht bereits den »Keim« einer künftigen kommunistischen Gesellschaft. Das emanzipative Potenzial von Open Source oder Freier Software liegt vielmehr in ihrer Funktion als Türöffner für Debatten über nicht-marktförmige Produktionsweisen, sie macht alternative Gesellschaftsformen sicht- und denkbar.
So ähnlich sehe ich das durchaus auch. Ich würde die Produktionsweise aber weniger negativ als “frei von Marktzwängen” beschreiben, als vielmehr positiv als “(in weiten Teilen) selbstorganisert, global und wertfrei”. Ich finde dann merkt man auch viel eher, dass das zwar noch nicht der Kommunismus ist, aber immerhin etwas, was sonst leider noch alles andere als alltäglich ist. “Frei von Marktzwängen” ist auch die Bundeswehr
Kategorien: Freie Software, Medientipp
19. Oktober 2007, 13:14 Uhr 1 Kommentar
Eigentum und Freie Software
Einer meiner Blogbeiträge zum Open Source Jahrbuch hat mit einiger Verzögerung zu einer Diskussion auf der Oekonux-Liste geführt, ob die theoretische Fundierung der Freien-Software-Bewegung tatsächlich auf einem spezifisch kapitalistischen Eigentumsbegriff basiert oder nicht. Da es hier um den Kern der von Sabine Nuss geäußerten Kritik steht, dokumentiere ich hier einen längeren Beitrag von mir zu dieser Frage. Das macht es vielleicht für Leute, die Sabines Buch nicht kennen, leichter nachvollziehbar, was hier immer mal wieder erörtert wird.
Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie
14. Juni 2007, 19:28 Uhr 1 Kommentar
Ökonomie, Feminismus, Seminar
Die hier vielgelesene und diskutierte Sabine Nuss veranstaltet mit anderen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung ein Seminar mit dem langen umständlichen Titel: “Ökonomische Theorie und wirtschaftspolitische Debatte aus herrschaftskritischer und feministischer Perspektive”.
Die Ankündigung klingt für mich recht spannend.
Kategorien: Gender, Termine, Theorie
17. April 2007, 18:29 Uhr Kommentieren
Vergesst die Kopierbarkeit!
Sabine Nuss betont in ihrem Blog nochmal, warum ihr die in und um die Freie-Software-Szene üblichen Analysen zu kurz greifen:
Üblicherweise heißt es auf Seiten der Verfechter von Freier Software (wenn sie nicht eh schon kapitalismus-kritisch sind), dass diese spezielle Eigentumsform nur möglich ist, weil es sich um ein immaterielles und damit nicht-knappes Gut handelt. Das heißt ja im Umkehrschluss: In der materiellen Welt ist Privateigentum notwendig, weil hier die Güter knapp sind. Deshalb war es mir ja so wichtig, das herrschende Eigentumsverständnis zu untersuchen. Das ergab, dass sowohl die Kritiker des Geistigen Eigentums als auch die Befürworter auf Basis der gleichen theoretischen Vorannahmen argumentieren.
Kategorien: Eigentumsfragen, Freie Software, Theorie
11. Februar 2007, 22:39 Uhr 1 Kommentar
