Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Eigentum und Besitz und Commons

Liebe Leena, neben der unbedingten Würdigung deines Versuchs, in der Enquête-Kommission digitale Gesellschaft die Dogmatik des »geistigen Eigentums« etwas aufzubrechen, möchte ich mit diesem Text auf eine Dimension hinweisen, die bei dir (und wohl auch in der Kommission) überhaupt nicht vorkommt: Die Unterscheidung von Eigentum und Besitz. Du setzt das beides ins eins und willst gleichzeitig zu einer begrifflichen Klärung beitragen. Das wird nicht funktionieren. Ohne eine Unterscheidung von Eigentum und Besitz wird es nicht gehen.

Hier nun also auch »unverblümt« vor dem Waschgang in der »Kompromissmaschine« (schönes Wort!) mein Versuch, die inhaltliche Qualität dieser notwendigen Unterscheidung von Eigentum und Besitz zu verdeutlichen — samt folgenden Konsequenzen für die Debatte ums »geistige Eigentum«.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

22. April 2012, 11:17 Uhr   9 Kommentare

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GPL-Anteil schwindet — gut oder schlecht?

Seit einiger Zeit sinkt der Anteil der GNU General Public License (und verwandte) an Projekten Freier Software. Wie ist dieser Trend zu bewerten?

Noch vor einiger Zeit hätte ich spontan gesagt, dass es schlecht ist, wenn Copyleft-Lizenzen an Boden verlieren. Das Copyleft-Prinzip erzwingt, dass veränderte Programme die Lizenz beibehalten müssen, sofern sie veröffentlicht werden. Der »Freiheitsvirus« pflanzt sich fort. Doch worauf basiert diese »Freiheit«?

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Kategorien: Freie Software

24. Januar 2012, 13:42 Uhr   13 Kommentare

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COM’ON: Commons pushen

Bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Was braucht es, um Commons zu pushen?« (Moderation: Brigitte Kratzwald, Protokoll: Stefan Meretz). Los geht’s:

In der ersten Runde wurden zwei Vorschläge besprochen: Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

25. Dezember 2011, 07:06 Uhr   5 Kommentare

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Lieber Oskar Lafontaine,

beim letzten Programmkonvent der LINKEN sagten Sie dieses:

Wer die Eigentumsfrage nicht stellt, wird die ökologische Frage nicht lösen können. Das ist unsere Sonderstellung hier als Partei Die Linke. Und wir werden ja mittlerweile, liebe Freundinnen und Freunde, aus der Wissenschaft unterstützt. Der letzte Nobelpreis [für Wirtschaft 2009] , und ich empfehle allen, daran anzuknüpfen, ist an eine Wissenschaftlerin verliehen worden, Elinor Ostrom, die erforscht hat, daß Gemeinschaftseigentum ökologischer verwaltet wird als Privateigentum. Ja, selbst wenn das in der klassischen Wissenschaft erforscht wird, da sind wir, Die Linke, doch gehalten, darauf hinzuweisen: Gemeinschaftseigentum ist viel, viel eher in der Lage, zu umweltgerechtem Verhalten zu führen als Privateigentum.

Prima. Nur ist es so, Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

10. November 2010, 10:00 Uhr   10 Kommentare

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Ein Beitrag zur Commons-Debatte

Ich möchte gerne die Frage nach der Definition von Commons aus dem Beitrag im CommonsBlog „Revolution ist nicht für Gemeingüter kämpfen, sondern durch sie“ wieder aufnehmen, also die Frage, dass Commons immer eine CPR (Common Pool Ressource) brauchen, eine Community, das Commoning, Regeln oder was auch immer und schließlich Produkte das Endergebnis dieses Prozesses sind.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Praxis-Reflexionen

19. Mai 2010, 10:17 Uhr   7 Kommentare

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Freie Netze stören nicht!

Am 12. Mai entscheidet der Bundesgerichtshof über die Störerhaftung für Freifunknetze. Das klingt wahrscheinlich für die meisten irgendwie unwichtig. Es geht darum ob Leute, die ihr W-LAN für Fremde öffnen, dafür haften, wenn diese irgendetwas Illegales damit anstellen.

Da hängt aber noch viel mehr dran. Es werden dadurch nämlich bis auf weiteres die Weichen gelegt, ob es in Deutschland möglich ist dezentralisierte, selbstorganisierte Funknetzwerke zu betreiben und das wiederum ist auf lange Sicht ein wichtiger Schritt um das Internet selber machen zu können und somit nicht mehr auf die großen Betreiber angewiesen zu sein. Damit würde der Kampf um Netzneutralität auf ganz neue Beine gestellt, weil wir dann im Zweifel immer unsere eigenen Netze machen könnten.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Feindbeobachtung

25. April 2010, 11:29 Uhr   10 Kommentare

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Copy.Right.Now!?

Die Böll-Stiftung legt nach: Kaum ist der wirklich gute Gemeingüter-Report erschienen, kommt schon der nächste Reader: »Copy.Right.Now. Plädoyer für ein zukunftstaugliches Urheberrecht« (in Zusammenarbeit mit iRights.info). Offensichtlich haben hier zwei Teams ziemlich parallel gearbeitet, denn das merkt man dem Copyright-Reader an: Zwar wird im Vorwort auf die Gemeingüter-Broschüre verwiesen — und das war’s dann auch schon. Anschließend wird bestenfalls von »öffentlichen Gütern« gesprochen (Jeanette Hoffmann), weder Gemeingüter noch Commons (außer als CC-Lizenz) kommen sonst vor. Das ist erstaunlich.

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Kategorien: Eigentumsfragen, Freie Inhalte, Reichtum & Knappheit

14. April 2010, 19:28 Uhr   4 Kommentare

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Commons und Gütersystematik: Diskussion

Ding/Ressource [Klicken zum Vergrößern]

Was sind Commons, in welchem Verhältnis stehen sie zu anderen Gütern, Ressourcen und sozialen Beziehungen? Zur Einordnung hatte ich einen Entwurf einer Gütersysthematik vorgelegt. Dieser wurde diskutiert. Silke hat ihre Vorstellung in eine Mindmap gebracht (siehe oben, zum Vergrößern auf das Bild klicken). Diese Skizze will ich zunächst mit diesem Beitrag diskutieren, bevor ich in einem neuen Artikel dann einen neuen Vorschlag mache.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie

5. Oktober 2009, 06:27 Uhr   6 Kommentare

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A Bill of Rights for Users of the Social Web

In ihrem Blog “Open Social Web” stellen Joseph Smarr, Marc Canter, Robert Scoble, und Michael Arringto eine Liste von Grundrechten von Nutzern sozialer Netzwerke zur Diskussion.

Eine deutsche Übersetzung habe ich bisher nicht gefunden, nun also hier der Versuch (Korrekturen gerne gesehen):

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Kategorien: Freie Inhalte, Soziale Netzwerke

7. September 2007, 23:11 Uhr   3 Kommentare

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Ziviler Ungehorsam gegen obsoletes Recht

Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaft an der Universität Konstanz, hat bei der Podiumsdiskussion auf der re:publica07 zum Thema “Brauchen wir eine Blog-Etikette?” dazu aufgefordert, das Urheberrecht bewusst zu brechen, wo es obsolet sei. Zum Beispiel hält er Vorgaben, keine geschützten Bilder als Zitat in Blogs veröffentlichen zu dürfen, für unsinnig [src].

Eine ähnliche, etwas legalistischere Position nahm Udo Vetter bei der Publikumsberatung “Darf ich das bloggen?” ein. So sprach er sich dafür aus, nicht alle staatlichen Vorgaben umsetzen: “Ich mache nicht jeden Mist mit und werde keine Umsatzsteuer-ID und auch keine Datenschutzerklärung einstellen.” Nicht-kommerzielle Blogs bräuchten außerdem kein Impressum — kein vorauseilender Gehorsam! — Whow, das hätte ich so nicht erwartet. Waren wir hier bei keimform.de zu vorauseilend?

Kategorien: Eigentumsfragen

12. April 2007, 14:52 Uhr   1 Kommentar