Offene Lernplattformen sind nicht immer offen

In einer von ccLearn, einer Abteilung von Creative Commons (CC), durchgeführten Studie (vgl. auch die grafisch aufbereitete Zusammenfassung als PDF) wurden einige Hundert Bildungsprojekte und -organisationen untersucht, inwiefern die angebotenen Lern-Materialien frei nutzbar sind und unter einer entsprechenden Lizenz stehen. Das Ergebnis (siehe Abb. oben) ist ernüchternd.
Kategorien: Freie Inhalte, Lernen
1. August 2009, 07:31 Uhr 1 Kommentar
ox4 Notes IV: Case Study of a Large Free Software Project
This post finally concludes my coverage of the ox4 conference (part 1, part 2, part 3). On the third day, George Dafermos presented a case study of the FreeBSD project. He talked mainly about how the project is structured and how division of labor emerges.
The core team comprises 9 people which are elected by the committers and who, in turn, decide who gets commit rights. There are about 250 committers (who have the right to commit code to the code base) and about 5500 contributors (who have to filter their contributions through one of the committers). This confirms the 1-9-90 rule of thumb: less than 1% of participants steer the project (the core team), less than 10% contribute regularly (the committers), the rest contributes occasionally (the contributors). Officially, the core team also has the task to resolve conflicts, but there are very few conflicts, and usually the involved people resolve them by themselves.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Freie Software
15. Mai 2009, 09:21 Uhr 2 Kommentare
Workshop-Bericht: »Auf der Suche…«
Am letzten Sonntag, 8. März 2009, begaben sich ca. 50 Interessierte auf die »Suche nach dem Neuen im Alten« — so der Titel des Attac-Workshops, zu dem Benni und ich eingeladen hatten. Es wurden kurzweilige 90 Minuten. Der komplette Audio-Mitschnitt ist bei archive.org verfügbar.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Freie Inhalte, Freie Software
15. März 2009, 17:24 Uhr 4 Kommentare
Einige Thesen zur P2P-Gesellschaft
Weil Benni jetzt begonnen hat, auf Marcin Jakubowskis Arbeit hinzuweisen, der tatsächlich ein volles technologisches Programm für die Entwicklung einer P2P-Produktion auf materiellem Gebiet erstellt hat und auch in die Tat umsetzt, veröffentliche ich einige ins Unreine gedachte Gedanken, die anlässlich eines Briefwechsels mit Stefan Merten entstanden sind. Dies auch, weil meine relativ liberale Einstellung zu verschiedenen Dimensionen des “Herausarbeitens” aus der bürgerlichen Gesellschaft zu dem Missverständnis geführt hat, ich meinte mit etwas Lokalwährung und Sozialem Unternehmertum wäre alles in Butter (siehe Bergmann-Kritik). Es geht mir im wesentlichen um die Frage, was sind die Kernstrukturen und “Konstruktionsprinzipien” einer anderen Gesellschaft, wie wir sie von den Mustern der freien Softwareentwicklung her denken können.
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Kategorien: Freie Software, Lernen, Praxis-Reflexionen, Theorie
26. Oktober 2008, 00:35 Uhr 19 Kommentare
Arbeiterselbstverwaltung und Keimform
»Interessierter Beobachter« hat interessante Fragen aufgeworfen, die ich lieber als eigenen Beitrag diskutieren möchte. »Interessierter Beobachter« überlegt, ob die
Arbeiterselbstverwaltung … dem Keimformansatz sehr nahe sind (oder vielmehr der Keimformansatz diesen schon alten Konzepten mit seinen Problematiken)
und fragt schließlich, wie man die
Ausdehnung dieser Keimformen [wie Freie Software] auf immer größere Bereiche skizzieren … (kann), ohne bei einem bloßen Appell stehen zu bleiben
Mal davon abgesehen, dass der Keimform-Blog als Ganzes das Thema hat, sich letzterer Frage anzunähern, will ich meine Überlegungen hier skizzieren.
Übrigens: Wer ein längeres Nachdenken gerne als Artikel aufschreiben möchte, kann dies gerne tun! Dazu einfach als Nutzer registrieren, anmelden, Beitrag schreiben und Bescheid geben zum Freischalten des Beitrages.
Aber jetzt zu den Fragen nach den Keimformen, ihrer Verallgemeinerung und der Arbeiterselbstverwaltung.
Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen, Theorie
8. Oktober 2008, 11:00 Uhr 5 Kommentare
Life Despite Capitalism – Building Radical Economies
In the beginning of November 2008, the Escanda collective along with others will be hosting a four-day radical economics gathering. We will analyse why the current economic system has failed and we will learn from the possibilities and experiences of those working despite capitalism to build autonomous networks of production and circulation from a basis of sustainability, self organization, solidarity, respect and social/environmental justice.
The gathering will focus both on the theory of radical economics and the practice: working towards creating and building radical economies within and between our own movements and collectives.
We will provide a space for networking and there will be our very own radical marketplace for participants to bring, exchange, barter and give away goods as well as services etc. [reposted]
Kategorien: Commons, English, Soziale Netzwerke, Termine
12. September 2008, 17:42 Uhr Kommentieren
Hiddinghausen talks, part 1: An integrated collection of free design

As announced in the German part of this blog, a weekend workshop on peer production and the peer economy took place during the last weekend (29-31 August) in the nice little town of Hiddinghausen in the German Ruhr Area. A detailed three-part report on the workshop, which was a fully self-organized event with about 30 participants, is available in German. The first part of the workshop was dedicated to my proposal of how to generalize the principles and practices of commons-based peer production into a full-fledged peer economy; in the second part we discussed ways of growing the range and versatility of peer production that are possible here and now. For this English-language documentation of the event, I’ll focus on this second part.
As a first initiative for facilitating the peer production of physical goods and services, I proposed to set up a “Universal Production Set” (UPset): an integrated collection of free or open design. The goal of the UPset would be to provide designs, blueprints, and other production know-how for all areas of life, but with a a special focus on things that are essential for people to live a good life.
Kategorien: Commons, English, Freie Hardware, Theorie
4. September 2008, 18:18 Uhr 5 Kommentare
Peer-Ökonomie in Hiddinghausen – Teil 3
Schon der (erste|zweite) dritte Tag des Peer-Ökonomie-Wochenendes erreicht — die Zeit vergeht bei solchen Ereignissen immer sehr schnell. Heute vormittag hat Christian das Konzept des Commons-Netzwerkes vorgestellt. Grundidee ist, zuerst eine geeignete Infrastruktur aufzubauen — zum Verteilen von Designs, zum Verteilen von Gütern, für die Organisierung gemeinsamer Produktion, für eine spontane Kooperation und stigmergetische Interaktion — und dann wird die Peer-Produktion folgen. Auf diese Weise sollen die wesentlichen Grundbedürfnisse (die acht Essentials lt. Christian) abgedeckt werden können, wobei die Entnahme nach dem Flatrate-Modell geschieht.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Soziale Netzwerke, Theorie
31. August 2008, 22:02 Uhr 8 Kommentare
Materielle Peer-Produktion – Teil 1: Aufwandsteilung
[This is the German translation of the original English article.]
Voriger Teil: Merkmale der Peer-Produktion.
Das erste charakteristische Merkmal der Peer-Produktion besteht darin, dass der zum Erreichen der Ziele eines Projektes benötigte Aufwand unter den Menschen aufgeteilt wird, denen das Vorhaben wichtig genug sind, um dazu beizutragen. Wie dieses Teilen organisiert wird, hängt von der Art des Projekts ab.
Projekte, die Freie Software oder Freies Wissen produzieren, setzen auf eine Methode, die Francis Heylighen [2007] als “stigmergisch” (Hinweis-basiert) beschreibt. Die Arbeit, die in solchen Projekten geleistet wird, hinterlässt Zeichen (griechisch stigma) oder Hinweise, die andere motivieren, damit fortzufahren. Beispiele für solche Hinweise sind To-Do-Listen, Bug Reports und Feature Requests in Freien Software-Projekten; und “rote Links” auf fehlende Artikeln sowie Listen von “Fehlenden Artikeln” und “Artikelwünschen” in der Wikipedia. Sie weisen Beteiligte und potentielle Beteiligte auf lohnende Aufgaben hin.
Dieses Hinweissysteme dient auch als informeller Mechanismus für die Priorisierung von Aufgaben: je mehr Menschen eine Aufgabe wichtig ist, desto wahrscheinlicher wird sie jemand in Angriff nehmen (da die entsprechenden Hinweise sichtbarer und deutlicher werden dürften, und da Menschen sich eher um Dinge kümmern, die ihnen selbst am Herzen liegt). Und da sich jede/r selbst aussucht, wo sie sich einbringt, sind die Beteiligten im Allgemeinen motivierter als in Markt-basierten Systemen, wo man den Anweisungen eines Vorgesetzten oder Kunden Folge leisten muss. Zudem suchen sich die Beteiligten meist Aufgaben auf, die sich sich am ehesten zutrauen, was dazu führt, dass die unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten der Beitragenden nahezu optimal eingesetzt werden.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie
11. März 2008, 12:38 Uhr 3 Kommentare
Material peer production—Part 2: Free Cooperation
[Diesen Artikel gibt es noch nicht auf Deutsch. Wenn du dazu beitragen willst, das zu ändert, beteilige dich bitte an der Übersetzungs-Werkstatt.]
Previous part: Effort Sharing.
Cooperation Between Projects
In the previous part, I have discussed how a project can distribute the effort required for production among those who want to benefit. With these effort sharing models, it is not necessary for participants to produce by themselves what they want to consume—if a project produces different goods (bicycles, cars, etc.), you can take part in producing a good A, and in return get access to any other good(s) B produced by the same project. This allows you to get access to various goods without having to get involved in the production of all of them.
But so far these models have only been considered in the context of a single project, which poses a problem: as consumers, people generally have many diverse needs and desires. In order to satisfy them all, you would either need a project that produces a lot of very different goods, and such a huge project might become inflexible and hard to maintain. Or you would have to contribute to lots of different projects, which would complicate your life enormously.
We can understand this problem better by regarding the different aspects which the participants of a project need to handle:
Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Theorie
10. Februar 2008, 17:35 Uhr 4 Kommentare
