Karl Marx über Freie Software
Was Karl Marx vor mehr als 160 Jahren gedacht hat, wird zum Teil erst heute Realität. So auch die folgende Passage von 1844 über »Freie Software« und »Selbstentfaltung«, die Marx »individuelle Lebensäußerung« nennt (Bild rechts: Karl Marx mit 21 Jahren):
Gesetzt wir hätten als Menschen Freie Software hergestellt: Jeder von uns hätte in seiner Softwareentwicklung sich selbst und den anderen doppelt bejaht.
Kategorien: Freie Software, Theorie
12. Juni 2008, 17:37 Uhr 2 Kommentare
Nochmal lange Wellen
Wie angedroht kommt jetzt noch was zu Goldsteins Buch. Aber ich machs kurz, keine Sorge. Ich hab in meinem Wiki ein Konspekt reingestellt, da sind dann sowohl meine Zusammenfassung des Buches als auch ein paar erste Anmerkungen dazu drinnen.
Kategorien: Reichtum & Knappheit, Theorie
10. Juni 2008, 20:54 Uhr 3 Kommentare
»Copyfarleft — a Critique« published
My draft paper »Copyfarleft — a Critique« has been extensively improved by Mute-Magazine (thanx, Ben!), and has now been published online. Teaser:
In July last year Mute published Dmytri Kleiner’s critique of copyright and it’s ‘radical’ copyleft alternative, presenting a reformist programme based on Ricardo’s ‘iron law of wages’. But Marx demolished this analysis 140 years ago, argues Stefan Meretz. Time for FLOSS to catch up?
Read the full text here.
4. Juni 2008, 00:14 Uhr 4 Kommentare
Long Cycles – Zwischenstand
Im Rahmen meiner Forschungen zum Informationskapitalismus bin ich drüber gestolpert, dass ich mich eigentlich mal mit den diversen Theorien über sogenannte “lange Wellen” befassen müsste. Letztens hat mich dann hier ein hilfreicher Kommentar auf die Spur eines schon etwas älteren (1988) Buches von Joshua S. Goldstein gebracht: “Long Cycles – Prosperity and War in the Modern Age”. Leider hat mich lange der hohe Preis von einer Lektüre abgehalten obwohl mich eine vielversprechende Rezension noch neugieriger gemacht hat. Kurz nachdem ich dann das Buch so billig wie verranzt in einem Antiquariat in Amsterdam gekauft hatte, stelle ich jetzt fest, dass es schon längst vom Autor ins Netz gestellt wurde. Naja, dicke Wälzer am Bildschirm lesen, ist eh keine Freude.
Kategorien: Feindbeobachtung, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Theorie
23. Mai 2008, 11:38 Uhr 3 Kommentare
Unvermittelt netzwerken
Die AG /unvermittelt der Neuen Geselllschaft für Bildende Kunst (NGBK) Berlin organisierte gestern am Freitag, 18.4.2008, eine Veranstaltung mit dem Titel »Von der Kunst Netzwerke für sich arbeiten zu lassen« (vgl. auch hier). Neben zwei weiteren Referentinnen, die über »Internationale Gärten« und »Ladyfest« berichteten, war auch ich eingeladen, um etwas zum Thema »Netzwerken« beizusteuern. Eine Vertreterin der Genossenschaft »Weiberwirtschaft« und drei Jungs des »Netzwerks Grundeinkommen« waren ebenfalls zu Gast. Apropos Jungs: Ohne die drei hätte die Männerquote wohl deutlich unter 20% gelegen — ist »Netzwerken« ein »Frauenthema«? Komisch…
Leben in zwei Welten (Klicken zum Vergrößern)
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Soziale Netzwerke
19. April 2008, 19:39 Uhr 7 Kommentare
Commonismus kommt — als Slidecast
Hier nun wie versprochen der re:publica-Vortrag »Commonismus kommt. Zur politischen Ökonomie der Blogs« als Slidecast. Die Diskussion lief schon während des Vortrags. Die Beiträge aus dem Publikum habe ich ziemlich heftig verstärkt, so dass der Rauschlevel natürlich mit nach oben ging und die Akustik etwas »pendelt«. Nach dem Vortragsende gabs auch noch eine Diskussion, die allerdings nicht aufgezeichnet wurde. Und der Anfang (Begrüßung) fehlt auch. Sonst ist aber alles da (Dauer 01:08:03 Std.). Here we go:
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie
7. April 2008, 16:49 Uhr 6 Kommentare
re:publica08 — Vortrag über Commonismus
Eigentlich hatte ich geplant, meinen Vortrag auf der re:publica08 als Slidecast (Präsentation mit Ton) zu veröffentlichen. Aber leider habe ich die Aufnahme vor Ort versaut, weil ich vergaß, das Aufnahmegerät auf Kompression umzustellen. So lief der Speicher schnell voll, und die Hälfte fehlte
Ich hoffe nun, dass die re:publica-Organisatoren aus den Live-Streams der Veranstaltung auch noch Downloads erstellen werden. Hier zunächst mal die Präsentation als PDF und ODP.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Soziale Netzwerke
4. April 2008, 09:12 Uhr 10 Kommentare
re:publica bekommt: Commonismus kommt
Nach einigem Hin und Her gibt’s von mir am 3.4. doch noch einen Vortrag auf der re:publica08: »Commonismus kommt. Zur politischen Ökonomie von Blogs«. Stellen sich jetzt nur noch die Fragen:
Wie bekomme ich das noch vorbereitet?
Und: Wer kommt?
29. März 2008, 10:52 Uhr 1 Kommentar
Information goods as genuine societal goods
[This is a translation of a German article by Stefan Meretz, also discussed on keimform.de (in german: 1|2|3|4). The article has been published in the magazines »Streifzüge« (issue 40/2007) and »Contraste« (issue 2/2007). Translation was done by Stefan Merten -- many thanks!]
In issue 31 of the magazine krisis, Ernst Lohoff published a very interesting article. Title: »Der Wert des Wissens. Grundlagen einer politischen Ökonomie des Informationskapitalismus« (»The value of knowledge. Fundamentals of a political economy of the information capitalism«). It discusses the question whether digital information goods are commodities and whether they represent value substance (»Wertsubstanz«). Lohoff’s answer: They are neither commodities nor in an economical sense do they contain value. Here are the arguments in a short form.
Kategorien: Eigentumsfragen, English, Freie Software, Theorie
24. März 2008, 16:56 Uhr Kommentieren
Michael Heinrich ist ein Sozialdemokrat!
Das behauptet zumindestens Holger Wendt in einem lesenswerten Text, den ich in den Kommentaren eines Textes von Emanzipation oder Barbarei entdeckt habe. Bei mir hatte sich ja beim Lesen von “Die Wissenschaft vom Wert” auch schon der Eindruck eingeprägt, es handele sich da mehr um eine gelungene Dekonstruktion der Kritik der politischen Ökonomie als um deren Darstellung – entgegen Heinrichs eigener Intention. Schon seit einiger Zeit findet ja auch im Laboratorium anhand von Stefans Konspekt von Heinrichs Einführungsbuch eine interessante Diskussion statt.
Meine Rückfrage an Wendt wäre ja vor allem ob es nicht gute Gründe geben könnte Traditionsmarxisten wie Lenin gegenüber misstrauisch zu sein. Man muß ja nicht gleich zum Sozialdemokrat werden. Wenn man etwas aus der Uralt-Diskussion zwischen reformerischen Sozialdemokraten und Revolutionären lernen könnte, dann doch vor allem, dass beide Ansätze gescheitert sind. Ich verstehe zumindestens meine Suche nach Keimformen vor allem auch als Versuch diesen unproduktiven Widerspruch in eine produktive Dialektik zu verwandeln.
Kategorien: Medientipp, Theorie
8. Januar 2008, 16:01 Uhr 15 Kommentare


