Freie Quellen oder wie die Produktion zur Nebensache wurde (Teil 2)
[Teil 1]
Maschen und Trassen
Dass die Re/produktion von einer Belastung, der zahllose Menschen einen Großteil ihres Lebens widmen mussten, heute zur relativ mühelosen und meist eher angenehmen Angelegenheit geworden ist, hat auch damit zu tun, dass wir wo möglich auf Maschennetze setzen. Maschennetze (mesh networks) sind dezentrale Netzwerke, die allen die Teilhabe ermöglichen und so organisiert sind, dass niemand in einseitige Abhängigkeit gerät und sich niemand eine besonders privilegierte Position verschaffen kann.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie
10. April 2013, 07:25 Uhr 12 Kommentare
Freie Quellen oder wie die Produktion zur Nebensache wurde (Teil 1)
[Mein Beitrag zum neuen Sammelband „Etwas fehlt“ – Utopie, Kritik und Glücksversprechen der jour fixe initiative berlin (Hg.), erschienen bei edition assemblage (Münster 2013); Lizenz: CC-BY-SA. Der komplette Artikel ist auch als PDF und EPUB verfügbar.]
Küchenfabrikation
Produziert wird in der Küche oder im Badezimmer. In den meisten Haushalten stehen produktive Automaten. Beliebt ist die 3D-Druckerfräse, die einen 3D-Drucker mit einer computergesteuerten Fräsmaschine kombiniert. 3D-Drucker stellen dreidimensionale Gegenstände her, indem sie viele Schichten Bioplastik, Metall oder Keramik übereinander drucken, bis das gewünschte Objekt fertig ist. Typische Haushalts-3D-Drucker können so innerhalb einiger Stunden Gegenstände bis zu einer Größe von 50 mal 40 mal 30 Zentimetern herstellen. Das ist eine ganze Menge; ein Großteil der im Haushalt benötigten langlebigen Dinge lässt sich so fertigen, ob Geschirr, Besteck, Spiele und Spielzeug, oder Werkzeuge. Auch elektrische und elektronische Geräte und Lampen lassen sich produzieren, bis auf die Elektronik und die Leuchten selbst. Ebenso Ersatzteile, wenn etwas kaputtgeht oder nicht passt.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie
8. April 2013, 07:50 Uhr 10 Kommentare
Stigmergie
[Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge]
Wenn Kooperation nicht das Gegenteil der Konkurrenz ist (vgl. Streifzüge 56/2012) – was dann? Gibt es Formen der Kooperation, die nicht konkurrenzförmig strukturiert sind? Die gibt es, und darum soll es im folgenden gehen.
31. März 2013, 06:29 Uhr 8 Kommentare
Open Hardware für den Ozean
Wirklich cooles Beispiel, was collaborative Peer-Produktion mit Open Hardware erreichen kann: Ein neues Segelboot-Konzept für die Beseitigung von Öl- und Plastikverschmutzungen und zahlreichen anderen Anwendungsmöglichkeiten. Mehr hier.
Kategorien: Commons, Freie Hardware, Soziale Netzwerke
25. März 2013, 07:00 Uhr Kommentieren
Die Geldlogik kritisieren und überwinden
Am 4. und 5. April gibt im selbstverwalteten Jugendzentrum react!OR in Kempten (Allgäu), Frühlingstr. 17, einen Doppelvortrag:
- Do, 4.4.2013, 19:00 Uhr: Uli Frank, Einführung in die Kritik der Geldlogik
- Fr, 5.4.2013, 19:00 Uhr: Stefan Meretz, Commonismus
Hier die Einladungstexte:
Kategorien: Commons, Termine, Theorie
18. März 2013, 07:11 Uhr 2 Kommentare
Parecon versus Peer-Produktion Teil 1
[In den letzten Monaten habe ich mit Michael Albert über Peer Produktion und Participatory Economics, kurz Parecon, als Konzepte einer möglichen Produktionsweise von morgen diskutiert. Brigitte Kratzwald hat erfreulicherweise begonnen, die englischsprachige Diskussion in gekürzter Form ins Deutsche zu übertragen und nach und nach in der Contraste zu veröffentlichen. Dieser erste Teil ist in der Märzausgabe erschienen, weitere werden folgen. Die ganze Diskussion auf Englisch ist bei ZNet nachzulesen. Für die Übersetzung herzlichen Dank an Brigitte, die diesen Beitrag auch schon auf ihrem Blog veröffentlicht hat!]
Michael Albert: Beschreibung von Parecon
Parecon beschreibt Institutionen für eine ökologisch fundierte und klassenlose Wirtschaft, die Solidarität, Gleichheit und Sebstverwaltung stärkt. Dabei sind selbstverwaltete Arbeiter- und Konsumentenräte der zentrale Ort, an dem wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie
15. März 2013, 08:27 Uhr Kommentieren
Wien: Lesekreis zu Peer Produktion und gesellschaftlicher Transformation
Mitglieder von IOPS Austria haben einen Lesekreis zu Peer Produktion und gesellschaftlicher Transformation organisiert:
- 17. Jänner 2012 ab 19.00 Uhr
- Amerlinghaus, Stiftgasse 8 1070 Wien, Raum 4, Erdgeschoss
Diskutiert werden zwei Texte:
- Peer-Produktion und gesellschaftliche Transformation (12 Teile)
- Beyond Digital Plenty (2 Teile)
Kategorien: Termine
16. Januar 2013, 11:11 Uhr 1 Kommentar
Peercommony Reconsidered
[This is part of an debate regarding parecon and peercommony between Michael Albert and me. It is a repy to Michael Albert's Considering Peercommony. All articles can be found on the debate overview page – more will follow.]
Michael formulates various concerns and objections, many of whom are not new to me. I can’t address all of them fully, for lack of space and because many seem to ask for a blueprint of a future, non-capitalist society, which is not something I can or want to give. The meta-rule of all peer/commons-based institutions is that “you have to find your own rules.” Any successful peer project has a history of trial and error. Finding solutions that work for you is an essential part of the game.
But while I cannot describe the exact institutional mechanisms Michael asks me to describe, I’ll give my reasons why I think that people will be able to find and implement them. Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Theorie
6. Januar 2013, 07:15 Uhr 4 Kommentare
My Doubts About Parecon
[This is part of an debate regarding parecon and peercommony between Michael Albert and me. It is a repy to Michael Albert's Summarizing Participatory Economics. All articles can be found on the debate overview page – more will follow.]
While I like the goals of the Parecon, one thing that confuses me is that Parecon, while intended to overcome capitalism, still resembles it in an essential aspect. Society still revolves about paid labor: everybody is forced to work for money in order to be able to buy the things they need to live. Why is that so? Do we really must forever force people to work because otherwise they wouldn’t?
A typical proponent of capitalism would probably respond: “Yes, humans are just lazy bastards. Without coercion, nobody would work and humanity would perish.” Michael Albert argues a bit smarter, but essentially in the same way:
If we disconnect work and income, … people will typically choose to work too little for the social good to be optimally met, and people will choose to take too much for the system to even work because the available output will fall well short of available demands for income.
So, everybody it still a bit too lazy and a bit too greedy for society to work without coercion, it seems. But is that claim as self-evident as Albert puts it? Moreover, if the mismatch between “available output” and “available demands” was real, could Parecon avoid it? I doubt both points.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Theorie
19. Dezember 2012, 08:15 Uhr Kommentieren
Die Peer-to-Peer-Ökonomie und eine neue commonsbasierte Zivilisation
[Beitrag aus dem Commons-Buch (Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Hg. Silke Helfrich/Heinrich-Böll-Stiftung); Lizenz: CC BY-SA.]
Michel Bauwens und Franco Iacomella
Die Peer-to-Peer-Vision (P2P) für Wirtschaft und Gesellschaft basiert nicht auf einem utopischen Ideal; sie besteht vielmehr in der Verallgemeinerung jener Formen von Peer-Produktion, Peer-Governance und Peer-Besitz, die derzeit schon im Entstehen sind.1 Die Vision einer neuen Zivilisation und eines neuen Wirtschaftssystems beginnt mit der Analyse der grundlegenden Fehler dessen, was ist. Vollständigen Artikel lesen »
3. Dezember 2012, 06:07 Uhr 11 Kommentare
