Männliche Geeks behaupten ihre Maskulinität auf Kosten weiblicher Geeks
[German translation of a post at Restructure! and Geek Feminism Blog]
by Restructure!
Die meisten männlichen Geeks [1] glauben, dass sie die traditionelle Maskulinität [2] untergraben, in dem sie für sich selbst den Begriff »Geek« einfordern und sich mit ihm identifizieren. Für die meisten männlichen Geeks ist die Geek-Identität teilweise als Zurückweisung der »Jock«-Identität [3] definiert. Entsprechend der traditionellen sozialen High-School-Hierarchie sind Jocks Männer mit einem hohen Status und männliche Geeks Männer mit einem niedrigen Status; Jocks sind Alpha-Männer und männliche Geeks sind Beta-Männer; Jocks sind maskulin und männliche Geeks sind »unmännlich« [effeminate]. Wenn sich daher ein Mann als Reaktion selbst als »Geek« bezeichnet, dann redefiniert er, was es heißt ein Mann zu sein, dann redefiniert er die Geek-Identität als maskulin.
Kategorien: Gender, Praxis-Reflexionen
20. Juli 2010, 07:27 Uhr 15 Kommentare
Bechdel-Test
DE: Die Comic-Zeichnerin Alison Bechdel hat (in einem Comic) einen simplen Test erfunden. Es geht um die Frage, ob und wie Frauen in Filmen vorkommen. Filme erfüllen den Bechdel-Test, wenn sie drei Kriterien genügen:
- Mindestens zwei (namentlich genannte) Frauen kommen in dem Film vor.
- Sie reden miteinander …
- … über ein anderes Thema als einen Mann.
Nur wenige Filme bestehen den Test. Denn »mehr Frau« ist dem männlichen, weißen, heterosexuellen Zielpublikum echt nicht zuzumuten. Der Test sagt übrigens nichts über die Qualität des Films aus. [via]
5. April 2010, 15:52 Uhr Kommentieren
Die sechs Stufen der Krise
Alle reden über die fiese Krise. Dabei geht oft einiges durcheinander. In der marxistischen Diskussion gibt es eine lange Geschichte von Krisentheorien, die in einem Text von Thomas Sablowski sehr gut zusammengefasst wird. Er schließt mit den Worten:
“Das zeigt, dass die Kapitalakkumulation kein rein ökonomischer Prozess ist, sondern auch politische und militärische Dimensionen hat. Die politischen und militärischen Prozesse bleiben jedoch umgekehrt unverständlich, wenn sie nicht auch mit den Mitteln der Akkumulations- und Krisentheorie analysiert werden.”
Das klingt nach einem anspruchsvollen Programm. Aber man kann ja trotzdem mal anfangen. Um die “politische und militärische Dimension” zu verstehen ist es absolut erforderlich eine historische Perspektive einzunehmen und zu schauen welche Art von Krisen wir bereits beobachten konnten und was ihre auslösenden Tendenzen sowie ihre Auswirkungen waren. Das will ich im folgenden tun.
Kategorien: Feindbeobachtung, Theorie
23. Oktober 2008, 10:53 Uhr 41 Kommentare
Was soll schlecht sein am Matriarchat?
Diese Frage stellt Hannelore Vonier in ihrem interessanten Blog “Rette-sich-wer-kann” (The blog formerly known as Matriarchatsblog). Ich hatte damals mit einem spontanen Ausruf reagiert:
“Fortschritt! Aufklärung! Wissenschaft! Technik!”
Das war nicht so wirklich nachvollziehbar. Deshalb jetzt hier die Langversion:
22. Januar 2008, 16:44 Uhr 7 Kommentare
Untersuchung zu Frauen in Freier Software

Tja, dieser Graph spricht fuer sich. Eine der beiden Gruppen hat eine furchtbar verschobene Realitaetswahrnehmung.
Das Bild stammt von einer Studie, die schon knapp ein Jahr alt ist. Vielleicht kennt das hier deshalb schon der eine oder die andere: Ergebnisse einer EU-finanzierten Studie zu (dem Mangel von) Frauen in Freien Software Projekten.
Hier die wesentlichen Funde aus dem “Executive Summary”:
Kategorien: Freie Software, Gender
23. Februar 2007, 18:51 Uhr Kommentieren
