Lieber Oskar Lafontaine,
beim letzten Programmkonvent der LINKEN sagten Sie dieses:
Wer die Eigentumsfrage nicht stellt, wird die ökologische Frage nicht lösen können. Das ist unsere Sonderstellung hier als Partei Die Linke. Und wir werden ja mittlerweile, liebe Freundinnen und Freunde, aus der Wissenschaft unterstützt. Der letzte Nobelpreis [für Wirtschaft 2009] , und ich empfehle allen, daran anzuknüpfen, ist an eine Wissenschaftlerin verliehen worden, Elinor Ostrom, die erforscht hat, daß Gemeinschaftseigentum ökologischer verwaltet wird als Privateigentum. Ja, selbst wenn das in der klassischen Wissenschaft erforscht wird, da sind wir, Die Linke, doch gehalten, darauf hinzuweisen: Gemeinschaftseigentum ist viel, viel eher in der Lage, zu umweltgerechtem Verhalten zu führen als Privateigentum.
Prima. Nur ist es so, Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen
10. November 2010, 10:00 Uhr 10 Kommentare
Allmendesalon: Gemeingüter jenseits des Wachstumszwangs
Gestern fand der achte Salon »Zeit für Allmende« in der Heinrich-Böll-Stiftung statt, zu dem ich eingeladen war. Wie schon der vorhergehende Salon, bestimmte das Thema »Wirtschaft« die Diskussion, zumal die Wirtschaftsvertreter_innen in der großen Überzahl vertreten waren. Entsprechend waren die Beträge von Überlegungen bestimmt, wie man Commons und Wirtschaftslogik verbinden könne. Allein Christian und ich sprachen uns für eine deutliche Trennung der beiden Logiken aus.
Im Anschluss an den Salon gab es einen Fragebogen, mit dem wir um ein Feedback gebeten wurden. Ich beantworte die Fragen einfach gleich mal öffentlich — Transparenz ist ja ein wichtiges Element der Commons
Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit
15. Oktober 2010, 12:44 Uhr 4 Kommentare
Krise, Commons und Kommune
Strategien der Transformation — Tagung von Helle Panke e.V. Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (BdWi) in Werftpfuhl 22.-26.9.2010
Mir ist nicht wirklich klar, warum die Commons in dieser Veranstaltung auftauchen, liest sich die Ankündigung doch völlig konventionell und von Commons unbeleckt (nein, »Gemeineigentum« ist eben nicht das gleiche wie Gemeingüter bzw. Commons). Einzelne Beiträge gehen gleichwohl auf die Commons ein. Schade, dass ich nicht an der Tagung teilnehmen kann.
Doch lest selbst: Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Lernen, Termine
6. Juli 2010, 18:30 Uhr 8 Kommentare
Productive pigs and unproductive children
In our economy-driven society it is taken for granted, that it is »the economy« which produces the societally necessary goods. However, this is not the case, which can be impressively shown by looking into official statistics.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, English, Gender
4. Juli 2010, 19:45 Uhr 1 Kommentar
Produktive Schweine und unproduktive Kinder
In unser wirtschaftsdominierten Gesellschaft gilt es als selbstverständlich, dass es im wesentlichen „die Wirtschaft“ sei, die die gesellschaftlich notwendigen Güter produziere. Dem ist jedoch nicht so. Durch einen Blick in die offiziellen Statistiken können wir uns davon eindrucksvoll überzeugen.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Gender
1. Juli 2010, 15:42 Uhr 9 Kommentare
Wie das Fliegen regeln?
Die Pole der ökologischen Diskussion sind meistens Markt und Staat. Doch die Commons-Diskussion lehrt: In dieser Polarität ist nichts zu holen, wir müssen jenseits der Pole denken. Die Markt-Staat-Dualität führen der Grüne Winfried Hermann und der Linke Ivo Bozic in einer Diskussion um die Luftverkehrsabgabe in der Zeitschrift Jungle World exemplarisch vor — witziger Weise mit spiegelverkehrten Rollen: Hermann setzt auf den den Staat und findet die Luftverkehrsabgabe des schwarz-gelben Sparpakets gut, und Bozic auf der anderen Seite feiert den Markt als Schöpfer des Billigfliegens für »alle« und findet die Abgabe unsozial. Christian Lauk diskutiert diese Entgegensetzung und bringt viele Fakten ins Spiel (etwa: »alle«=7% der Weltbevölkerung).
Doch das Ping-Pong zwischen unsozialer Ausgrenzung (steigende Preise) und ökologisch schädlichen Effekten (steigende Emissionen) ist letztlich nicht auflösbar. Warum?
Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit
21. Juni 2010, 16:16 Uhr 8 Kommentare
»Vor Veränderung kommt Verstehen« — allerdings!
Die neue Ausgabe der »ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis« erscheint erst am 16.4.2010. Löblich, dass einige Artikel schon vorher online zugänglich sind. Noch besser ist, dass »Commons« das Schwerpunkt-Thema ist. Mehr dazu sicherlich noch in den nächsten Tagen in diesem Blog.
Heute möchte ich gerne den Artikel von Ingo Stützle kommentieren (gleich ein Minuspunkt: keine Kommentaroption auf der ak-Seite). Ich zitiere komplett und kommentiere jeweils unter den Absätzen.
Vor Veränderung kommt Verstehen
Die Commons liefern nur ein schräges Bild vom Kapitalismus
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie
13. April 2010, 13:41 Uhr 9 Kommentare
Vortragstour zu Commons und Eigentum
Da wir hier gerade beim Termine planen sind, nachfolgend meine »Tourdaten« für den Vortrag »Commons und Eigentum — jenseits von Markt und Staat«:
- Mi, 12. Mai 2010, 18:00 Uhr, Uni Darmstadt, Hörsaal S2 02, C 205 (Piloty-Gebäude) im Rahmen der Ringvorlesung »Global Challenges III — Global Commons«
- Fr, 14. Mai 2010, Zeit steht noch nicht fest, beim BUKO 33 in Tübingen
- Sa, 15. Mai 2010, 15:00 Uhr, Centro Sociale Hamburg, im Rahmen des Kongresses des Bundesarbeitskreises kritischer Juragruppen, dieses Jahr zu Eigentumsfragen im Allgemeinen und Speziellen: »Wer will was von wem – warum ?!?«
- Mi, 26. Mai 2010, 18:00 Uhr, kleiner Hörsaal der Alten Mensa der Uni Kiel, Olshausenstr. 40, im Rahmen einer Vortragsreihe des Arbeits- und Aktionskreises kritischer Studierender Kiel
Abstract: Commons bewegen sich jenseits von Markt und Staat und stellen deshalb die »Eigentumsfrage« völlig neu. Mit den Commons tritt ein neues Paradigma auf den Plan, das sowohl das liberale Menschenbild des Homo Oeconomicus zurückweist wie auch gleichmacherischen Kollektiv-Konzepten eine Absage erteilt. Die Commons basieren auf der praktischen Einsicht, dass die Entfaltung des Individuums die Voraussetzung für die Entfaltung aller ist — und umgekehrt.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Termine
9. April 2010, 07:45 Uhr 2 Kommentare
»Lasst uns die Spielregeln ändern«
[Aus: »Oya - anders denken. anders leben«, Nr. 01/2010, PDF-Download, Lizenz]
Nachfolgend dokumentiert ist die etwas längere Abschrift des Gesprächs als die im Oya-Heft abgedruckte Version. Die komplette Fassung kann als Video ansehen und angehört werden.
Johannes Heimrath: Am liebsten würde ich unser Gespräch bei den großen globalen Gemeingütern wie Klima beginnen lassen – letztlich bei der Erde, die zweifelsfrei unser größtes Gemeingut ist –, und von dort in die Details gehen. Aber ich fürchte, da wir alle sehr persönlich mit dem Thema Gemeingüter verbunden sind, werden wir nicht so strukturiert vorgehen können.
Kategorien: Commons, Freie Inhalte, Freie Software, Reichtum & Knappheit
7. April 2010, 07:37 Uhr 5 Kommentare
Gestern beim Allmende-Salon…
… der Heinrich-Böll-Stiftung habe ich gelernt, dass das Europäische Patentamt (EPA) die Hälfte aller Patentanträge ablehnt, die durchschnittliche Bearbeitungsdauer 46 Monate beträgt und 80 Prozent aller angenommenen Patente keine wirtschaftliche Umsetzung erfahren. Zehn Prozent der eingereichten Anträge werden also schließlich genutzt. Das EPA finanziert sich durch Verfahrensgebühren sowie durch Jahresgebühren für anhängige Patentanmeldungen.
Kategorien: Commons, Feindbeobachtung
25. März 2010, 07:25 Uhr 7 Kommentare


