Open PC
Die Durchsetzung von Freier Software auf dem Desktop kommt nicht aus dem Knick. Das will der KDE-Entwickler
Kategorien: Freie Hardware, Freie Software
13. Juli 2009, 15:55 Uhr 12 Kommentare
Peer-Kooperation heute: Die workstation Berlin
Bei dem kürzlich in Potsdam stattgefundenen Forum „Krise als Chance“ hatten die Veranstalter/innen sich so viel vorgenommen, dass leider kaum Zeit für Diskussion blieb. Deshalb war die Diskussion über mein Peerconomy-Modell schon wieder vorbei, bevor sie richtig angefangen hatte (obwohl wir sie hinterher in kleinerer Runde fortgesetzt haben). Das war schade. Schön war aber, dass ich dort ein spannendes Projekt kennengelernt habe, nämlich die workstation Berlin:
Die workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V. beschäftigt sich seit 1998 kritisch und unkonventionell mit den Themen Arbeit, Existenzsicherung und Lebensgestaltung. An der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Sozialem entwickeln Betroffene zusammen mit uns und Entscheidungsträgern individuell und gesellschaftlich tragfähige Lebensentwürfe. Dabei setzen wir uns nicht nur kritisch mit dem bestehenden Erwerbssystem und dem tradierten Arbeitsbegriff auseinander, sondern zeigen Alternativen auf und leben und realisieren diese in diversen Projekten. Nach unserem Motto „Mach doch, was du willst!“ steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie jedeR einzelne sich Arbeit für sich wünscht und wie sich dies umsetzen lässt. Die workstation arbeitet so auf einen langfristigen und nachhaltigen Bewusstseins- und Gesellschaftswandel hin, um der Stigmatisierung und Ausgrenzung Erwerbsloser, den Absurditäten (Überarbeitung, ungleiche Ressourcenverteilung) der Arbeitsgesellschaft, entgegenzuwirken. (Selbstdarstellung)
Auch wenn die workstation sich nicht explizit kapitalismuskritisch gibt, bemüht sie sich um ein Zurückdrängen der Geldlogik und der Abhängigkeit vom Markt:
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Reichtum & Knappheit, Termine
16. November 2008, 16:47 Uhr 7 Kommentare
“Einmal Linux” — “Bitte sehr, macht 10,8 Milliarden Dollar”
Den wilden Rechenspielchen wurde ein neues hinzugefügt: Was würde ein GNU/Linux-System kosten, wenn es proprietär neu programmiert werden würde? Ergebnis sind die in der Überschrift genannten 10,8 Milliarden Dollar. Dafür sorgen die 204.500.946 Zeilen Code der kompletten Fedora-Distribution, die untersucht wurde. Berichtet die Linux Foundation, sagt Heise.
Glücklicherweise ist das nette Zeug aber wertlos und preislos — ein freies Universalgut eben
Und was kostet »die Natur«? 33 Billionen Dollar. Wie man die Natur derart numerisch in Wert setzen kann, ist mir allerdings scheierhaft (mehr im CommonsBlog).
Kategorien: Freie Software
22. Oktober 2008, 20:29 Uhr 1 Kommentar
Silke Meyer: Reclaim Linux!
[Repost, Textquelle: sul serio #12 NETZWELTEN, Lizenz: CC by-nc-nd; Bildquelle: "No, this is not" by LadyPain, Lizenz: CC by-nc-sa]
Seit über 20 Jahren arbeiten Menschen an einer Alternative im hart umkämpften Softwaremarkt: Linux. Hinter Linux steht kein Konzern, sondern eine Community: Sie entwickelt freie Software, damit es welche gibt, Software, die sich dadurch auszeichnet, dass sie mit Quellcode veröffentlicht wird, weiterverteilt werden darf, dass sie also transparent, kostenlos und legal kopierbar ist. Aber Linux entsteht in einem männlich geprägten und teilweise sexistischen Umfeld. Dies verhindert seine erfolgreiche Durchsetzung.

Kategorien: Freie Software, Gender
2. Juni 2008, 11:15 Uhr 23 Kommentare
Codename: Linux
Diesen ARTE-Film kannte ich noch nicht: »Codename: Linux« ist zwar von 2001, ist aber nach wie vor eine sehr gute Einführung in die Freie Software [via]. Zu Wort kommen wichtige Protagonisten der Freien Software (Linus Torvalds, Richard M. Stallman, Eric Raymond, Alan Cox, Jon »maddog« Hall, David S. Miller, Ari Lemmke, Ted Ts’o, Eric Allman, Miguel de Icaza u.a.) und Menschen drum herum, die für die Enwicklung von GNU/Linux und der Freien Software wichtig waren (Anna und Nils Torvalds (Eltern von Linus), RedHat, RedFlag u.a.).
Erstaunlicher Abspann in dem Film:
Was bleibt übrig von dem Phänomen Linux? … Linus Torvalds Traum, die Grenzen der Computerwelt zu sprengen, ist noch nicht ausgeträumt. Aber es besteht auch die Gefahr, dass er sich zu einem der größten verpassten Chancen der Gegenwart entwickelt, nämlich dann, wenn die Freie Software nur einzig und allein den Programmcode befreit.
Kategorien: Freie Software, Medientipp
28. Mai 2008, 11:47 Uhr 2 Kommentare
Linus Torvalds über offene Entwicklung
Während alle Welt interessiert, was uns Linus über die Kernel-Saison 2008 sagt, interessiert mich, was er sonst noch so sagt. Gefragt, ob die Linux- oder M$-Server-Entwicklung schneller laufe, antwortet er zunächst, dass er nichts darüber sagen könne, weil ihn der M$-Server einfach nicht interessiere, aber dann sagt er deutlich:
»Ich glaube schon, dass die Linux-Entwicklung tendenziell wesentlich effektiver ist als alternative Wege … als irgendein hinter-geschlossenen-Türen-kommerziell-proprietäres Modell«
Kategorien: Freie Software
27. November 2007, 15:58 Uhr Kommentieren
Softwarefreiheit — weltweit
Heute ist Software-Freedom-Day! Hier die Gruppen im deutschsprachigen Raum, die sich mit Aktivitäten beteiligen:
- linuxinjedlesee (lerncafe jedleseerstrasse 75, Austria) – Franz Nahrada
- FreieSoftwareOG (Offenburg, Germany) – Edgar Hoffmann
- OSFanG (Germany Berlin Marzahn, Germany) – Guido Kieninger
- SFD RD (Rendsburg, Germany) – Matthias-Christian Ott
- Skolelinux Germany (Gütersloh, Germany) – Kurt Gramlich
- Linux User Group Backnang (Backnang, Baden-Württemberg, Germany) – Marco Ziesing
- FSFE Vienna (Vienna, Austria) – Peter Bubestinger
- Unix-AG TU-Kaiserslautern (Kaiserslautern Campus TU-KL Bistro 36, Germany) – Stefan Huehner
- LLUG – Lörracher Linux-Usergroup (Lörrach Innenstadt Adlergäßchen, Germany) – Manuel Schneider
Alle Teams weltweit: hier.
Kategorien: Freie Software
15. September 2007, 12:54 Uhr 1 Kommentar
Prosumerträume und Kernelschäume
Wir heben hier ja immer wieder als eine Besonderheit von Freier Software hervor, dass die Grenzen zwischen Produzenten und Konumenten verschwinden. Zumindestens theoretisch kann jeder zum Kernelhacker werden. Ich bin gerade über ein Interview gestolpert, in dem der ehemalige Linux-Kernel-Hacker Con Kolivas seine Gründe darlegt, warum er angefangen und warum er aufgehört hat. Das ist eine geradezu beispielhafte Prosumerstory. Frustriert davon, dass heutige Computer zwar 1000 mal schneller sind als vor 20 Jahren aber trotzdem oft 10 mal langsamer zu bedienen, hat er sich auf Ursachensuche begeben und ist im Kernel fündig geworden. Die dafür nötigen Kenntnisse hat er sich im Laufe dieses Prozeßes einfach selbst beigebracht. Die allermeisten seiner Patches haben jedoch nicht den Weg in den Mainstreamkernel gefunden obwohl sie von vielen Leuten eingesetzt wurden.
Seiner Meinung nach liegt das daran, dass die allermeisten Kernelentwickler bezahlt werden von Firmen, die wenig Interesse an Desktop-Performance aber umso mehr an Serverfähigkeiten haben und schließlich kommt er zu der Aussage:
If there is any one big problem with kernel development and Linux it is the complete disconnection of the development process from normal users.
meine holprige Übersetzung: Wenn es irgendein großes Problem in der Kernelentwicklung gibt, dann ist es die komplette Verbindungslosigkeit des Entwicklungsprozesses mit den normalen Benutzern.
Was bleibt also in der Praxis übrig von den Prosumerträumen?
Kategorien: Freie Software
28. August 2007, 10:48 Uhr 4 Kommentare
Microsoft holt sich China (zurück)
Microsoft ist in China kräftig auf die Nase gefallen. Das war Anfang der 90er, als die Firma dort ihre Software verkaufen wollte. Was überall funktionierte, sollte doch auch hier gehen. Doch die Software war schon da, und niemand wollte sie von Microsoft kaufen, wo es das Gleiche doch auf der Straße zu einem winzigen Bruchteil der von Microsoft verlangten Summe gab.
Kategorien: Feindbeobachtung
15. Juli 2007, 15:43 Uhr 1 Kommentar
»Besser leben!« und »AntenneTux«
Bürgerfunk und freie Radios haben so manche Perle im Programm, was sie u.a. gegenüber dem Dudelfunk auszeichnet. Zwei Sendungen möchte ich kurz vorstellen — nicht ganz zufällig ausgewählt:-)
Kategorien: Freie Inhalte, Medientipp
5. Juli 2007, 08:55 Uhr 2 Kommentare

