Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Notizen zur Veränderung der Gesellschaftsform

Wenn wir über den Übergang von Kapitalismus zum Commonismus nachdenken, kommt neben all den Schwierigkeiten der Bestimmung des Ziels zusätzlich noch die Schwierigkeit hinzu, die Änderung der Gesellschaftsform zu denken. Die einzige Änderung dieser Art, von der wir eine leise Ahnung haben, ist die Entstehung des Kapitalismus. Ich möchte hier versuchen, diese noch einmal nachzuzeichnen, um daraus (hoffentlich) Einsichten in die Veränderung hin zum Commonismus zu gewinnen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Theorie

9. Oktober 2017, 18:51 Uhr   13 Kommentare

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Vers un communisme de la connaissance?

[Dans : EcoRev‘ — Revue Critique d’Ecologie Politique, Nr. 45, 2017, S. 130-138]

Derniers écrits d’André Gorz

Stefan Meretz *

Dans L’immatériel, André Gorz se demandait si on n’allait pas « vers une société de l’intelligence ». Dans la version en allemand remaniée de cet ouvrage, sortie un après, en 2004, l’auteur reformulait la question dans les termes d’« un communisme de la connaissance ». Entre-temps, il avait pris connaissance du mouvement du logiciel libre qui se développait en Allemagne sous la houlette de Stefan Meretz, avec qui il avait noué une dense correspondance intellectuelle, et d’autres théoriciens et praticiens comme Wolf Göhring et Stefan Merten. De la sorte, Gorz prolongeait ses réflexions sur le capitalisme cognitif en étudiant la possibilité de voir germer la production de richesses intrinsèques sans valeur marchande.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Français, Theorie

27. August 2017, 12:19 Uhr   3 Kommentare

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Jürgen Leibiger über keimform.de

Jürgen LeibigerAm 22. September dieses Jahres jährte sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Ich gratuliere Euch zum Blog-Jubiläum.

Ich besuche Eure äußerst anregende Seite gerne, weil ich es für wichtig halte, Alternativen zum bestehenden System zu entwickeln und nach „Keimformen“ dafür im System zu suchen. Die Konzentration auf die Veränderung der sozialen Verhältnisse in der gesellschaftlichen Reproduktion ist nur zu begrüßen, wobei meines Erachtens nicht nur die Begriffsarbeit rund um das Commoning wichtig ist. Die Suche nach Keimformen erfordert analytische Arbeit bezüglich der Komplexität der bestehenden Verhältnisse und der Vielfalt möglicher Alternativen sowie transformatorischer Kräfte und Wege. Viel Erfolg bei der Zukunfts-Recherche!

Jürgen Leibiger, Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

18. Oktober 2016, 07:02 Uhr   1 Kommentar

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Brigitte Kratzwald über keimform.de

Brigitte KratzwaldAm 22. September dieses Jahres jährt sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Als ich 2009 begonnen habe, mich mit dem Thema Commons zu beschäftigen, war keimform.de — neben dem Commonsblog — für mich die Hauptinformationsquelle zu allen relevanten Themen, bot Hinweise auf Veranstaltungen und Publikationen. Vor allem aber war keimform.de der Ort, wo diskutiert wurde, wo ich begann, die Haltung und die Ideen zu verstehen, die die Menschen antrieben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Dort habe ich auch begonnen „mitzureden“ und an der Theorieentwicklung mitzuwirken — und ich wurde ganz schnell in die Gruppe der „ExpertInnen“ aufgenommen.

Heute schreibe und rede ich selbst zu Commons und anderen Themen, daher ist diese Funktion nicht mehr so wichtig für mich, trotzdem ist der Blog nach wie vor ein wichtiger Ort, wenn man etwas nachschlagen will, sozusagen eine Commons-Enzykopädie (neben anderen Themen, wie eben Keimformen, kritische Psychologie, usw).

Brigitte Kratzwald, Bloggerin, Commons-Aktivistin

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

12. Oktober 2016, 06:51 Uhr   1 Kommentar

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Michel Bauwens on keimform.de

Michel BauwensOn 22 September this blog has turned ten years old [DE] — and it’s still going strong! In order to celebrate this event we have asked various companions of keimform.de to share their memories and thoughts on our blog. The responses that we have received we’ll publish here in loose order.

The emerging social movements of the commons are very diverse, which is good, but also very fragmented, which may not be a good thing. So we need media that can report on this bio-diversity and point to underlying common threads. There are still preciously few online media outlets that do this. One consisting voice in the German-language world, with regular English reporting as well, has been Keimform, which acts as a necessary bridge between the German-speaking world and those who only know the lingua franca of our times.

Congratulations on a full decade of sharing and reporting!! Bravo to the team of editors who has been providing this unpaid service so consistently!

Michel Bauwens, P2P theorist and activist, director and founder of the P2P Foundation

Kategorien: Commons, English, Praxis-Reflexionen

6. Oktober 2016, 06:28 Uhr   Kommentieren

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Friederike Habermann über keimform.de

Friederike Habermann (Foto: Christopher Schwarzkopf, Lizenz: CC-BY-SA 4.0, URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Friederike_Habermann_(11._ABC_des_Freien_Wissens,_2015).jpg )Am 22. September dieses Jahres jährte sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Ohne keimform.de würde die inspirierendste Plattform fehlen, um die Erfahrungen aus der digitalen Solidarität aufs Ganze zu übertragen.

Friederike Habermann, Volkswirtin, Historikerin, Commons-Forscherin

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

30. September 2016, 06:31 Uhr   Kommentieren

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Michael Brie über keimform.de

Michael Brie, Foto Burkhard LangeAm 22. September dieses Jahres jährt sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Seit zehn Jahren ist keimform.de der wichtigste deutsche Blog zu einer Diskussion, die konkret und unter Analyse der Widersprüche Ansätze darstellt, prüft, einordnet und vor allem auch bekannt macht, die auf nicht- und nachkapitalistische Produktions-, Austausch- und Lebensformen verweisen, diese in die Gegenwart holen und den Konflikten aussetzen, die damit unvermeidlich verbunden sind. Keimform.de ist ein lebendiges intellektuelles Laboratorium, selbst eine Keimform von Keimformen.

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Kategorien: Lernen, Praxis-Reflexionen

18. September 2016, 07:16 Uhr   Kommentieren

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Unsere NK-Projekte sind die Keimform einer utopischen Gesellschaft – sind sie das?

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Es tut gut, sich in einem solidarischen Netzwerk zu begegnen, d.h. mit Menschen in einem Zusammenhang zu sein, in dem alle geben und nehmen, ohne zu tauschen, ohne aufzurechnen, einfach weil es menschliche Gesten sind. Geld und Besitz sind unwichtig.

Es ist eine Vision, wie die Welt anders aussehen könnte – keine Konkurrenz, kein Raub, keine Ausbeutung. Wie schön, dies im Kleinen zu leben und damit die Vision zu haben, dass dies eine Keimform[1] ist, aus der sich andere gesellschaftliche, antikapitalistische Verhältnisse entwickeln können.

Aber dann kommen meine Zweifel. Und ich frage mich, ob unsere NK-Experimente wirklich eine emanzipative Ausrichtung haben oder ob sie nur Lückenbüßer sind, die Defizite kompensieren, die die Umbrüche in der gegenwärtigen kapitalistischen Neuausrichtung mit sich bringen. Wir erleben alle, wie die soziale Versorgung abgebaut oder in profitorientierte Unternehmen übergeben wird, die Löhne weiter sinken, Verarmung und Ausgrenzung auch hier zunehmen.

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

29. Januar 2016, 11:23 Uhr   Kommentieren

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Zur gesellschaftlichen Wirkung von NK-Projekten – einige Zweifel, Fragen und kritische Anmerkungen

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"Meine Ausgangsfragen: Sind unsere bescheidenen Experimente Keimformen einer anderen, nicht-kapitalistischen Gesellschaft? Sind in ihnen also wesentliche Potentiale für eine Transformation angelegt? Oder sind sie eher Nischen von einigen wenigen, letztlich privilegierten Menschen, die sich etwas abseits von den herrschenden Lebensformen ihren Bedürfnissen entsprechend organisieren?

Angesichts eines gegenwärtig übermächtig erscheinenden Kapitalismus, seiner allerorts sichtbaren zerstörerischen Kraft sowie seiner sehr zaghaften Infragestellung in unseren Breitengraden, fällt es mir schwer, mich Fragen einer Transformation der Gesellschaft zu widmen. Es scheint fast müßig. Doch dann bringen ein gewisser Trotz, meine Lust an Zuspitzungen, sicher die Wut über immer neue Schweinereien, die dieses System produziert – in den letzten Monaten gespeist durch meine Beziehungen zu den afrikanischen Refugees vom Oranienplatz[1] – mich wieder dazu, diese Fragen nicht aus den Augen zu verlieren.

Blicke über den Tellerrand, ob nach Indien oder Lateinamerika, zeigen, dass oft überraschend Machtverhältnisse erodieren und sich neue Räume für gesellschaftliche Veränderungen eröffnen.

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Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

7. Januar 2016, 15:03 Uhr   Kommentieren

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Ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück

Theorie & Praxis von nicht-kommerziellen Projekten

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Im September 2015 ist die umfangreiche Broschüre ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“ erschienen. In den nächsten Wochen werden auf Keimform.de nach und nach einzelne Artikel aus der Broschüre vor- und zur Diskussion gestellt.

Vorab:

Editorial

Unter dem Label nichtkommerziell finden seit 2005 verschiedenste soziale und ökonomische Experimente statt, deren Gemeinsamkeit darin liegt, dass sie versuchen Geben und Nehmen zu entkoppeln. Diese Broschüre ist nun der Versuch diesen Projekten eine Plattform zu geben.

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Kategorien: Commons, Medientipp, Praxis-Reflexionen

22. Dezember 2015, 22:00 Uhr   35 Kommentare