Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Commons-Diskurs: Individuum und Gesellschaft

commons-jvmus-200Eine siebenteilige Serie mit Fragen an den Artikel Grundrisse einer freien Gesellschaft. Bisher erschienen: Freie Gesellschaft.

2. Individuum und Gesellschaft

Frage: Was hält diese neue Gesellschaft zusammen? Zum einen feierst Du den Individualismus des Einzelnen (der Nerd, der sich in seinen selbst gewählten Aufgaben entfaltet). Zum anderen soll die Gesellschaft von „positiver Reziprozität“ geprägt sein, in der Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen genommen werden soll. Es fehlt die mittlere Ebene der erlebten Gemeinschaft, in der auch Gesellschaftlichkeit steckt, die in den Menschen keimhaft auch immer schon vorhanden ist.

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen

21. September 2016, 06:43 Uhr   5 Kommentare

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Commons: Die Kernidee

Logo des Commons-Instituts[Bisher erschienen: Einleitung]

1. Was ist die Kernidee der Commons-Bewegung?

Commoning: eine andere Art des gemeinsamen Lebens und Handelns – im Kapitalismus, aber über diesen hinausweisend

Commons, das sind gemeinsam hergestellte, gepflegte und genutzte Produkte und Ressourcen unterschiedlichster Art. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen, Theorie

2. August 2016, 07:15 Uhr   1 Kommentar

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Post-Capitalist Strategy of the P2P Foundation

Michel BauwensA lot of people want to „overcome“ capitalism, but what do they mean by it? Michel Bauwens from the P2P Foundation gave a short note on that topic, which could be interesting to discuss here: Is it really post-capitalist (also see the critique on reciprocity licences)? Here’s the text:

A note on the post-capitalist strategy of the P2P Foundation

Following Kojin Karatini, we agree that the present system is based on a trinity of capital-state-nation, which represents an integration of three modes of exchange. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, English, Theorie

15. Juni 2016, 09:32 Uhr   Kommentieren

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Care-Revolution und Industrie 4.0

digitalisierung-arbeitsweltVeranstaltung „Digitalisierung und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen:

  • Samstag, 4. Juni 2016, 10:00 bis 16:00 Uhr
  • Interim, Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig

Mit Thomas Kuczynski, Stefan Meretz, Gerhard Banse, Wolfgang F. Haug, Thomas Wagner und Gisela Notz. Mein Beitrag:

Wie Care-Revolution und Industrie 4.0 die Dialektik von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen vom Kopf auf die Füße stellen.

Traditionell werden die Produktionsverhältnisse als resultierende gesellschaftliche Bewegungsform der Produktivkräfte angesehen. Als Zeuge wird Marx aufgerufen, der aus der „Handmühle …eine Gesellschaft mit Feudalherren“ und aus der „Dampfmühle eine Gesellschaft mit industriellen Kapitalisten“ entstehen sieht. Dieses theoretische Ableitungsverhältnis hat sich als inadäquat erwiesen. Stattdessen ist die Produktionsweise als Ganze in den Begriff zu nehmen, um von hier aus die Identität von sozialer und produktiver Form zu entwickeln. Damit können wir begreifen, warum Care-Revolution und Industrie 4.0 den gleichen gesellschaftlichen Umbruch widerspiegeln.

Kategorien: Termine, Theorie

25. Mai 2016, 06:51 Uhr   3 Kommentare

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Social Corruption

Recently, a friend pointed me to an animation describing the inherent self-destructive elements of capitalism — while not naming what it is: capitalism. The animation has ten parts and is called »synergy«, and — nomen est omen — tries to describe the interwoven dynamics of a society which is inherently »corrupt« . First, I associated the word »corruption« which a personal defective behavior, but it is meant systemically: social corruption. However, I think, »social disruption« would fit better. And: Don’t expect any solutions, it only describes our society by using absolutely great animations! I wish, I could do animations that way! The creator is Marian Thomas.

Kategorien: English, Feindbeobachtung

20. April 2016, 11:50 Uhr   Kommentieren

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Die Arbeit und der fiktive Tropf

Titelbild der Krisis-Ausgabe (zum Vergrößern klicken)Norbert Trenkle hat für die (nur noch digital erscheinende) Krisis einen Antwortartikel auf meine Untersuchung Geht dem Kapitalismus die Arbeit aus? (1, 2) geschrieben: Die Arbeit hängt am Tropf des fiktiven Kapitals.

In meinen Artikel hatte ich vorsichtig geschlossen, dass „Lohoff und Trenkle […] im Vergleich zur von Heinrich (2007) postulierten tendenziell unendlichen Ausdehnungsfähigkeit des Kapitalismus […] der Wahrheit näher zu kommen“ scheinen. Dieses abwägende Fazit befriedigt Trenkle nicht – er argumentiert, dass die Zahlen eine deutlichere Sprache sprechen. Dafür führt er im Wesentlichen zwei Argumente an, von denen mir das eine mehr, das andere weniger einleuchtet. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie

28. März 2016, 08:30 Uhr   5 Kommentare

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SWR tele-akademie: Die große Entwertungskrise

Kategorien: Feindbeobachtung, Medientipp, Theorie

29. Oktober 2015, 06:27 Uhr   2 Kommentare

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Nicht erwünscht, aber erwartbar

Aus Gablers Wirtschaftslexikon, Stichwort Wirtschaft:

Ziel der Wirtschaft ist die Sicherstellung des Lebensunterhalts und, in ihrer kapitalistischen Form, die Maximierung von Gewinn und Lust mithilfe unternehmerischer Freiheit, zugleich die Erzeugung von Abhängigkeit, ob von Anbietern oder Produkten, und Wachstum, bis zum (nicht unbedingt gewünschten, aber erwartbaren) Kollaps des Systems.

Sage niemand, er/sie habe es nicht gewusst.

Kategorien: Feindbeobachtung

5. Oktober 2015, 13:26 Uhr   6 Kommentare

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Presentation »From Commons to Commonism?«

Before traveling through the Baltics, I gave a presentation in a squatted house in Helsinki, Finland, called »Makamik«, on the question on if and how the Commons can be generalized up to the societal level. The answer in short: Yes. In order to make this thinkable we need some very well developed notions, and the talk is about that. Here are the Slides (PDF, ODP) and the audio files taken by Kalle from Kosmas TV (OGG, MP3) — thanks a lot!

 

Kategorien: Commons, English, Theorie

17. September 2015, 14:19 Uhr   Kommentieren

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Was muss sich ändern, damit alles anders werden kann?

Gemälde von Wenzel Hablik: Große bunte utopische Bauten (gemeinfrei, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wenzel_Hablik_Gro%C3%9Fe_bunte_utopische_Bauten.jpg )Die Kritik am Kapitalismus kann an vielen Punkten ansetzen. Einige wesentliche Aspekte habe ich in Der alte Marx und die Probleme des Kapitalismus zusammengetragen. Zudem basiert der Kapitalismus auf der systematischen Herstellung und Ausnutzung von Zwangslagen, was zweifellos kein schöner Zug ist. Und es gibt noch viele weitere gute Gründe, den Kapitalismus überwinden zu wollen.

Alle diese Aspekte sind grundsätzlich berechtigt und relevant. Für die Frage nach der Möglichkeit einer gesellschaftlichen Transformation über den Kapitalismus hinaus sehe ich aber das Problem, dass bei so vielen Einzelpunkten leicht das Wesentliche aus dem Blick geraten kann: Was genau muss sich eigentlich ändern, damit „alles anders werden kann“, sprich damit die spezifische kapitalistische Logik durch eine andere ersetzt wird?

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Theorie

4. Mai 2015, 08:12 Uhr   22 Kommentare