Kapitalismus aufheben – aber wie?

Eine Einführung in Funktionsweise und Kritik des Kapitalismus
1. Teil der Reihe: Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben
Freitag, 1. Juni 2012 // 19:00h // Kulturzentrum Karoshi // Gießbergstr. 41, Kassel
Emanzipatorische Bewegungen verbindet zwei Gewissheiten: Der Kapitalismus verstößt gegen die Lebensbedürfnisse vieler Menschen und er ist endlich. Den Kapitalismus aufzuheben, ist also historisch notwendig. Ist eine Aufhebung aber auch möglich? Welche Konzeptionen der Aufhebung gab und gibt es? Warum reden wir überhaupt von „Aufhebung“ und nicht bloß von „Abschaffung“?
20. Mai 2012, 07:22 Uhr 1 Kommentar
Diskursfigur 6: Jenseits von Klassen
Das ist Teil 6 einer Serie wöchentlich erscheinender Artikel, deren englische Fassung im Journal of Peer Production erscheinen soll. In den Artikeln versuche ich zehn Diskursfiguren zu beschreiben, wie sie im Oekonux-Projekt in über zehn Jahren der Analyse Freier Software und commons-basierter Peer-Produktion entwickelt wurden. Mehr zum Hintergrund im einleitenden Teil. Bisher erschienene Teile: 1, 2, 3, 4, 5.
Diskursfigur 6: Jenseits von Klassen
[English]
Kapitalismus ist eine Gesellschaft der Spaltungen. Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Freie Software, Theorie
2. Mai 2012, 07:29 Uhr 10 Kommentare
Den Betrieb übernehmen. Einstieg in Transformation?
So lautete die selbstgestellte Frage einer Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom November 2011 (hier die Playlist, die meine Quelle war). Um es vorwegzunehmen: Sie wurde nur von einem Referenten mit »nein« beantwortet. Alle anderen drückten sich mehr oder weniger um die Frage herum oder endeten mit einem mehr oder minder deutlichem Wünschen: Schön wär’s schon…
Ich beginne also mit dem klarsten Beitrag, dem »nein« von Bernd Röttger. Ja, genau, das ist der Kollege, der auch auf dem Podium beim Elevate-Festival der commons-basierten Peer-Produktion, wie sie Christian vorgestellt hat, widerprochen hat. Das Argumentationsschema ist das gleiche, weshalb sich eine Befassung damit lohnt.
Kategorien: Theorie
20. April 2012, 07:48 Uhr 11 Kommentare
Demonetarisierung durch Entwarenformung
Kolumne Immaterial World in der Wiener Zeitschrift Streifzüge.
Das Schlagwort von der Demonetarisierung ist ein neuer, schillernder Begriff im emanzipatorischen Diskurs. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich schnell Missverständnisse und Abgründe auftun. Einige von ihnen sollen hier diskutiert werden.
Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit, Theorie
13. April 2012, 07:03 Uhr 23 Kommentare
Peer-Produktion und gesellschaftliche Transformation
Das Journal Critical Studies in Peer Production (CSPP) (inzwischen umgewandelt in Journal of Peer Production) lud mich ein, ein Diskussionspapier für die Ausgabe über Freie Software einzureichen. In diesen Papier versuche ich analytische Diskurs-Figuren herauszuarbeiten, wie sie in zehn Jahren der Forschung über Freie Software und commons-basierter Peer-Produktion im Oekonux-Projekt entwickelt wurden. Wie schon bei der englischen Version erscheint der Text in einer Serie von wöchentlichen Blogposts. Die einzelnen Diskurs-Figuren sind untereinander quer verlinkt. Anfangs werden die meisten Links »nach vorne« nicht funktionieren, was aber wird immer besser wird, je mehr Diskursfiguren erscheinen — also bitte etwas Geduld. Nun geht’s los mit dem Abstract, der Einführung, den Danksagungen und der verwendeten Literatur.
Zehn Diskursfiguren aus dem Oekonux-Projekt
Kategorien: Commons, Freie Software, Theorie
21. März 2012, 07:10 Uhr 5 Kommentare
Will Capitalism Survive »Value Abundance«?
Michel Bauwens, founder of the P2P-Foundation, wrote a great article on Al Jazeera website on the expansion of sharing economy and peer production — and the problems for capitalism it causes.
The headline taken from Bauwens article is somewhat vague, because it is not clear what type of value is meant there. In the text he distinguishes between use value and exchange or monetary value. He explains, that the more use value is produced by way of open source and peer production, the more exchange value has been removed from the market:
Thus, the open-source economy destroys more proprietary software value than it replaces. Even as it creates an explosion of use value, its monetary value decreases.
Kategorien: Commons, English, Medientipp
2. März 2012, 02:54 Uhr 2 Kommentare
There is no infinite growth
The following animation describes why capitalism with its infinite growth model will collapse. It presents many data in an easily comprehensible way (including such complex things like EROEI). The conclusion is quite desillusioning. [credit] [script] [via]
Kategorien: English, Feindbeobachtung, Medientipp, Reichtum & Knappheit
24. Februar 2012, 07:44 Uhr Kommentieren
Bedürfnisse und Interessen
Guido fragt in einem Kommentar zum Artikel »SOPA, ACTA, Urheberrecht = Marktwirtschaft«, warum sich denn nicht eine politische Partei, etwa die Partei Die Linke (PDL) finden sollte, die für das freie Tauschen eintritt, was einem Ende des Urheberrechts gleichkäme: »Es ist doch im Interesse der User, unbehelligt alles tauschen zu können«. Eine gute Frage, wie ich finde. Sie lässt sich nicht so einfach beantworten, deswegen versuche ich es (mal wieder) grundsätzlicher.
Ich finde es wichtig, zwischen Bedürfnissen und Interessen zu unterscheiden.
21. Februar 2012, 07:26 Uhr 22 Kommentare
Wikispeed — verteiltes Autobauen
Wikispeed ist ein Autobau-Projekt. Nicht ein lang erwartetes erfolgreiches Open-Source-Car (oder TREV oder C,mm,n), sondern das potenzielle Killerprojekt für die Autoindustrie wie wir sie heute kennen. Wikispeed baut Autos in verteilten Teams (über 100 Mitglieder in 10 Ländern) nach Methoden, für die vor allem die Stichworte lean, agil und scrum stehen. Wikispeed-Gründer Joe Justice bei TEDx (englisch):
Kategorien: Praxis-Reflexionen
15. Februar 2012, 18:42 Uhr 23 Kommentare
SOPA, ACTA, Urheberrecht = Marktwirtschaft
SPONs Konrad Lischka wirft sich in die Bresche:
Wer die Markwirtschaft (sic!) akzeptiert, aber Urhebern das Recht aufs Wirtschaften abspricht, ist ein Heuchler.
Er hat ja sowas von recht. Allerdings ganz anders als er denkt.
Kategorien: Eigentumsfragen
11. Februar 2012, 12:02 Uhr 17 Kommentare
