Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Text „Care-Revolution und Industrie 4.0“

[Text zu meinem Vortrag auf der Leipziger Tagung „Digitalisierung und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen im Juni 2016, erschienen in: Dieter Janke, Jürgen Leibiger (Hrsg.), Digitale Revolution und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert, Hamburg: VSA, S. 27-38]

Care-Revolution und Industrie 4.0

Die Dialektik von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen vom Kopf auf die Füße stellen

Was haben das Wickeln von Babys und das Konfigurieren von Robotern miteinander zu tun? Nein, es geht hier nicht um techno-utopistische Fantasien, nach denen letztere, die Roboter, bald ersteres übernehmen sollen. Und auch nicht darum zu behaupten, beide Tätigkeiten seien algorithmisch doch prinzipiell das Gleiche. Sondern es geht mir darum zu zeigen, dass Entwicklungen in zwei getrennten gesellschaftlichen Sphären, dem sogenannten Care-Bereich und dem sogenannten Produktionsbereich, überraschend ähnliche Tendenzen zeigen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Freie Hardware, Freie Inhalte, Freie Software, Gender, Theorie

23. März 2017, 07:04 Uhr   2 Kommentare

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Ökonomie und Care

Nachfolgend die Folien (PDF, ODP) und der Mitschnitt (OGG, MP3) meines Beitrages beim Colloquium zu Digitalisierung in Leipzig.

 

Kategorien: Commons, Gender, Reichtum & Knappheit, Theorie

20. Juni 2016, 09:55 Uhr   4 Kommentare

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Care-Revolution und Industrie 4.0

digitalisierung-arbeitsweltVeranstaltung „Digitalisierung und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen:

  • Samstag, 4. Juni 2016, 10:00 bis 16:00 Uhr
  • Interim, Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig

Mit Thomas Kuczynski, Stefan Meretz, Gerhard Banse, Wolfgang F. Haug, Thomas Wagner und Gisela Notz. Mein Beitrag:

Wie Care-Revolution und Industrie 4.0 die Dialektik von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen vom Kopf auf die Füße stellen.

Traditionell werden die Produktionsverhältnisse als resultierende gesellschaftliche Bewegungsform der Produktivkräfte angesehen. Als Zeuge wird Marx aufgerufen, der aus der „Handmühle …eine Gesellschaft mit Feudalherren“ und aus der „Dampfmühle eine Gesellschaft mit industriellen Kapitalisten“ entstehen sieht. Dieses theoretische Ableitungsverhältnis hat sich als inadäquat erwiesen. Stattdessen ist die Produktionsweise als Ganze in den Begriff zu nehmen, um von hier aus die Identität von sozialer und produktiver Form zu entwickeln. Damit können wir begreifen, warum Care-Revolution und Industrie 4.0 den gleichen gesellschaftlichen Umbruch widerspiegeln.

Kategorien: Termine, Theorie

25. Mai 2016, 06:51 Uhr   3 Kommentare