Linke & Commons & Öffentliches
Mein Beitrag auf der COM’ON-Tagung am 10.12.2011:
In keiner politischen Strömung ist die Eigentumsfrage so hochbewertet wie in der Linken. Auch die Partei Die LINKE markiert einen grundlegenden Unterschied zu allen anderen Parteien – auch den Piraten übrigens – dass sie seit jeher programmatisch, kulturell und mittlerweile (seit etwa einem Jahrfünft) auch durchaus deutlicher als dereinst die PDS auch politisch in der Eigentumsfrage eine Schlüsselfrage ihrer politischer Praxis sieht. Hier hat sich deutlich eine Veränderung ergeben.
Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Theorie
16. Dezember 2011, 07:58 Uhr 6 Kommentare
Was kann ein »Jenseits des Wachstums« bedeuten?
Einleitungsworte beim Kongress »Jenseits des Wachstums?!«
Weltweit dominiert die kapitalistische Produktionsweise das Leben der Menschen. Sie unterliegt einem Drang und Zwang zum Wachstum, der sozial und ökologisch verheerend ist. Anders als historisch ältere Formen von Wirtschaft, die zum Teil Märkte inkludierten, ist die kapitalistische Produktionsweise wesentlich Marktwirtschaft. Sogar die Lebenszeit wird zur Ware.
Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit
24. Mai 2011, 14:40 Uhr 2 Kommentare
Mit Commons anders sehen
Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) hat einen interessanten Text zum »Zwischenstand der Diskussion« über die Commons veröffentlicht. Dieser Text versteht sich nicht als Positionierung des BUKO, sondern als Zusamenfassung der bisherigen Diskussion (u.a. vom letzten BUKO-Kongress, vgl. dazu auch meinen Beitrag).
Hier nun der BUKO-Diskussionsbeitrag zu den Commons. Vollständigen Artikel lesen »
25. März 2011, 09:18 Uhr 1 Kommentar
Kompetenzen in kollektiver Selbstorganisation
Heute, am 3.11.2010, gibt es in der »Zwille«, einem offenen Raum an der TU Berlin einen interessanten Vortrag und Workshop (Referent: Tom Novak). Die »Zwille« befindet sich in der Fasanenstr. 1 , 10623 Berlin, Z-Gebäude, 3. Obergeschoss. Hier die Einladung:
Kompetenzen in kollektiver Selbstorganisation
In dieser Gesellschaft fallen einem Kompetenzen, die für kollektive Selbstorganisation benötigt werden, nicht in den Schoß; denn unsere Gesellschaft ist nicht so eingerichtet, dass man sich die genannten Kompetenzen beim Aufwachsen im Überfluss aneignet. Für kollektive bzw. plurale Selbstorganisation sind mindestens emotionale, motivationale, soziale und fachliche Kompetenzen notwendig.
Kategorien: Termine
3. November 2010, 08:50 Uhr 1 Kommentar
Subjektfundierte Hegemonietheorie
Friederike Habermann, u.a. Autorin des Buches »Halbinseln gegen den Strom«, stellt in einer offenen Sommeruni ihre Diss vor, die unter dem Titel »Der homo oeconomicus und das Andere« als Buch erschienen ist. Ausgangspunkt ihrer subjektfundierten Hegemonietheorie ist die Einsicht:
Letztlich sind alle Herrschaftsverhältnisse miteinander verwoben – und es geht darum, sie alle umzuwerfen.
Nur wie angehen? Mit einem Baukasten marxistischer und postmoderner Theorieansätze: Michel Foucaults Gouvernementalität, Antonio Gramscis Hegemonietheorie, Jacques Derridas Poststrukturalismus, dem Postmarxismus von Ernesto Laclau & Chantal Mouffe sowie dem Postfeminismus von Judith Butler und dem Postkolonialismus von Gayatri C. Spivak.
Termin: 1. bis 6. August. Mehr Infos hier.
Kategorien: Gender, Termine, Theorie
1. Mai 2010, 08:37 Uhr 1 Kommentar
Digital ist besser?
[geschrieben gemeinsam mit Michel]
Zu W. Paul Cockshotts und Allin Cottrells Utopie eines zentralistischen Computersozialismus
In einem Buch, das wir beide schätzen, dem polemischen Antikapitalismuspamphlet Maschinenwinter von Dietmar Dath, sind wir auf einen Buchtitel gestoßen, der uns aufhorchen ließ: Alternativen aus dem Rechner, von Dath gepriesen als Experiment, das „Undenkbare zu erwägen – eine demokratische Planwirtschaft“. Schon seit längerem auf der Suche nach interessanten Alternativmodellen zur kapitalistischen Marktwirtschaft schien uns der Vorschlag einer demokratischen, auf den Rechenkapazitäten und partizipativen Möglichkeiten des Computers und des Internets basierenden Planwirtschaft in der Tat bedenkenswert.
Kategorien: Theorie
14. Februar 2010, 19:00 Uhr 7 Kommentare
kommunist should love google …
Die nächste Generation von Comupter-Nutzern wird viel entlokalisierter arbeiten.
Die Daten sind selbstverständlich im Netz und der “normale” Zugang ist per Browser, ganz egal, von welchem Rechner aus.
Die Grundbedürfnisse (Email, Speicherplatz , soziales Netzwerk) werden alle umsonst bedient.
Das Ganze is so etwas wie eine garantierte Informationsgrundausstattung.
Im Bereich Kommunikation im Internet gibt es somit das garantierte Grundeinkommen bereits.
Google ist dabei Kommunismus 0.1 …
Kategorien: Eigentumsfragen
27. September 2008, 00:03 Uhr 8 Kommentare
