Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
Artikel drucken

GPL-Anteil schwindet — gut oder schlecht?

Seit einiger Zeit sinkt der Anteil der GNU General Public License (und verwandte) an Projekten Freier Software. Wie ist dieser Trend zu bewerten?

Noch vor einiger Zeit hätte ich spontan gesagt, dass es schlecht ist, wenn Copyleft-Lizenzen an Boden verlieren. Das Copyleft-Prinzip erzwingt, dass veränderte Programme die Lizenz beibehalten müssen, sofern sie veröffentlicht werden. Der »Freiheitsvirus« pflanzt sich fort. Doch worauf basiert diese »Freiheit«?

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software

24. Januar 2012, 13:42 Uhr   13 Kommentare

Artikel drucken

20th Anniversary of Linux

[via]

Kategorien: English, Freie Software

15. April 2011, 07:47 Uhr   Kommentieren

Artikel drucken

Selbstorganisierte Fülle (2): Voraussetzungen für erfolgreiche Peer-Produktion

Eric Raymond (Autor: Russ Nelson, Lizenz: gemeinfrei)[Erster Teil]

Faustregeln für die Zusammenarbeit

Wir haben im ersten Teil gesehen, warum Leute bei Peer-Projekten mitmachen oder neue Projekte gründen, aber das erklärt noch nicht, warum und unter welchen Umständen solche Projekte langfristig erfolgreich sind. Peer-Projekte unterscheiden sich schließlich sehr von dem, was man sonst so gewöhnt ist. In Firmen gibt es Bosse, Vorgesetzte, die ihren Untergebenen sagen, was zu tun ist; als Selbständige/r geht man Verträge ein, die eine/n verpflichten, dies oder jenes zu tun; auch in Schulen, beim Militär und in anderen offiziellen Institutionen gibt es immer Leute, die den Ton angeben, und andere, die folgen müssen.

Bei Peer-Projekten gibt es solche Strukturen nicht. Es gibt keine Bosse oder Vertragspartner, die den anderen mit Entlassung oder anderen finanziellen Konsequenzen drohen könnten; es gibt auch keine Lehrer/innen oder Offiziere, die eine/n bestrafen können, wenn man ihnen nicht gehorcht. Warum und unter welchen Umständen funktioniert also die Zusammenarbeit, wenn sie nicht durch Geld oder Zwang motiviert wird?

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Freie Hardware, Reichtum & Knappheit, Theorie

7. Juni 2010, 14:38 Uhr   6 Kommentare

Artikel drucken

Selbstorganisierte Fülle (1): Was commonsbasierte Peer-Produktion ist und warum Leute da mitmachen

Beitragen statt tauschenDies ist der erste Teil der schriftlichen Fassung des Vortrags, mit dem ich zur Zeit zu erklären versuche, wie Gemeingüter und Peer-Produktion zu Grundlagen einer nichtkapitalistischen Gesellschaft werden können. In diesem ersten Teil geht es neben einleitenden Überlegungen zur digitale Fülle um die Grundlagen: was Commons und Peer-Produktion sind, wo Peer-Produktion heute schon erfolgreich praktiziert wird und warum Leute da mitmachen.

Das Internet als Ort der Fülle

Ich beginne mit dem Internet – aber keine Sorge, dabei wird es nicht bleiben, das ist nur der Anfang. Man kann das Internet als Ort der Fülle betrachten, und zwar der Fülle in unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes. Die erste Bedeutung ist Fülle im Sinne von „Überfluss“ oder „Verschwendung“. Darin ist das Internet sehr gut. Ich kann mich, wenn mir der Sinn danach steht, beispielsweise den ganzen Tag durch Fotosharing-Seiten klicken, kann mir beliebig viele Fotos zu bestimmten Leuten oder Themen angucken (zum Mount Everest beispielsweise), auch wenn sie großteils recht ähnlich sind und ich bald alles Relevante gesehen habe – ich kann trotzdem immer weiter machen.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Freie Hardware, Reichtum & Knappheit, Theorie

31. Mai 2010, 22:34 Uhr   9 Kommentare

Artikel drucken

Copyleft — Wie sich die Welt an einem Freiheits-Virus infizierte

[Repost aus »Oya - anders denken. anders leben«, Nr. 01/2010, PDF-Download, Lizenz]

Von Lara Mallien

Wissen und das Licht haben viel ­gemeinsam: Wir sprechen von Erleuchtung, vom Geistesblitz, von erhellenden Einsichten. Das Licht wird nicht weniger, gleich, ob zehn oder tausend Menschen es zum Bräunen oder zum Gartenbau nutzen. Hier ­enden die Gemeinsamkeiten, denn das Wissen nimmt sogar zu, je mehr es geteilt wird, je mehr Wissende und Mitdenkende, Weiterdenkende es gibt. Wie die Freude ist auch das Wissen eines dieser geheimnisvollen Gemeingüter, die sich vermehren, wenn wir sie teilen.

Wissen und Erkenntnis teilen sich mit. Selbst wenn etwas unausgesprochen bleibt, liegt es auf seltsame Weise in der Luft. Auch bei großen ­Erfindungen ist das so: Die Glühbirne, die Nähmaschine, das Telefon – sie wurden von mehreren Menschen an mehreren Orten beinahe zeitgleich in die Welt gebracht. Streng genommen gehören noch viel mehr Menschen zu den Urhebern, denn jede Erfindung markiert nur die Spitze eines Eisbergs von Wissen, das unzählige Menschen in den Jahren zuvor zusammengetragen haben. Basiert nicht die Glühbirne auch auf dem alten Wissen der Glasbläser?

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Freie Software

20. März 2010, 11:32 Uhr   4 Kommentare

Artikel drucken

Copy Light: Freie Software und globale Emanzipation

iz3w - »Digitale Welten«Konzerne wie Microsoft setzten in den 1980er Jahren Eigentümer-Software durch, die erworben werden muss. Als Gegenmodell entwickelte sich die Bewegung der Freien Software. Gerade in Ländern des Südens unterläuft Freie Software die Ausgrenzung von NutzerInnen. Darüber hinaus kann sie ein Signalgeber für eine verwertungsfreie Produktion sein.

Von Stefan Meretz

Seit Mitte der 1980er Jahre ist eine neue Softwareklasse in die Welt getreten: Freie Software. Doch neu war eigentlich nur das Attribut „frei“, denn alle Software war zuvor frei verfügbar. Dies änderte sich erst in dem Maße, wie Software als eigenständige Ware gehandelt werden konnte und nicht mehr nur Zugabe zur Hardware war. Voraussetzung, um aus freier Software (mit kleinem „f“) eine Ware zu machen, war die künstliche Verknappung durch Zurückhalten des Quelltextes und strikter Anwendung des Copyright. Aus freier Software wurde proprietäre Software: Eigentümer-Software.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Software

26. Oktober 2009, 13:59 Uhr   3 Kommentare

Artikel drucken

Studie: Linux-Desktops im Unternehmen

Windows-free Office[Foto: marcn, CC-ByNcSa]

Wenn die Einschätzung richtig ist, dass Freie Software für Unternehmen Kosteneinsparungen bedeutet, wenn die proprietären Äquivalente ersetzt werden, dann ist die Frage, wie weit die Ersetzung bislang gekommen ist. Im Serverbereich ist Freie Software eine feste Größe, aber auf dem Desktop ist es zu einer klassischen Lock-In-Situation gekommen: Die Dominanz von Microsoft und Co ist so groß, weil die Abhängigkeit so groß ist — und umgekehrt. Ein Teufelskreis.

Nun gibt es andere Protagonisten Freier Software, die betreiten das Argument der Kosteneinsparung (übrigens in Übereinstimmung mit Gegnern Freier Software) und würden gerne das Freiheitsargument in den Vordergrund stellen. Die Botschaft ist: »Mit Freier Software vermeidet ihr den Lock-In-Effekt, die Abhängigkeit von einzelnen Anbieter wird verringert«. Das Argument ist sicher nicht falsch. Doch wie sieht die Situation wirklich aus?

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen

7. August 2009, 07:24 Uhr   2 Kommentare

Artikel drucken

Open PC

Open PCDie Durchsetzung von Freier Software auf dem Desktop kommt nicht aus dem Knick. Das will der KDE-Entwickler Frank Karlitschek mit dem Open-PC-Projekt ändern. Seine Überlegung: GNU/Linux und Freie Software auf dem Desktop-Rechner setzen sich nur durch, wenn die Software beim Kauf schon drauf ist und perfekt zur Hardware passt. Also selber bauen. Genauer: Selber assemblieren, also den Rechner aus Komponenten zusammenstellen. So 250 bis 300 Euro soll der Linux-Rechner kosten, ein Teil der Erlöse geht an Freie Software-Projekte. Schick wäre ja, wenn der Rechner aus Freien Komponenten (mit Freiem Design) zusammengesetzt werden würde — aber das ist wohl noch Zukunftsmusik. Die Konzeption des Open PC soll auf Grundlage einer Umfrage erfolgen. Im Herbst 2009 soll der erste Open PC ausgeliefert werden.

Kategorien: Freie Hardware, Freie Software

13. Juli 2009, 15:55 Uhr   12 Kommentare

Artikel drucken

The Open Source World in 2020

Stefan Merten, founder of Oekonux project, is going to give a presentation at FrOSCon — the Free and Open Source Conference in Sankt Augustin, Germany, 23th – 24th of august. The presentation titled »The (Open Source) World in 2020 — A History Based Look into the Future« is already online. Stefan’s style is to cut down complex analysis to handy statements, where he draws his conclusions from.

Here are the conclusions giving a good overview of the talk:

  • 1984 — Very beginnings may be hard to notice
  • 1996 — Good ideas grow because they are useful to people
  • 2008 — Basic principles are strong enough to spread out
  • First basic principle: Selbstentfaltung — Something what individual and society wants
  • Second basic principle: Openness — Technology may make way for new societal phenomenons
  • A new mode of production emerges — Something wrong with classic economy ;-)
  • Power from new principles — Oekonux thesis: New mode of production => new society
  • Five-step model of development — There is hope!
  • Capitalism as a successful germ form: 200 years back — A new mode of production as a germ form can take over
  • A peek into the future — Vertical expansion is quite sure — Horizontal expansion depends on many aspects
  • Deeper embedding — More won’t happen in 12 years

Please read the details (aka bullet points).

Conclusion of the conclusions of the bullet point list: Qualitatively, in 2020 we have the same situation as in 2008.

Kategorien: English, Freie Software

22. August 2008, 21:32 Uhr   4 Kommentare

Artikel drucken

Exika — Wissen in kurz

Exika - LexikonWikipedia ist nicht alles, es gibt auch Spezial-Lexika im Web, die spezielle Bedürfnisse abdecken wollen. Zum Beispiel Exika, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft freies Wissen im Netz, Hamburg. Erklärtes Ziel von Exika:

Die AG freies Wissen im Netz beschäftigt sich mit der Aufbereitung, Darstellung und Verbreitung von Wissen im Internet in einer Form die für alle sozialen Schichten verständlich ist.

Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Freie Inhalte

3. August 2008, 13:51 Uhr   1 Kommentar