Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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FOSS-Fallstudien

Nah Soo Hoe hat eine interessante Sammlung von Fallstudien über den Einsatz Freier Software für die nachhaltige Entwicklung erstellt. Das Buch »Breaking Barriers« (PDF-Download) wurde von einer Reihe internationaler Organisationen von UNDP bis UNESCO unterstützt und ist unter CC-BY-Lizenz erschienen. Die Studien befassen sich mit Projekten in diesen Ländern: Südafrika, Burkina Faso, Malaysia, Indonesien, Indien, Sri Lanka, Fidschi, Bulgarien, Spanien, Kolumbien, Ecuador und Brasilien. Dabei habe ich gelernt, dass es ein weiteres OSCAR-Projekt gibt, das sich allerdings nicht mit der Konstruktion eines Autos, sondern mit der Identifikation und Kontrolle von Reis- und Weizenpflanzen [hoffentlich richtig übersetzt...] beschäftigt: Die Software wurde nicht nur für PCs, sondern explizit auch für Simputer entwickelt.

Kategorien: Freie Software, Medientipp

28. Dezember 2006, 11:57 Uhr   Kommentieren

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(Künstliche) Knappheit mal anders

Eine Million Schuhe herzustellen erfordert sicherlich einiges an Aufwand in Form von Ressourcen und Arbeitszeit. Die Leute die das in China herstellen mussten haben das sicher unter gruseligen Arbeitsbedingungen getan. Hier wird uns das Ganze als “Fahndungserfolg” verkauft … und die Schuhe wandern in den Schredder und werden verbrannt. Was für eine unglaubliche Verschwendung und das angesichts von Millionen Menschen, die sich keine Schuhe leisten können!

Frauke meinte, sie sollten doch wenigstens einfach einen “Gefälscht”-Aufkleber draufmachen. Wahrscheinlich wären sie dann noch doppelt soviel wert, weil besonders speziell und cool.

Kategorien: Reichtum & Knappheit

14. November 2006, 22:03 Uhr   4 Kommentare

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Again: Fun or Money?

Es ist ja schon länger bekannt, dass in China viele Leute davon leben, dass sie stundenlang vor dem Computer hocken und Onlinespiele wie zum Beispiel World of Warcraft spielen. Sie häufen Spielgeld an und verkaufen dieses dann an reiche Spieler im Westen für echtes Geld.

Diese an sich schon bizarre Tatsache, wird nun durch eine neue Meldung noch gesteigert. Anscheinend gibt es dort jetzt Banden, die Kinder zwingen für Geld zu spielen-arbeiten.

Fun or Money? Beides und weder noch würde ich sagen.

Was hat das mit unserem Thema zu tun? Das ist zugegeben nicht so direkt zu erkennen. Der Hintergrund für mich ist Folgender: Ich bin zu dem Schluß gekommen, das es entscheidend ist, um Keimformen zu verstehen, zu verstehen nicht nur was Arbeit ist, sondern auch, wie dieser Bedeutungswirbel mit den benachbarten Wirbeln Spiel und Liebe korrelliert. In diesem Zusammenhang macht mich diese Meldung aufmerksam. Zum einen beleuchtet sie ein Verhältnis von Arbeit und Spiel, das völlig quer liegt zu dem sonst üblichen und das nun gerade auch noch Kinderarbeit involviert ist bringt den dritten Wirbel Liebe mit ins Spiel (Ist Kinderarbeit nichts anderes als der Entzug von Liebe unter den Bedingungen des globalisierten Kapitalismus?). Ich gebe gerne zu, dass das alles noch keine ausformulierte Theorie ist, nur Assoziationen. Ich poste das also hier in der Hoffnung, dass sich aus euren Kommentaren neue Assoziationen ergeben, die mich und euch ein Stück weiterbringen – und das ist ja mit Christians Intervention – zumindestens was mich angeht – auch schon geschehen.
Noch ein Versuch: Ist nicht der Witz bei Freier Software, das Spiel und Arbeit zusammenfallen können (siehe Stefans letzten Beitrag)? Und passiert hier nicht genau dasselbe, nur eben doppelt pervertiert statt doppelt frei? Das muss doch was bedeuten für uns, oder?

Kategorien: Arbeit & Freiheit

9. Oktober 2006, 21:43 Uhr   8 Kommentare