Das System an seinen Wurzeln packen…
…um daraus einen nahrhaften Kompost zu bereiten, auf dem alles gut wachsen und gedeihen kann (Foto: Genista, CC-by-sa).
[Repost von Nicht-kommerzielles Leben in Berlin-Brandenburg]
Es gibt ein großes Unbehagen mit dem System, mit dem wir zur Zeit gezwungen sind, unser Überleben zu meistern. Immer wieder raufen sich Menschen zusammen, um andere Wege zu beschreiten. Zur Orientierung werden vielfältige Theorien und Analysen gebaut. Was macht denn dieses System, das unsere alltägliche Versorgung organisieren soll, eigentlich im Kern aus? Die Theorien sind so vielschichtig, dass die Versuchung groß ist, einseitigen und vereinfachten Erklärungen anzuhängen. Analysen und Theorien, die versuchen, die Vielschichtigkeit des menschlichen Gemeinwesens in Worte zu gießen, sind für die meisten bestenfalls abgehoben und schlimmstenfalls komplett unverständlich.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Praxis-Reflexionen, Theorie
8. Februar 2012, 07:30 Uhr 4 Kommentare
Commoning konkret
Commons-based peer production braucht ein Commoning, also eine Form von Selbstorganisierung um Gemeingüter nicht-kommerziell und bedarfsgerecht zu verwalten. Dieser Artikel möchte einen Beitrag leisten zur Erkundung wie diese Organisierung konkret aussehen könnte: Zum einen an einer Reflektion über ein Experiment “Solidarischer Landwirtschaft” und zum anderen an konkreten Überlegungen wie ein Commoning rund um endliche Ressourcen aussehen könnte. Die Artikel finden sich auch in der aktuellen Ausgabe der “Streifzüge” und dem soeben erschienenden Büchlein “Herrschaftsfrei Wirtschaften”.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Gender, Praxis-Reflexionen, Soziale Netzwerke
8. Januar 2012, 07:47 Uhr 7 Kommentare
COM’ON: Commons pushen
Bei der COM’ON-Tagung am 10.12.2011 fand ein World Café mit fünf Tischen statt, die sich in zwei Runden mit jeweils einer Frage befassten. Nachfolgend das Protokoll vom Tisch mit der Frage »Was braucht es, um Commons zu pushen?« (Moderation: Brigitte Kratzwald, Protokoll: Stefan Meretz). Los geht’s:
In der ersten Runde wurden zwei Vorschläge besprochen: Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen
25. Dezember 2011, 07:06 Uhr 5 Kommentare
Book »Life Without Money«
The new book Life Without Money; Building Fair and Sustainable Economies (co-edited by Anitra Nelson and Frans Timmerman) has just been released. The ten contributors to Life Without Money argue that we need to dispense with monetary values and relationships — yes, money per se — in order to manage our world on the basis of humane and natural values.
The book brings together diverse voices with strong arguments against our money-based system’s ability to improve lives and prevent environmental disaster. It provides a strategy for undercutting capitalism by refusing to deal in money, and offers money-free models of governance and collective sufficiency. Life Without Money is written by high-profile activist scholars, including Harry Cleaver, Ariel Salleh and John O’Neill, and is an inspiring manifesto for those who want to take action.
However, the book cannot be obtained »without money«, it has to be purchased in a bookstore. And the website indicates, that strict copyright applies. Creative Commons licenses are not used, which contradicts the aim of the book.
Kategorien: English, Medientipp
26. November 2011, 16:26 Uhr 2 Kommentare
Pattern 4: Beyond Money
This is part 4 of a weekly series of articles to appear in the journal Critical Studies in Peer Production (CSPP). In the series I try to describe analytical patterns developed by the Oekonux Project since over ten years of research on Free Software and commons-based peer production. Please visit the introducing part for the background. Already released patterns: 1, 2, 3.
Pattern 4: Beyond Money
Since money only makes sense for commodities, a non-commodity (cf. pattern 3) implies that there is no money involved. Vollständigen Artikel lesen »
Kategorien: English, Freie Software, Theorie
17. November 2011, 06:55 Uhr 1 Kommentar
Leben ohne Geld — auf ProSieben
Ein Witz? Nein, nein, das Magazin Gallileo auf dem Privatkanal ProSieben hat Heidemarie, Raphael und elf Pavlik drei Tage lang begleitet, um ihr alltägliches Leben ohne Geld zu dokumentieren. Die Geschichte wurde gestern gesendet (Achtung: Werbeblocker einschalten!) und ist recht sympatisch geraten. Klar, sie hat zeigt auch die empörten Reaktionen der Art »Wenn das jeder machen würde«, geht aber leider dieser berechtigten und interessanten Frage nicht weiter nach. Es bleibt alles im personalisierenden Rahmen: Da machen drei Leute was ziemlich Abgefahrens.
Was nicht gezeigt wurde, keine Sekunde, können wir euch hier verraten: Christian und ich wurden ebenfalls von dem TV-Team zur Frage nach der Verallgemeinerbarkeit des Beispiels von Heidemarie, Raphael und Pavlik gefragt. Wir haben über die commons-basierte Peer-Produktion gesprochen, zahlreiche Beispiele genannt usw. — Doch davon kam nichts. Ich hab’s aber auch nicht anders erwartet. Geld oder kein Geld wird so nur als persönliches Problem vorgeführt.
[Update] Was mir sehr gefiel, war die Hintergrundstimme von »Dana Scully« aus der Serie Akte X – die unheimlichen Fälle des FBI (natürlich nicht von »Scully« selbst, sondern ihrer Synchronsprecherin Franziska Pigulla). Leben ohne Geld als »Akte X« — das passt doch
Kategorien: Medientipp, Reichtum & Knappheit
9. November 2011, 13:58 Uhr 5 Kommentare
Is demonetization a really good idea?

Recently a companera asked me, if it really is such a good idea to start from abolishing money, since it seems to enhance freedom and quality of life especially for the most poor of us. I thought about it for a while and than answered that I do not see evidence for that.
Over the last year, I read and thought a lot about Tanzania (as a case study for the land grab, the results are partly published in German). Having now quite a good picture of the situation in Tanzania (and some overview of the situation in Africa as a whole), I doubt that money ever did any good job there.
Actually, I would say, things are getting increasingly worse particularly because of monetary relations.
Kategorien: Commons, English, Praxis-Reflexionen
26. Oktober 2011, 16:08 Uhr 6 Kommentare
Das Ende von CouchSurfing…
…so wie wir es kannten steht vor der Tür. CouchSurfing ist eine globale Community-Plattform zur Vermittlung von kostenlosen Übernachtungen. Drei Millionen Mitglieder nutzen die Übernachtungsmöglichkeiten in 81.000 Städten überall auf der Welt. Selbstorganisation, Vertrauen und das Teilen kultureller Erfahrungen standen im Mittelpunkt von CouchSurfing.
Standen. Denn nun ist CouchSurfing in eine profitorientierte Firma umgewandelt worden. Zwar gab es immer mal wieder Kritik an CouchSurfing, aber der jetzige Schritt toppt alles.
Kategorien: Feindbeobachtung, Soziale Netzwerke
5. September 2011, 14:25 Uhr 16 Kommentare
Nichtwarenförmige Erdäpfel-Ernte
Die warenkritische Kooperative Karlshof lädt ein zur Kartoffelernte:
Der Spätsommer kommt vorbei und mit ihm die beliebten Knollen aus der Erde.
Nachdem letztes Jahr mit vielen Händen nur klitzekleine Murmeln aus dem Boden gesammelt wurden, wird es dieses Jahr wieder in die Vollen gehen!
Du bist herzlich eingeladen Teil an diesem Riesenspaß zu nehmen. Vom 2. bis zum 18. September ist es soweit.
Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons
23. August 2011, 17:50 Uhr Kommentieren
Collaborative Film Making: »Waking Up«
How can we imagine a world without money, private property, exchange and the like? Filmmaker Harald Sandø from Norway is creating the movie »Waking Up«. The film is not really »open source« (as mentioned on the website) since the sources are not accessible, but the author is open for participation writing the scripts. The story is inspired by the concept of a Resource Based Economy developed by Zeitgeist-Movement. Here’s the teaser:
The film teaser made it to the shortlist of the Film Festival Cinema Out of Your Backpack.
Kategorien: Eigentumsfragen, English, Medientipp
19. August 2011, 16:46 Uhr 3 Kommentare
