Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Practical Post Scarcity

Kategorien: English, Freie Hardware

1. Januar 2012, 07:44 Uhr   1 Kommentar

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COM’ON: Produktionsstrukturen transformieren

Einen der besten Aspekte des COM’ON—Workshop vom letzten Samstag fand ich die Art und Weise der Durchführung. Das übliche Vortrags- und Fragen+Antworten-Spiel im großen Kreis fehlte fast völlig, stattdessen gab es nach den vier kurzen (je 15 Minuten) Inputvorträgen zu Beginn nur Diskussion in wechselnden Kleingruppen von je etwa zehn bis fünfzehn Leuten. Nachmittags fand ein World-Café statt, wo an fünf Tischen parallel unterschiedliche Aspekte der Commons diskutiert wurden. Dieser Beitrag dokumentiert die Debatte an „meinem“ Tisch zum Thema: „Was passiert mit den bestehenden Produktionsstrukturen im Falle einer gesellschaftlichen Transformation?“

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Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Praxis-Reflexionen

20. Dezember 2011, 07:37 Uhr   1 Kommentar

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Wikihouse

Mich haben einige Leute gefragt, was man denn mit CNC-Maschinen so alles machen kann. Ich verkneife mir die Antwort “alles” und will die Frage mehr so verstehen, wo ein Zusammenspiel von verschiedenen Projekten freier/offener Hardware sinnvoll werden kann. Die derzeit ambitioniertste Antwort gibt das Open Source Ecology Project, das ich auch in der CNC-Liste genannt habe. Ganz anschaulich kann der Schweiss-Automat wesentlich präziser und schneller die notwendigen Teile schneiden, die für den Bau der anderen Maschinen gebraucht werden.

Hier aber mal ein anderes, auch sehr anschauliches Beispiel: Wikihouse.

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Kategorien: Freie Hardware, Freie Inhalte

2. September 2011, 07:43 Uhr   Kommentieren

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Open Hardware: CNC-Maschinen

Inzwischen sind Fabber als Beispiele für Maschinen zur Herstellung handfester Dinge recht bekannt geworden. Im Bereich der Freien oder Offenen Hardware wird dabei meistens an die prominenten Systeme RepRap und MakerBot gedacht. Sie gehören zur Klasse der additiven Fabber, denn sie erzeugen das Produkt durch sukzessives Hinzufügen von Material (»3D-Drucker«). Gemeinsam ist allen Fabbern, dass sie CAD-Daten in maschinelle Produktionsbefehle umsetzen.

Zur Klasse der subtraktiven Fabber gehören CNC-Maschinen. Das sind Werkzeugmaschinen, die die Gestalt eines Werkstück durch Wegnehmen (fräsen, bohren, schneiden, lasern etc.) von Material erzeugen. Auch sie werden in zunehmendem Maße als offene Hardware hergestellt, also Hardware, bei der die Pläne zu ihrer Herstellung unter einer Freien Lizenz veröffentlicht werden.

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Kategorien: Freie Hardware

28. August 2011, 17:26 Uhr   7 Kommentare

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The Emergence of Benefit-driven Production

OKCon logoThe following paper was written for the Proceedings of the 6th Annual Open Knowledge Conference (OKCon 2011) which took place about a month before in Berlin. It is also available in PDF format.

Abstract

The free software and free culture movements have radically changed the ways of producing software and knowledge goods. In many cases, participation in such project is benefit-driven rather than profit-driven. Participants get involved in order to realize some practical or social benefit, not because of monetary gains. Another difference from market- and firm-based production is that peer production is non-hierarchical: people voluntarily cooperate as peers; there are no fixed employer/employee or client/contractor relationships. And peer production is based on commons: goods which are jointly developed and maintained by a community and which are shared according to community-defined rules.

Peer production is not just about producing knowledge: Hackerspaces and Fab Labs are the first forerunners of a commons-based production infrastructure. While commons-based peer production reaches beyond capitalism, the preconditions of its development are created by capitalism itself. The paradoxical relationship of capitalism to human labor leads to developments that might make the concept of labor (as we know it today) obsolete, and with it capitalism itself.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, English, Theorie

7. August 2011, 12:48 Uhr   6 Kommentare

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Produzieren ohne Geld und Zwang

¿Otros mundos posibles?[Versión en español]

Dieser Text ist mein Beitrag für die Konferenz „Andere mögliche Welten?“ (¿Otros mundos posibles?), die im Mai in Medellín (Kolumbien) stattfand. Alle Beiträge der Konferenz werden in einem Sammelband der Rosa-Luxemburg-Stiftung erscheinen, der Ende des Jahres in deutscher sowie in spanischer Sprache veröffentlicht werden soll.

Die Bewegung zum Commonismus

Stellen wir uns eine Welt vor, in der Produktion und Reproduktion bedürfnisorientiert zum Wohle aller stattfinden, organisiert von Menschen, die sich niemandem unterordnen müssen und sich freiwillig in die erforderlichen Tätigkeiten teilen. Ich nenne eine solche Gesellschaft Commonismus, weil ich glaube, dass darin die Commons, die Gemeingüter, eine wichtige Rolle spielen werden.

Man mag einwenden, dass eine solche Gesellschaft unmöglich sei, weil es sie noch nicht gab oder weil sie der Natur des Menschen widerspreche. Doch daraus, dass es etwas noch nicht gab, kann man nicht schließen, dass es unmöglich ist; und Argumente zur „Natur des Menschen“ übersehen, dass die Menschen nicht nur die Gesellschaft machen, sondern umgekehrt auch durch die Gesellschaft beeinflusst und geprägt werden. Ändern sich die Strukturen, ändert sich auch das Verhalten der Menschen.

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Kategorien: Commons, Freie Software, Termine

20. Juli 2011, 07:59 Uhr   26 Kommentare

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Das gute Leben produzieren

Streifzüge Nr. 51 (zum Vergrößern klicken)[aus: Streifzüge Nr. 51]

Wenn wir über das gute Leben nachdenken, stellen wir uns ein Leben in Fülle vor – wo niemand Not leiden muss, wo es genug für alle gibt und jede/r seine oder ihre Bedürfnisse befriedigen kann. Aber geht das überhaupt? Scheitert die Möglichkeit eines Lebens in Fülle nicht zwangsläufig an der Endlichkeit der Erde? Und wo soll die Fülle herkommen? Kommt nicht vor den Freuden des Konsums die Mühsal des Produzierens, vor dem angenehmen „Reich der Freiheit“ das weniger erfreuliche „Reich der Notwendigkeit“? Um diese zwei Herausforderungen für die Vision eines guten Lebens für alle soll es im Folgenden gehen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie

9. April 2011, 09:37 Uhr   7 Kommentare

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Wie es den Kapitalismus zum Commonismus treibt

Neues Deutschland[Dieser Artikel ist in der heutigen Ausgabe des Neuen Deutschlands unter dem (vom der Redaktion veränderten) Titel „Vorwärts zum Commonismus“ erschienen.]

Stellen wir uns eine Welt vor, in der Produktion und Reproduktion bedürfnisorientiert zum Wohle aller stattfinden, organisiert von Menschen, die sich niemandem unterordnen müssen und sich freiwillig in die erforderlichen Tätigkeiten teilen. Ich nenne eine solche Gesellschaft Commonismus, weil ich glaube, dass darin die Commons, die Gemeingüter, eine wichtige Rolle spielen werden.

Man mag einwenden, dass eine solche Gesellschaft unmöglich ist, weil es sie noch nicht gab und weil sie der Natur des Menschen widerspricht. Doch daraus, dass es etwas noch nicht gab, kann man nicht schließen, dass es unmöglich ist; und Argumente zur „Natur des Menschen“ übersehen, dass die Menschen nicht nur die Gesellschaft machen, sondern umgekehrt auch durch die Gesellschaft beeinflusst und geprägt werden. Ändern sich die Strukturen, ändert sich auch das Verhalten der Menschen.

Der Commonismus bliebe allerdings eine abstrakte Idee, wenn er nicht das Zeug hätte, aus der heutigen Gesellschaft, dem Kapitalismus, heraus zu entstehen. Karl Marx sagte dazu, dass „die materiellen Existenzbedingungen“ neuer Produktionsverhältnisse „im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet“ werden müssen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Theorie

5. März 2011, 16:15 Uhr   27 Kommentare

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Peer Produktion: Wie im Internet eine neue Produktionsweise entsteht

Beitragen statt tauschenDer folgende Artikel ist im WIDERSPRUCH – Münchner Zeitschrift für Philosophie, Heft 52 (2010) erschienen.

„Kreativ zu sein, ist eine inhärente Eigenschaft des menschlichen Geistes … Warum singt Figaro, warum schreibt Mozart Musik, die Figaro singt, warum erfinden wir alle neue Worte? Weil wir es können. Homo ludens trifft Homo faber. Die soziale Bedingung globaler Verbundenheit, die wir das Internet nennen, ermöglicht uns allen, kreativ zu sein auf eine neue und nie erträumte Weise. Wenn wir nur nicht das ‚Eigentum‘ dazwischen­funken lassen.“

So beschreibt der US-amerikanische Rechtsprofessor Eben Moglen (1999) das bemerkenswerte Phänomen, das Peer-Produktion genannt wird. Es hat die Art und Weise der Produktion von Software und Kulturgütern in den letzten Jahrzehnten kräftig durcheinander gewirbelt. Was ist das Geheimnis der Peer-Produktion, und wie weit reicht ihr Potential? Warum und unter welchen Umständen kommt es zur spontanen und ungezwungenen Kooperation gleichberechtigter „Peers“? Welche Bereiche der gesellschaftlichen Produktion wurden dadurch schon verändert, und wo stehen Veränderungen ähnlicher Reichweite bevor? Darum soll es im Folgenden gehen.
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Kategorien: Commons, Reichtum & Knappheit, Theorie

13. Januar 2011, 08:46 Uhr   3 Kommentare

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Self-organized Plenty

Peers support each other[Eine etwas ausführlichere Version dieses Artikel gibt es auch auf Deutsch.]

This is a handout of the slides of the talk which I gave at FSCONS 2010. So far, a detailed written version of the talk exists only in German (1, 2, 3, 4), but I hope to prepare something similar in English in the foreseeable future.

The Emergence of Physical Peer Production

Commons-based Peer Production

Commons
Goods which are jointly developed and maintained by a community and shared according to community-defined rules.
Peer production
People cooperate voluntarily on an equal footing (as peers) in order to reach a common goal.
Commons-based peer production
Peer production which is based upon commons and which creates new commons or maintains and fosters the existing ones.

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Kategorien: Commons, English, Freie Hardware, Reichtum & Knappheit, Theorie

23. November 2010, 08:07 Uhr   1 Kommentar